Advertisement

Demokratisierung und Modernisierung der Außenpolitik in Argentinien, Brasilien und Uruguay — Ein Forschungsrahmen

  • Alberto van Klaveren

Zusammenfassung

Schwer kontrollierbare externe Faktoren sowie politischer und sozialer Wandel im Innern der Nationen führten zu tiefgreifenden Veränderungen in den internationalen Beziehungen Lateinamerikas und bedeuten neue Herausforderungen für die Außenpolitik der lateinamerikanischen Länder. Im Rahmen außenpolitischer Untersuchungen wie auch beim praktischen Vorgehen selbst stellt das Thema der externen und internen Anpassungsfähigkeit der einzelnen Länder an die stark veränderten Bedingungen zweifellos einen zentralen Punkt dar. Darüberhinaus sind derartige Überlegungen mit einer Reihe von wichtigen Fragen der jeweiligen wirtschaftlichen und innenpolitischen Entwicklung verknüpft.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Über das Thema der Transition und Konsolidierung der Demokratie existiert bereits ein breites Angebot an Literatur. Eine Synthese dieses Themas bietet Nohlen (1989); weiterhin zum Thema vgl. Baloyra (1987); Nohlen/Solari (1988); O’Donnell/Schmitter/Whitehead (1986).Google Scholar
  2. 2.
    Zum Konzept der Institutionen und ihrer Implikationen für die “public policies”, einschließlich der Außenpolitik vgl. Fernández (1989).Google Scholar
  3. 3.
    Die traditionellen und bisweilen überholten Merkmale einiger europäischer Außenministerien werden im Sammelband von Wallace/ Paterson (1976) thematisiert.Google Scholar
  4. 4.
    Dies ist der Fall im wichtigen Regionalprojekt RLA/86/002 zur Unterstützung lateinamerikanischer Außenministerien, innerhalb des Programms für Entwicklung der Vereinten Nationen (UNDP), das durch die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik (CEPAL) unter der Leitung von Luciano Tomassini ausgeführt wird.Google Scholar
  5. 5.
    Diese Vorbehalte wurden recht deutlich bei einem Seminar über “Analyse und Formulierung der Außenpolitik” organisiert durch das Instituto Rio Branco, das Institut für Forsschung in Internationalen Beziehungen und das UNDP/ CEPAL-Programm zur Unterstützung lateinamerikanischer Außenministerien, das vom 29. November bis 2. Dezember 1989 unter Teilnahme des Autors in Brasilia stattfand.Google Scholar
  6. 6.
    Entgegen den Erwartungen ist dies weiterhin ein akutes Problem europäischer Demokratien. In den Niederlanden beispielsweise wird die Diplomatie nach wie vor als Aufgabe höherer sozialer Schichten betrachtet, wenngleich sich auf der Ebene der außenpolitischen Inhalte sowie der Gesellschaftsstruktur des Landes ein bedeutsamer Wandel vollzog (Deboutte/van Staden in: Wallace/ Paterson, 1976:56–82).Google Scholar
  7. 7.
    Dieses Problem wurde auch in Außenministerien von Landern mit besserer Austattung an Mitteln ersichtlich.Google Scholar
  8. 8.
    Die Unvorhersehbarkeit von verschiedenen äußerst relevanten internationalen Geschehnissen wurde erneut deutlich angesichts der Prozesse in Osteuropa im Jahr 1989, die europäische und nordamerikanische Außenministerien wie auch Experten überraschte.Google Scholar
  9. 9.
    Das Konzept des Nationalen Interesses war bekanntlich ein ständiges Diskussionsthema in der Fachliteratur. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein breiteres Konzept zugrundegelegt, im Sinne einer Identifizierung mit jenen außenpolitischen Zielsetzungen, hinsichtlich derer ein breiter Konsens zwischen den wichtigsten außenpolitischen Akteuren herrscht (Rosenau, 1980: 283–293).Google Scholar
  10. 10.
    Beitrag des brasilianischen Diplomaten und Direktors des IPRI (Instituto de Pesquisas em Relaçôes Inter nacionais), Gelson Fonseca Jr., beim Seminar “Analyse und Formulierung der Außenpolitik”, siehe Anm.5.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1991

Authors and Affiliations

  • Alberto van Klaveren

There are no affiliations available

Personalised recommendations