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Soziales Handeln im Sportlichen Verhalten

Ein paradigmatischer und empirischer Begründungsversuch
  • Bero Rigauer

Zusammenfassung

Sport sei ein Feld, in dem man sich nicht nur sozial verhalte, sondern es auch lerne. Dies ist eine weitverbreitete Meinung. Aber wie funktioniert soziales Verhalten im Sport? Dazu gibt es eher normative Vorstellungen als theoriegeleitete und vor allem auch empirisch mitbegründete Untersuchungen. Aus diesem Dilemma heraus ist unsere Forschungsfrage entstanden: Wie funktioniert Sozialverhalten im Sport? — und zwar erst einmal reduziert auf Situationen der aktiven Sportteilnahme, also des sogenannten Sporttreibens als dem Zentrum des Sports. Bei der Bearbeitung dieser Frage sind wir in zwei Schritten vorgegangen: (1)Begründung eines Paradigmas „Soziales Verhalten“ in Situationen der aktiven Sportteilnahme, (2) Durchführung eines Sportspielexperiments. Dabei stehen methodologische und methodische Probleme im Weg, die mitgelöst werden müssen. Das umfassendere erkenntnisleitende Interesse unseres Forschungs- und Theorieansatzes geht über die Frage funktionaler Zusammenhänge sozialen Verhaltens in Sportsituationen hinaus. Es richtet sich inhaltlich am Gelingen und Nichtgelingen bzw. am geglückten Sozialverhalten und dessen ständiger individuell und gesellschaftlich erzeugter Gefährdung aus. Bevor man sich jedoch dem Kern dieses menschlichen Zustands zu nähern vermag, bedarf es unter anderem der Klärung dessen mikrosozialer Voraussetzungen. Der vorliegende Beitrag ist ein bescheidener Versuch auf der langen Reise dorthin, ausgeführt am Beispiel des Sports.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Bero Rigauer

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