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Systemtheoretische Orientierungsmarken für die Soziologie der Emotionen

  • Heinz-Günter Vester
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Zusammenfassung

Von den Versuchen, Emotionen zu definieren und zu klassifizieren, führt ein logischer Weg zur Konstruktion von Emotionssystemen. Komplexe Klassifikationssysteme von Emotionen, die faktorenanalytisch ermittelte, mehrdimensionale Bezugsrahmen darstellen, weisen auf die Existenz systemhafter Beziehungen zwischen einzelnen Emotionsgruppen oder emotionalen Prototypen hin (Russel, 1979, 1980; Russel & Mehrabian, 1977; Russel & Ridgeway, 1983). Daß Emotionen als Verhaltenssysteme aufzufassen sind, die in Lernprozessen und Transaktionen mit signifikanten Anderen formiert werden, darauf hat bereits Shibutani (1961: 548) hingewiesen, ohne allerdings aus diesem Grundsatz eine Systemtheorie der Emotionen zu entwickeln. Die innere Struktur des Emotionssystems ist zumindest durch die Beziehungen zwischen den vier als primär identifizierten Emotionen grob bestimmt Aus den Wechselbeziehungen zwischen Wut und Angst, Trauer und Freude ergeben sich fluktuierende Konfigurationen, die sich sowohl aufgrund einer inneren Dynamik organisieren, als auch durch externe Variablen bestimmt sind.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1991

Authors and Affiliations

  • Heinz-Günter Vester

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