Advertisement

Rollenverständnis, Motivationen und Tätigkeitsschwerpunkte

  • Dietrich Herzog
  • Hilke Rebenstorf
  • Camilla Werner
  • Bernhard Weßels

Zusammenfassung

“Die mit dem öffentlichen Amt des Abgeordneten verbundene Verantwortung, die ihm anvertraute Aufgabe ist nicht näher normiert. Das heißt, der Abgeordnete selbst und allein bestimmt die Art und Weise, in der er seine Tätigkeit als Abgeordneter wahrnimmt.”1 Um so wichtiger ist die Frage, wie die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ihre Aufgaben tatsächlich selbst definieren. Denn der durch Verfassungsrecht und -tradition abgesteckte allgemeine Rahmen für die Befugnisse und Pflichten des Parlaments als Institution wird erst durch das praktische Handeln der Abgeordneten konkret ausgestaltet. Deshalb sind die Handlungsmaximen und Verhaltensweisen der Parlamentarier von wesentlicher Bedeutung für die Funktionsfähigkeit und Legitimität des parlamentarisch-repräsentativen Regierungssystems.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Willi Geiger, Der Abgeordnete und sein Beruf, in: Politik als Beruf? Zur Sache 1/79, hrsg. vom Deutschen Bundestag 1979, S.109 f.Google Scholar
  2. 2.
    Dietrich Herzog, Was heißt und zu weichem Ende studiert man Repräsentation?, in: Dietrich Herzog/Bernhard Weßels (Hrsg.), Konfliktpotentiale und Konsensstrategien, Opladen: Westdeutscher Verlag 1989, S. 307–335;Google Scholar
  3. 2a.
    Werner J. Patzelt, Wahlkreisstil und Abgeordnetenrollen. Grundzüge eines Forschungsprogramms, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 20 (1989), S.114–150.Google Scholar
  4. 3.
    Siehe u.a. J.D. Wahlke/H. Eulau/W. Buchanan/L.C. Ferguson, The Legislative System, New York: John Wiley 1962;Google Scholar
  5. 3a.
    D.R. Matthews, U.S. Senators and Their World, Chapel Hill: Univ. of North Carolina Press 1960;Google Scholar
  6. 3b.
    H. Eulau/J.D. Wahlke (Hrsg.), The Politics of Representation, London: Sage 1978.Google Scholar
  7. 4.
    Verständlicherweise konnten in der Bevölkerungsumfrage nicht dieselben Frageformulierungen wie in dem Abgeordnetensurvey verwendet werden. Doch wurde eine möglichst weitgehende Vergleichbarkeit angestrebt. Die Interview-Frage lautete: “Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Aufgabe eines Bundestagsabgeordneten. Uns interessiert, welche der folgenden Beschreibungen auf dieser Liste Ihren Erwartungen an die Abgeordneten in Bonn am meisten entspricht: (1) Bundestagsabgeordnete sollten sich in erster Linie als Vertreter Ihrer Wähler und Wählerinnen sehen; (2) Bundestagsabgeordnete sollten sich in erster Linie als Repräsentanten ihrer Parteien sehen; (3) Bundestagsabgeordnete sollten niemandem besonders verpflichtet sein, sondern in erster Linie nach ihrem persönlichen Ermessen handeln; (4) Bundestagsabgeordnete sollten sich in erster Linie für die Belange bestimmter gesellschaftlicher Gruppen einsetzen.Google Scholar
  8. 5.
    Heinrich Oberreuter, Abgeordnete, in: Kurt Sontheimer/Hans H. Röhring (Hrsg.), Handbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland, München: Piper 1977, S.21–28.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Dietrich Herzog
  • Hilke Rebenstorf
  • Camilla Werner
  • Bernhard Weßels

There are no affiliations available

Personalised recommendations