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Demokratie und Außenpolitik: Der Fall Brasilien

  • Mónica Hirst
Chapter

Zusammenfassung

Aus historischer Perspektive betrachtet kann in Brasilien keine positive Korrelation zwischen einer Neudefinierung der internationalen Politik des Landes und dem Wandel seines politischen Systems festgestellt werden. An anderer Stelle konnte bereits darauf hingewiesen werden, daß im gesamten Verlauf der jüngeren Geschichte Brasiliens diese beiden Phänomene auf geradezu systematische Weise unabhängig voneinander waren1. Dabei vollzogen sich seit den dreißiger Jahren bedeutende Änderungen der außenpolitischen Ausrichtung Brasiliens, ausgelöst durch politische und wirtschaftliche Interessen sowohl internen als auch externen Ursprungs.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Hirst, M. 1989. In dieser bei der XI. Jahresversammlung der Mitglieder der RIAL in Madrid vorgestellten Arbeit kamen wir zum Ergebnis, daß im Verlauf der fünf politischen Phasen zwischen 1930–1989 lediglich während einer (1964) eine Übereinstimmung zwischen Regimewechsel und außenpolitischer Orientierung herrschte.Google Scholar
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  4. 4.
    Ab 1974 standen die richtungsweisenden Orientierungen des Itamaraty unter folgenden während der verschiedenen Präsidentenphasen formulierten Prämissen: “Responsabler Pragmatismus” (Azeredo da Silva, 1974–1979); “Universalistische Diplomatie” (Saraiva Guerreiro, 1979–1985); “Diplomatie für Resultate” (Olavo Setubal, 1985–1986); “Pragmatismus für Resultate” (Abreu Sodré, 1986–1990).Google Scholar
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    Besonders heftig war dieser bilaterale Konflikt in der Frage des brasilianischen Protektionismus im Informatikbereich, der dem Aufbau einer eigenen Computerproduktion dienen sollte.Google Scholar
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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1991

Authors and Affiliations

  • Mónica Hirst

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