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Lebensstil und Sport

Der Sport als ‘stilistische Möglichkeit’ in der Symbolisierung von Lebensführung
  • Joachim Winkler

Zusammenfassung

Da der Begriff des Lebensstils heute inflationär verwendet wird und der Begriff des Sports weithin diffus geblieben ist -trotz mannigfacher gegenteiliger Beteuerungen -, scheint die Frage legitim, was denn eigentlich das zu behandelnde Thema bietet. Es soll von vornherein versucht werden, zumindest darüber Klarheit zu schaffen, ohne vermeintliche Nominaldefinitionen zu liefern und ohne auf das „Wesen“ der Begriffe stoßen zu wollen. Ausgangspunkt für die Bearbeitung des Themas ist das von den Sportverbänden selbst annoncierte Selbstverständnis des Sports „als neuem Lebensstili“1. Das beanspruchte Etikett basiert auf der richtigen Annahme, daß „Sport“ auch ein Teil sozialen Handelns darstellt, sei es als Konsum, als Aktivität oder als Betreuung (von den Übungsleitern bis zur politischen Funktion der Ehrenamtlichen). Zweifelhaft ist die Etikettierung als eigenständiger Lebensstil, die Ausdruck der inflationären Diffusheit in der Verwendung des Begriffes zu sein scheint. In dieses Wirrwarr Licht zu bringen, ist die Aufgabe, die sich hier stellt. Als erste Orientierungspunkte seien folgende Grundannahmen formuliert: Lebensstile bzw. deren spezifische Unterschiede sind zu verstehen als „Vergesellschaftung von Verhaltensweisen im Alltagi“2; Sport bzw. sportliche Aktivitäten (ob überhaupt und welcher Provenienz) sind Teil von spezifischen Lebensstilen, sind eine — wohl wichtige, da genutzte — stilistische Möglichkeit von Lebensführung.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Joachim Winkler

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