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Methodische Anlage, technische Durchführung und Repräsentativität der Untersuchung

  • Dietrich Herzog
  • Hilke Rebenstorf
  • Camilla Werner
  • Bernhard Weßels

Zusammenfassung

Die Daten der hier vorgelegten Untersuchung stammen im wesentlichen aus zwei Quellen: Aus einer Befragung der Abgeordneten des 11. Deutschen Bundestages und aus einer repräsentativen Befragung der wahlberechtigten Bevölkerung der Bundesrepublik einschließlich Berlin (West). Für einige zentrale Aspekte der Analyse wurden die Interviewfragen derart formuliert, daß die Ergebnisse beider Befragungen unmittelbar miteinander verglichen werden können1.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Derart angelegte Untersuchungen sind in mehreren europäischen Ländern (Schweden, Niederlande, Frankreich) bereits durchgeführt worden. Für die Bundesrepublik sind sie noch äußerst selten. Als Beispiel kann hier auf die Studie der amerikanischen Sozialwissenschaftlerin Barbara Farah hingewiesen werden. Von ihr wurden die Ergebnisse einer Nachwahlbefragung von 1969 mit denen einer 1970/71 durchgefürten Abgeordnetenbefragung vergleichend analysiert. Auf der Grundlage eines von Warren Miller und Donald Stokes entwickelten Repräsentationsmodells wurden die politischen Einstellungen der Bundestagsabgeordneten mit denen der Bevölkerung in ihren jeweiligen Wahlkreisen verglichen. Siehe Barbara G. Farah, Policy and Issue Congruence between Representatives and their Constituents: The Case of West Germany, (Konferenzpapier) International Society of Political Psychology Meeting, 24.–28. Juni 1981, Mannheim.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Rudolf Wildenmann u.a., Führungsschicht in der Bundesrepublik Deutschland 1981, Universität Mannheim 1982. Ähnliche Indikatoren wurden auch in einem von Hans-Dieter Klingemann und Dietrich Herzog geleiteten Forschungsprojekt mit dem Thema “Krisenfaktoren im sozio-politischen System West-Berlins 1981” verwendet. Die Ergebnisse sind in mehreren Veröffentlichungen der Reihe “Informationen aus Lehre und Forschung” der Freien Universität Berlin 1985 publiziert worden.Google Scholar
  3. 3.
    Die Fragen über “gesellschaftliche Zielvorstellungen” entstammen der Berliner Studie “Krisenfaktoren” (s. Anm. 2), diejenige zur ideologischen Selbsteinschätzung und zur “Materialismus-Postmaterialismus-Dimension” wurden von Ronald Inglehart (The Silent Revolution. Changing Values and Political Styles Among Western Publics, Princeton: Princeton Univ. Press 1977) entwickelt.Google Scholar
  4. 3a.
    Das Konzept der “Rechts-Links-Skala” wurde von Hans-Dieter Klingemann und Franz Urban Pappi (Politischer Radikalismus, München: Oldenbourg 1972) in die deutsche Politikwissenschaft eingeführt.Google Scholar
  5. 4.
    Dieser Index ist leicht verständlich. Dazu ein kurzes Beispiel: Nehmen wir an, wir haben eine Gesamtheit mit jeweils 50 Prozent weissen und schwarzen Kugeln, Wir ziehen per Zufall hieraus die Hälfte der Kugeln, und alle gezogenen Kugeln sind schwarz. Wir haben im Original eine Verteilung von 50 Prozent weiß zu 50 Prozent schwarz, in der Stichprobe von 0 Prozent weiß und 100 Prozent schwarz. Die prozentuale Abweichung bei weiß beträgt 50 Prozent, ebenso bei schwarz, zusammen also 100 Prozent. Diese Zahl ist durch zwei zu teilen, da zwei Gruppen miteinander verglichen wurden. Der “Duncan-Index” ist in diesem Fall also 50 Prozent. Bei einer Verteilung von 1 Prozent weiß zu 99 Prozent schwarz in der Gesamtheit und einer Stichprobe von 100 Prozent weiß und 0 Prozent schwarz wäre der Index 198: 2 = 99.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Dietrich Herzog
  • Hilke Rebenstorf
  • Camilla Werner
  • Bernhard Weßels

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