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Soziales Handeln und Interaktion

  • Erwin K. Scheuch
  • Thomas Kutsch
Chapter
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Part of the Studienskripten zur Soziologie book series (SSZS, volume 1)

Zusammenfassung

Unter den verschiedenen Ansätzen, eine allgemeine Soziologie von einem elementaren Phänomen oder einem grundlegenden Begriff her zu entwickeln — z.B. Gruppe oder Rolle -, haben in der theoretischen Literatur des 20. Jahrhunderts solche Ansätze ein besonderes Interesse gefunden, die eine elementare Einheit des Verhaltens zur Grundlage machten. Das war theoriegeschichtlich zunächst die Kategorie „soziale Beziehung“, dann die Konzeption des „sozialen Handelns“ und schließlich die irgendwo zwischen diesen beiden erwähnten Ansätzen anzusiedelnden Vorstellungen über „Interaktion“ als Einheit der Analyse. In zwei Fällen wurde eine systematische Theorie entwickelt: Aufbauend auf den essayistischen Anregungen GEORG SIMMELs konstruierte LEOPOLD von WIESE seine Beziehungslehre (System der allgemeinen Soziologie, 2.Aufl.,München 1933); und ausgehend von Theoriefragmenten MAX WEBERs entwickelte TALCOTT PARSONS einen wesentlichen Teil seines Werkes, die allgemeine Theorie des Handelns (T.PARSONS und E.A.SHILS: Toward a General Theory of Action, Cambridge 1954). Eine solch eindeutige Systematisierung haben die verschiedenen Interaktionstheorien noch nicht gefunden, trotz einiger zum Zeitpunkt ihres Erscheinens sehr beachteter Bücher von PETER M.BLAU (Exchange and Power in Social Life, 1964) und von GEORGE C.HOMANS (Social Behavior, New York 1961; bzw. Elementarformen sozialen Verhaltens, N.Y.1968).

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Literatur

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Copyright information

© B. G. Teubner, Stuttgart 1975

Authors and Affiliations

  • Erwin K. Scheuch
    • 1
  • Thomas Kutsch
    • 1
  1. 1.Universität zu KölnKölnDeutschland

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