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Arbeitslose Mädchen in der Weimarer Republik — Zur Geschichte weiblicher Jugend

  • Sabine Reh
Chapter
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Part of the Studien zur Jugendforschung book series (SZJUG, volume 10)

Zusammenfassung

Diese Verse aus dem „Lied der Jugend“ (Lammel 1980, S. 126) formulieren Anfang des 20. Jahrhunderts einen der wirksamsten Topoi der Lebenslauf- und Jugendforschung. Noch heute — und unbeschadet der Warnung vor schnellen und einfachen Verallgemeinerungen (Mitterauer 1986, S. 10–43) — begegnet man der Auffassung, Arbeiter, allemal jedoch Arbeiterinnen hätten niemals eine Jugend erlebt (Bilden / Diezinger 1988, S. 138). Wurde inzwischen herausgestellt, daß von einem jugendlosen Leben der Arbeiter spätestens seit der Weimarer Republik nicht mehr einfach die Rede sein kann (Peukert 1986, 1987), so ist doch eine Geschichte weiblicher Jugend, in der auch die proletarischer junger Mädchen ihren Platz finden würde, bisher nicht geschrieben (Krüger 1988, S. 212).

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Anmerkungen

  1. 1.
    Deutsches Archiv für Jugendwohlfahrt 1924, S. 2.Google Scholar
  2. 4.
    Lebensläufe von Mädchen, die 1934 Umschulungskurse in Staatlichen Wohlfahrtsanstalten absolvieren; Rechtschreibungs-und Zeichensetzungsfehler wurden weitgehend verbessert; StA Hbg Sozialbehörde I 351–10 I AW 92. 10 Bd. II.Google Scholar
  3. 5.
    Es handelt sich um durchschnittliche Werte; zu vermuten ist, daß Mädchen aus Arbeiterkreisen etwas früher heirateten; Statistisches Jahrbuch für die Freie und Hansestadt Hamburg 1928 /29, S. 25.Google Scholar
  4. 6.
    Statistik des Hamburgischen Staates, S. 17.Google Scholar
  5. 7.
    Statistisches Jahrbuch für die Freie und Hansestadt Hamburg 1925, S. 328.Google Scholar
  6. 8.
    Statistik des Hamburgischen Staates, S. 54.Google Scholar
  7. 9.
    Bericht über eine Präsidialsitzung zu weiteren Fürsorgemaßnahmen für schulentlassene, beschäftigungslose Jugendliche am 4. Mai 1927; StA Hbg Berufsschulbehörde II 361–8 II F V bl /2.Google Scholar
  8. 10.
    Fortbildungsschulen hießen die Vorläufer der Berufsschulen noch zu Beginn der Weimarer Republik in Hamburg.Google Scholar
  9. 11.
    wurden eine Reihe von Lehrerinnen der Staatlichen Allgemeinen Gewerbeschulen für das weibliche Geschlecht freigestellt für schulpflegerische bzw. -fürsorgerische Tätigkeit, da im Winterhalbjahr 1920/21 eine Fehlquote von 27% beobachtet worden war. Die Schulpflegerinnen nahmen im Hause und bei der Arbeit der Mädchen sozusagen Ermittlungstätigkeiten auf, um die Gründe des Fehlens der Schülerinnen erkennen und bekämpfen zu können; Koeberer 1927, S. 62/63.Google Scholar
  10. 13.
    Statistisches Jahrbuch für die Freie und Hansestadt Hamburg 1926, S. 333–338.Google Scholar
  11. 14.
    Vgl. dazu vor allem die bei Franzen-Hellersberg im Anhang abgedruckten Aufsätze von Berufschülerinnen, Franzen-Hellersberg 1932, S. 100–140.Google Scholar
  12. 15.
    StA Hbg Arbeitsbehörde I 356–2 I 16.Google Scholar
  13. 16.
    Hamburgische Kriegshilfe 1914, S. 23.Google Scholar
  14. 17.
    Hamburgische Kriegshilfe 1914, S. 23.Google Scholar
  15. 18.
    Vgl. die Sitzungsprotokolle der Kommission für die Allgemeine Fortbildungschule für Mädchen von 1919–1922; StA Hbg Berufsschulbehörde I 361–8 I B 639 und StA Hbg Berufsschulbehörde II 361–8 II F XI b2.Google Scholar
  16. 19.
    Reichsamt für wirtschaftliche Demobilmachung 1919, S. 160/161.Google Scholar
  17. 20.
    Vgl. Schreiben von Matthaei an den Senatssyndikus Dr. Buehl vom 30. Mai 1919 und vom 10. Juni 1919; StA Hbg Senat 111–1 Cl XI Gen. No 2 Vol 61 Fasc. 41.Google Scholar
  18. 21.
    Vgl. Tätigkeitsbericht der Jugendabteilung des Hamburger Arbeitsamtes 1921 /22, S. 40; StA Hbg Jugendbehörde I 345–5 I 325.Google Scholar
  19. 22.
    Deutsches Archiv fair Jugendwohlfahrt 1924, S. 7/B.Google Scholar
  20. 23.
    Reichsgesetzblatt 1923, S. 947.Google Scholar
  21. 24.
    Deutsches Archiv für Jugendwohlfahrt 1924, S. 9.Google Scholar
  22. 25.
    Vgl. den entsprechenden Beschluß im Protokoll der Berufsschulbehörde vom 6. März 1924; StA Hbg Berufsschulbehörde II 361–8 II F XI b3.Google Scholar
  23. 27.
    In einem Bericht von Link, dem Präsidenten des Landesarbeitsamtes Nordmark, vom 9.8. 1932; StA Hbg Sozialbehörde I 351–10 I AW 49. 10 Bd. III.Google Scholar
  24. 28.
    Deutsches Archiv für Jugendwohlfahrt und Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit 1932.Google Scholar
  25. 29.
    Vgl. Aufstellung über Maßnahmen im FAD; StA Hbg Arbeitsbehörde 1356–2195.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Sabine Reh

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