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Individualisierung und Institutionalisierung: Handlungsstrategien der Akteure, gatekeeper und soziale Strukturen

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Zusammenfassung

Wir hatten es schon erwähnt: Es gibt gute Gründe, ein und dieselben Befunde unterschiedlichen Lesarten und Interpretationen zuzuschlagen. Und es gibt sicher noch bessere Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Befunden die jeweils andere Interpretationsfolie zu widerlegen. Die Ergebnisse unseres Samples der Schulabschlußkohorte 1979 bieten beide Möglichkeiten. Zu diesem Zweck öffnen wir hier in exemplarischer Absicht die bisherige Methodenebene, indem wir die Verstrickung der ganz persönlichen Bildungswege mit dem Dilemma zwischen Bildungsoptionen und Arbeitsmarktrestriktionen aus der Perspektive des Gesamtsamples kurz skizzieren. Mit diesem Paradigmenwechsel verlieren wir an aktorspezifischer Tiefe, gewinnen wir Informationen über die institutionelle bzw. strukturelle Rahmung“ der Akteure. Beide Perspektiven zusammen bilden ein Scharnier. Die folgenden Anmerkungen zu den „Kindern“ der Bildungsexpansion und „Stiefkindern“ des Arbeitsmarktes beziehen sich auf kohor-ten-, herkunfts- und geschlechtsspezifische Befunde des quantitativen Segments unserer Längsschnittuntersuchung.

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Literatur

  1. 7.
    Die erweiterten Schulabschlüsse wurden einerseits im Rahmen berufliche bzw. berufsorientierende Bildungsprozesse (implizit) oder andererseits im Rahmen allgemeinbildende Bildungsprozesse (explizit) erworben; zusätzlich im Rahmen des Studiums an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg (2. Bildungsweg).Google Scholar
  2. 8.
    Wegen geringer Fallzahlen des Teilsamples, dessen Väter keinen Schulabschluß erworben hat, werden diese Befunde nicht diskutiert. Außerdem ist anzumerken, daß die Vergleichsanalysen zwischen den Sample-Angehörigen und deren Müttern, wie auch die geschlechtsspezifischen Berechnungen, regelmäßig ähnliche Niveausteigerungen erbrachten.Google Scholar
  3. 9.
    1990 lag die Erwerbsquote lediger Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahren in der Bundesrepublik bei 90%, die verheirateter Frauen gleichen Alters bei 60% (Statistisches Bundesamt 1992, S. 109).Google Scholar
  4. 10.
    Mit der Einführung des Erziehungsurlaubsgesetzes 1986 war es möglich, nach der Geburt eines Kindes die Berufstätigkeit bei Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses ein Jahr zu unterbrechen. Im Jahr 1989 wurde der Erziehungsurlaub auf 18 Monate verlängert und seit dem 1.7.1990 einkommensabhängig Erziehungsgeld für den gesamten Zeitraum gezahlt. Seit Anfang 1992 gibt es den auf drei Jahre ausgedehnten Erziehungsurlaub mit Wiedereinstellungsgarantie (IAB 1992a; IAB 1992b).Google Scholar
  5. 11.
    Wir beziehen uns auf verschiedene Regionalanalysen zum Weiterbildungsangebot: zum einen auf eine regional vergleichende Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), auf die Weiterbildungsumfrage 89 in Hessen sowie auf Daten der Weiterbildungsregion Hamburg (sowohl aus der Perspektive des Hamburger Amtes für Berufs- und Weiterbildung in der Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung als auch aus der Perspektive eigener Untersuchungen, die wir an der Forschungsstelle der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg durchgeführt haben); zum anderen lassen wir einen kompetenten Kollegen von der Humboldt-Universität zu Berlin über die Bedingungen in den neuen Bundesländern zu Wort kommen.Google Scholar

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© Leske + Budrich, Opladen 1996

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