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Interaktionsforschung und Geschlechtersozialisation — Zur Kritik schulischer Interaktionsstudien

  • Michaela Tzankoff
Chapter
Part of the Studien zur Jugendforschung book series (SZJUG, volume 10)

Zusammenfassung

In der Jugendphase gewinnt das Geschlecht als ein zentrales Organisationsprinzip bei der Identitätsbildung eine besondere Bedeutung. Zwar gibt es auch bei kleinen Kindern schon geschlechtsspezifisch unterschiedliches Verhalten und Empfinden als Repräsentanz einer geschlechtsspezifisch strukturierten Umwelt (vgl. Scheu 1977), doch das biologische Geschlecht und die daran geknüpften Erwartungen und Verhaltensweisen werden erst in der Jugendphase eine Art „Einfallstor“ zur Erwachsenenwelt: Das biologische Geschlecht wird in der Pubertät auch zum sexuellen Geschlecht, das der Grundpfeiler einer im kulturellen System der Zweigeschlechtlichkeit (vgl. HagemannWhite 1984) sich formierenden Identität ist. Für Jugendliche verstärkt sich der Druck in Richtung auf geschlechtsrollenadäquates Verhalten, das an Männlickeits- bzw. Weiblichkeitsstereotypen orientiert ist. Gerade die peers üben hier einen harten Anpassungsdruck aus, der sich auf Kleidung, Umgangsformen, Bewegungen und dating-Verhalten bezieht (vgl. Bilden 1980, S. 803).

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Michaela Tzankoff

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