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Ansatzpunkte für eine sozialverträgliche Gestaltung von Arbeit und Technik

  • Thomas Manz
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Part of the Sozialverträgliche Technikgestaltung, Materialien und Berichte book series (STMB)

Zusammenfassung

Eine stärkere und befriedigendere Berücksichtigung und Erfüllung von Sozialverträglichkeitskriterien bei der Gestaltung von Arbeit und Technik wird sich — so die keineswegs neue und sicherlich nicht überraschende Erkenntnis unserer Untersuchung — nicht aus bloßer Fortschreibung bisheriger Innovationspraxis ergeben. Dies gilt explizit auch für den klein- und mittelbetrieblichen Sektor, auf den sich manche Hoffnungen bzgl. sozialer Innovationen stützen. Im Folgenden soll nun ausgehend von den vorgestellten Befunden der empirischen Arbeiten und den Eindrücken aus dem Untersuchungsfeld versucht werden, realistische Ansatzpunkte und Perspektiven für eine Promotion von Sozialverträglichkeitszielen zu identifizieren. Insbesondere in Bezug auf zwei Bereiche sollen Überlegungen angestellt werden, wie die Voraussetzungen für eine sozialverträgliche Gestaltung von Arbeit und Technik insbesondere auch in Klein- und Mittelbetrieben zukünftig verbessert und bestehende Möglichkeiten besser genutzt werden können: In Kapitel C.1 werden Persperktiven für eine aktive Gestaltungspolitik der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretungspolitik erörtert; in Kapitel C.2 werden dann Möglichkeiten zur Diskussion gestellt, wie auf dem Wege einer regionalen Infrastrukturpolitik die Innovationsressourcen gerader kleiner und mittlerer Betriebe gezielt erweitert werden können.

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Literatur

  1. 1).
    Nach vorliegenden Schätzungen arbeit ca. die Hälfte der Beschäftigten in der Bundesrepublik in Betrieben ohne Betriebsrat (vgl. Weimer 1983, S. 380).Google Scholar
  2. 1).
    Als eine wichtige Voraussetzung für die neue Blüte der klein- und mittelbetrieblichen “Kultur” verweisen Piore und Sabel auch auf die Regionalisierung von Infrastrukturpolitik (vgl. Piore/Sabel 1985, S. 327 f.). Sorge spricht ebenfalls davon, daß erst die Eingliederung in “unterstützende externe Netze” Klein-und Mittelbetrieben die Ausübung ihrer für den Markterfolg so wichtigen organisatorischen Flexibilität erlaubt (vgl. Sorge 1987, S. 242).Google Scholar
  3. 2).
    Gerade bei den Eigentönern bzw. beim Management von Kleinbetrieben besteht häufig eine “latente Abwehrhaltung” gegenüber externer Unterstützung, da durch deren Hinzuziehung die eigene Geschäftsführung der Kritik ausgesetzt wird (vgl. Gibb 1987, S. 21 f.;Hilbert/ Sperling 1988, S. 221).Google Scholar
  4. 3).
    Problematisch erscheint so z. B. die von BNFT angestrebte Einrichtung von 13 “CIM-Transferstellen” (davon drei in Nordrhein-Westfalen) (vgl. Technologienachrichten 423/1988/5, S. 14). Zum Ausdruck kommt darin eine gewisse Technikzentriertheit, denn eigentlich sollte es doch nicht UT die Vermarktung von CIM-Konzepten gehen, sondern um die Entwicklung und Vermittlung von sozialverträglichen Konzepten für die Zukunft der Fabrik.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Thomas Manz

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