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Die Risiken der Gentechnologie in soziologischer Perspektive

  • Jobst Conrad

Zusammenfassung

Dieser Beitrag untersucht am Beispiel der Gentechnologie, inwieweit sich allgemeine Überlegungen und Hypothesen der Risikosoziologie zum einen als Interpretationsrahmen für, zum anderen als inhaltlich-konkrete Aussagen über spezifische Risikotechnologien verwenden lassen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Damit sind etwa Risiken des Mißbrauchs gentechnologischer Methoden, darunter auch Probleme des Datenschutzes, aus der Betrachtung ausgeschlossen.Google Scholar
  2. 2.
    Begrifflich sind unter Gefahr und Gefahrenpotential mögliche Schädigungen von Mensch oder Umwelt unabhängig von deren Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Risiko hingegen das Produkt aus Gefahrenpotential und Eintrittswahrscheinlichkeit zu verstehen.Google Scholar
  3. 3.
    Besonderheiten resultieren aus dem speziellen Anwendungsfall, nicht aus dem Einsatz gentechnischer Verfahren als solchem. Heute ist der quantitativ weitaus überwiegende Bereich des Einsatzes gentechnologischer Methoden in Wissenschaft und Wirtschaft bereits Alltagsroutine ohne erkennbare größere Gefahrenpotentiale, was auch von Kritikerseite im allgemeinen anerkannt wird.Google Scholar
  4. 4.
    Dies war auch die Strategie der eher kritisch eingestellten Mitglieder der Enquete-Kommission "Chancen und Risiken der Gentechnologie" - von den Grünen abgesehen, die in ihrem Sondervotum auf die nachrangige Behandlung der Risikothematik in der Kommission hinweisen.Google Scholar
  5. 5.
    Dieser Vorstoß gegen die freiwillige Meldepflicht ist immerhin Anlaß für Überlegungen im BMFT, die Registrierung gentechnologischer Experimente verbindlich vorzuschreiben.Google Scholar
  6. 6.
    Interessanterweise hat die Entdeckung häufigen Genaustausches umgekehrt auch die Möglichkeit weiterer Gefahrenpotentiale der Genmanipulation verdeutlicht, die sich schwerer unter Kontrolle halten lassen.Google Scholar
  7. 7.
    So plädiert die Enquete-Kommission "Chancen und Risiken der Gentechnologie" auch für ein weitgehendes fünfjähriges Moratorium in bezug auf die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen.Google Scholar
  8. 8.
    Diese dichotome Einteilung stellt zweifellos ein überpointiertes Bild dar, das der Realität eines Kontinuums von Positionen nicht gerecht wird.Google Scholar
  9. 9.
    Art und Struktur der Risiken sind nicht gentechnologiespezifisch, die konkreten Risiken sind es sehr wohl.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Jobst Conrad

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