Advertisement

Zwölf Lebensstile — eine explorative Studie an 100 Erwachsenen

  • Hartmut Lüdtke
Chapter
  • 75 Downloads

Zusammenfassung

Eine eigene Studie des Verfassers diente der ersten exemplarischen Umsetzung seines theoretischen Konzepts, die dem Komplexitätsanspruch des zuvor entwickelten Schemas der Rekonstruktion von Lebensstilen einigermaßen gerecht werden sollte. Befragt wurden zwischen April 1986 und März 1987 98 Personen in mittleren Lebensjahren anhand eines standardisierten Fragebogens. Interviewer waren Studierende und, bei einem Dutzend der Interviews, der Verfasser und andere Wissenschaftler. Die Interviews nahmen zwischen 47 und 255 Min., mit einem Durchschnitt von 106 Min., in Anspruch1.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 2.
    Bei der Entscheidung für die „angemessenste“ Clusterlösung stand ich vor folgender Alternative:Google Scholar
  2. a) eine hierarchische Clusteranalyse nach dem Ward-Verfahren, durchgeführt mittels der entsprechenden Prozedur im Programmpaket SPSS/PC+, mit 15 Clustern;Google Scholar
  3. b) eine iterative Maximum-Likelihood-Clusteranalyse nach dem von Hans Bardeleben an der Universität Gießen entwickelten Programm CONCLUS mit 12 Clustern.Google Scholar
  4. Für die Entscheidung zugunsten der letzteren schienen vor allem folgende Kriterien zu sprechen: flexiblerer Lösungsalgorithmus, daher vermutlich optimalere Lösung, weniger extreme Abweichungen der Fallzahl zwischen den Clustern.Google Scholar
  5. Ein Kreuztabellenvergleich beider Lösungen ergab eine mäßige Übereinstimmung: Cramers V =.59, symmetrischer Unsicherheitskoeffizient =.52. 49% der Fälle ließen sich parallelen, aber unterschiedlich besetzten Clustern zuordnen.Google Scholar
  6. 3.
    Dieses Verfahren hat mehrere Vorbilder, insbesondere: Elisabeth Pfeil u.a., 1968: Die 23jährigen. Tübingen, 82ff.Google Scholar
  7. 4.
    Unter den verschiedenen Relationen zwischen den drei „ökonomischen“ Faktoren einerseits und dem Faktor 2 dieser Analyse andererseits (vgl. Tab. 5.3), die geprüft wurden, erwies sich diese Differenz als die diskriminanzkräftigste. Ich beschränke mich daher auf sie.Google Scholar
  8. 5.
    Die beiden Inkonsistenzmaße sind nicht unabhängig von bestimmten kategorialen Eigenschaften der Befragten. So steigt die Statusinkonsistenz (zugunsten der Haushaltsökonomie und zu Lasten von Bildung und Status) mit dem Alter (r =.42) und zugleich mit der Haushaltsgröße (r =.43), da diese beiden Variablen bekanntlich korreliert sind. Die Haushalte älterer Personen sind ökonomisch saturierter (und haben mehr Personen: Partner, Kinder) als die jüngeren, während das Niveau des Sozialprestiges (Bildung und Status) weitgehend konstant bleibt. Mit steigender Haushaltsgröße erhöht sich auch die Roileninkonsistenz zugunsten der privaten und zu Lasten der öffentlichen Sphäre (r = -.37): die familialen Verpflichtungen und Interessen steigen mit der Haushaltsgröße, während die Kapazitäten zur Wahrnehmung öffentlicher Rollen konstant bleiben oder reduziert werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Effekt enthalten, der von Familiengründung und Mutterschaft auf die Einstellung der weiblichen Berufstätigkeit ausgehen kann, da per definitionem Berufstätigkeit hier ein Kriterium öffentlicher Rollen ist.Google Scholar
  9. 6.
    Diese Lösung entspricht weitgehend der im Skalenhandbuch vorgestellten 3-Faktoren-Lösung, die auf den Daten der repräsentativen ALLBUS-Umfrage des ZUMA von 1983 basiert. Eine deutliche Abweichung liegt hinsichtlich des zweiten Faktors vor, der laut ALLBUS nur durch das Item „Aufstiegsmöglichkeiten“ definiert ist (Ladung =.87). Daher läßt sich spekulieren: Wenn sich die allgemeine Einkommensorientierung der Bevölkerung in den letzten Jahren nicht verschoben hat (was wir nicht wissen), dann ist in unserer Stichprobe in spezifischer Weise die Einkommensorientierung eng mit der Aufstiegsorientierung verbunden, und hier liegt ein Auswahleffekt vor.Google Scholar
  10. 7.
    Eine parallele orthogonale Lösung, die sich auf die beiden ersten Faktoren beschränkte, erwies eine bemerkenswert hohe Übereinstimmung mit den Ergebnissen von zwei obliquen Faktorenanalysen (ALLBUS 1980 und 1982), die im Skalenhandbuch berichtet werden. Hinsichtlich der Struktur der Erziehungsziele scheint daher unsere Stichprobe gut vergleichbar mit repräsentativen Bevölkerungsquerschnitten.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Hartmut Lüdtke

There are no affiliations available

Personalised recommendations