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Einleitung

  • Hartmut Lüdtke
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Zusammenfassung

Die theoretische Diskussion über soziale Ungleichheit befindet sich im Aufbruch. Dieser hat inzwischen Bereiche erfaßt, die über die traditionellen Grenzen der Klassen- und Schichtungstheorie weit hinausgehen, und er läßt viele der bisher gebrauchten Kriterien der Abgrenzung sozialer Kategorien zunehmend als obsolet oder ergänzungsbedürftig erscheinen. In diesem Buch wird daher folgende These entwickelt und zu begründen versucht: Lebensstile sind eine vernachlässigte Kategorie der Analyse von Sozialstruktur. Der Begriff und die darauf bezogene Theorie vermögen spezifische, doch durchaus relativ komplexe Phänomene sozialer Ungleichheit besser zu erhellen als Konzepte entlang der Status-Dimension oder unter horizontalen Aspekten wie Subkultur, Rollensatz, Situs o.a. Zugleich ist der Lebensstilbegriff treffsicherer bei der Diagnose von neuen Phänomenen im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Transformation des Systems sozialer Ungleichheit in Wohlstandsgesellschaften. Er löst indes die traditionellen Konzepte nicht einfach ab, sondern steht eher quer und komplementär zu jenen, wobei verschiedene Überschneidungsbereiche deutlich werden. Zur Rechtfertigung dieser These seien zunächst einige Markierungspunkte der jüngeren Debatte aufgezeigt.

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Literatur

  1. Die Schilderung des Falls A ist nachempfunden dem Cluster „Freizeit der leitenden Angestellten und der beruflich Selbständigen“, einer Gruppe aus einer Typologie von 10 Gruppen aufgrund der Daten einer Befragung in Lüneburg (Giegler 1982: 483ff.).Google Scholar
  2. Die Schilderung von Fall B stammt aus: Pawelka (1986: 73f.).Google Scholar
  3. Fall C (leicht gekürzt) ist entnommen aus: Hammann & Klein (1984: 56ff.).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Hartmut Lüdtke

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