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Kontingenz als Eigenwert der modernen Gesellschaft

  • Niklas Luhmann
Chapter

Zusammenfassung

Unter den häufigsten Beschreibungen der modernen Gesellschaft findet man immer wieder den Hinweis auf ein ungewöhnliches Maß an Kontingenz. Er bezieht sich auf Gesellschaftsstrukturen, zum Beispiel auf das positive Recht, die jeweils im Amt befindliche Regierung, das in der Wirtschaft investierte Kapital, aber mindestens seit Boutroux1 auch auf die Naturgesetze, auf die alle Technologien sich doch müssen verlassen können, ja sogar auf Zeichengebrauch schlechthin.2 Der neuzeitliche Kulturbegriff impliziert sowohl Reflexivität im Sinne von Selbstanalyse als auch das Wissen, daß es andere Kulturen gibt, also Kontingenz der Zugehörigkeit bestimmter Items zu bestimmten Kulturen. Was immer geschieht, ist Einsatz im Kontext von Kontingenz, und die Vergangenheit, wenn auch selbst nicht mehr kontingent, wird durch die Geschichtsphilosophie seit dem 18. Jahrhundert und die Evolutionstheorie seit dem 19. Jahrhundert so rekonstruiert, daß man sieht: auch sie war kontingent gewesen.

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Literatur

  1. 1.
    Siehe Emile Boutroux, De la contingence des lois de nature (1874), zit. nach der 8. Auflage Paris 1915.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe, obwohl ohne Hervorhebung des Begriffs der Kontingenz, Josef Simon, Philosophie des Zeichens, Berlin 1989.Google Scholar
  3. 3.
    Ich zitiere Elisabeth Mensch, The History of Mainstream Legal Thought, in: David Kairys (Hrsg.), The Politics of Law: A Progressive Critique, New York 1982, S. 18–39 (18).Google Scholar
  4. 4.
    Siehe das „General Statement“ in: Talcott Parsons/Edward A. Shits (Hrsg.), Towards a General Theory of Action, Cambridge Mass. 1951, S. 14 ff. Vgl. auch James Olds, The Growth and Structure of Motives: Psychological Studies in the Theory of Action, Glencoe Ill. 1956, insb. S. 198 ff. Zu Parsons’ Kontingenzbegriff auch Niklas Luhmann, Generalized Media and the Problem of Contingency, in: Jan J. Loubser et al. (Hrsg.), Explorations in General Theory in Social Science: Essays in Honor of Talcott Parsons, New York 1976, Bd. 2, S. 507–532.Google Scholar
  5. 5.
    Siehe die Texte in Siegfried J. Schmidt (Hrsg.), Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus, Frankfurt 1987.Google Scholar
  6. 6.
    Diese Bestimmungen werden Aristoteles zugeschrieben, was immer von der Authentizität der maßgeblichen Textteile zu halten ist. Siehe zu den verschiedenen Bedeutungen von „endechómenon“ A.P. Brogan, Aristotle’s Logic of Statements about Contingency, Mind 76 (1967), S. 49–61.Google Scholar
  7. 7.
    Wir unterstellen hier der Vereinfachung halber, daß Notwendigkeit und Unmöglichkeit eindeutige Begriffe sind — wohl wissend, daß man im Duktus der kantischen Fragetechnik diese Eindeutigkeit auflösen und nach den Bedingungen der Notwendigkeit bzw. Unmöglichkeit fragen, also die modaltheoretischen Begriffe selbst kontingentsetzen könnte.Google Scholar
  8. 8.
    Als einen solchen Versuch siehe Aristoteles, Peri hermeneias 12 und 13. Dann wird aber die Negation von kontingent als nichtkontingent mehrdeutig, weil dies nicht nur notwendig, sondern auch unmöglich bedeuten kann.Google Scholar
  9. 9.
    Siehe Idee und Grundriß einer nicht-Aristotelischen Logik, Hamburg 1959; Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik, 3 Bde. Hamburg 1976–1980.Google Scholar
  10. 10.
    Siehe auch die an George Spencer Brown und Gotthard Günther orientierte Dissertation von Elena Esposito, L’operazione di osservazione: Teoria della distinzione e teoria dei sistemi sociali, Bielefeld 1990.Google Scholar
  11. 11.
    Ausführlicher: Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft, Frankfurt 1990, Kap. 2.Google Scholar
  12. 12.
    Formuliert in der Terminologie von George Spencer Brown, Laws of Form, Neudruck New York 1979.Google Scholar
  13. 13.
    Zur Unterscheidung dieser Sinndimensionen und zur Evolution ihrer Differenzierung vgl. Niklas Luhmann, Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie, Frankfurt 1984, insh. S. 127 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Entscheidend ist die Formulierung: wer beobachtet wird. Es geht also nicht um eine Neuauflage des bekannten Problems des Subjektivismus: daß alles davon abhänge, wer beobachtet.Google Scholar
  15. 15.
    Hierzu Niklas Luhmann, Wie lassen sich latente Strukturen beobachten? in: Paul Watzlawick/Peter Krieg (Hrsg.), Das Auge des Betrachters: Beiträge zum Konstruktivismus. Festschrift für Heinz von Foerster, München 1991, S. 61–74.Google Scholar
  16. 16.
    Siehe George Spencer Brown a.a.O.; Louis H. Kauffman, Self-reference and recursive forms, Journal of Social and Biological Structures 10 (1987), S. 53–72.Google Scholar
  17. 17.
    Siehe den Beitrag von Heinz von Foerster, Objects: Tokens for (Eigen-)behaviors, in ders., Observing Systems, Seaside Cal. 1981, S. 274–285; dt. Übers. in: ders., Sicht und Einsicht: Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie, Braunschweig 1985, S. 207–216.Google Scholar
  18. 18.
    Hierzu eine große Zahl von Rekonstruktionen des Gedankengangs und modernen Analysen des Problems. Siehe nur Dorothea Frede, Aristoteles und die Seeschlacht: Das Problem des Contingentia Futura in De Interpretatione 9, Göttingen 1970.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. z.B. Konstanty Michalski, Le problème de la volonté à Oxford et à Paris au XIVe siècle, Studia Philosophica 2 (1937), S. 233–365 (285 ff.); Philotheus Boehner (Hrsg.), The tractatus de praedestinatione et de praescientia Dei et de futuris contingentibus of William Ockham, St. Bonaventura N.Y. 1945; Léon Baudry (Hrsg.), La querelle des futurs contingents (Louvain 1465–1475), Paris 1950; Guy Thomas, Matière, contingence et indéterminism chez saint Thomas, Laval Théologique et Philosophique 22 (1966), S. 197–233. Es liegt auf der Hand, daß hier eine der Wurzeln der These der Unerkennbarkeit der Zukunftsdisposition Gottes liegt, die Max Weber für die Entstehung des Motivmusters der kapitalistischen Moderne für so bedeutsam hielt. Wir kommen darauf zurück.Google Scholar
  20. 20.
    Siehe Peri hermeneias 16a 3 ff.Google Scholar
  21. 21.
    Thomas von Aquino, Summa Theologiae I q. 14 a. 13. Das kann natürlich nicht ausschließen, daß Gott eine notwendige Ursache auch des Kontingenten ist. Was auch heißen kann, daß der Sinn des Kontingenten sich nur in der Beobachtung Gottes erschließen läßt.Google Scholar
  22. 22.
    Et cum videre tuum sit esse tuum, ideo ego sum, quia tu me respicis“, heißt es hei Nikolaus von Kues, De visione Dei IV, zit. nach: Philosophisch-theologische Schriften Bd. III, Wien 1967, S. 93–219 (104).Google Scholar
  23. 23.
    Videndo me das te a me videri, qui es Deus absconditus“ — so Nikolaus a.a.O. V, S. 108.Google Scholar
  24. 24.
    Nikolaus a.a.O. XII, S. 142.Google Scholar
  25. 25.
    Ordinatio I, dist. 39, q. 1–5, Ad argumenta pro tertia opinione, zit. nach Opera Omnia, Bd. VI, Civitas Vaticana 1963, S. 444. Anschließende Ausführungen gelten dem Bezug auf die causa prima, mit dem Argument, daß Kontingenz nicht, wie eine Deformation, auf eine causa secunda zurückzuführen sei. Kontingenz muß also als direktes Korrelat des Wissens Gottes gesehen werden.Google Scholar
  26. 26.
    oportet in Deo esse volutatem, cum sit in eo intellectus. Et sicut suum intelligere est suum esse, ita suum velle“, heißt es hei Thomas von Aquino, Summa Theologiae I q. 19 a. 1. Man kann dann natürlich fragen, wozu diese Unterscheidung beibehalten wird.Google Scholar
  27. 27.
    Platon, Sophistes 254 A — B, berührt das Thema der Beobachtung zweiter Ordnung, wenn er sagt, daß Philosophen eben deshalb schwer zu beobachten seien, weil ihr Beobachtungsplatz hellste Beleuchtung erfordere (dià to lampròn aû tês chóras oudamös eupetès ophthênai).Google Scholar
  28. 28.
    Weniger entschieden die Erzengel Mark Twains, die mit Kopfschütteln resignieren — er muß es ja wissen, es ist nicht unsere Sache. Siehe Mark Twain, Letters from the Earth, posthum zuerst 1938 veröffentlicht. Benutzte Ausgabe New York 1962.Google Scholar
  29. 29.
    Auch umgekehrt ist natürlich alles Unterscheiden immer schon an Selbstreferenz gebunden — jedenfalls in heutiger Sicht.,,… self-reference and the idea of distinction are inseparable (hence conceptually identical)“, heißt es bei Kauffman a.a.O. (1987), S. 53.Google Scholar
  30. 30.
    a.a.O. IV, S. 106.Google Scholar
  31. 31.
    Et hoc scio solum, quia scio me nescire“ a.a.O. XIII, S. 146. Ich zitiere die lateinischen Fassungen, um Übersetzungsfehler zu vermeiden. In der deutschen Übersetzung, jeweils auf der gegenüberliegenden Seite, heißt es hier zum Beispiel: „Ich weiß allein, daß ich weiß, daß ich nicht weiß” (Hervorhebung durch mich, N.L.). Aber das Spannende und auch die Parallele zum modernen Konstruktivismus liegt ja gerade im weil (quia).Google Scholar
  32. 32.
    „nihil enim est adeo contingens, quin in se aliquid necessarium habet“, heißt es in Thomas’ Summa Theologiae I q. 86 a. 3.Google Scholar
  33. 33.
    Nikolaus a.a.O. IV, S. 104.Google Scholar
  34. 34.
    Siehe etwa den Ausweg in dieser Frage hei Anselm von Canterbury, De casu diaholi, zit. nach: Opera Omnia, Seckau — Rom — Edinburgh 1938 ff., Nachdruck Stuttgart — Bad Cannstatt 1968, Bd. 1, S. 233–272, mit einem kunstvollen Zirkel: Es wird nicht gegeben, weil nicht angenom-Fortsetzung Fußnote 34 men werden wird; und dies letztlich, weil der Engel, der zum Teufel wird, Gott zu beobachten versucht, um ähnlich zu sein wie Gott und nicht nur, wie die Theologen es vorschreiben: um Gott zu gehorchen. Aber nur eine Adelsgesellschaft kann ein solches Ähnlichseinwollen so scharf verurteilen und sanktionieren. Wir könnten wohl fragen: warum eigentlich nicht?Google Scholar
  35. 35.
    Siehe hierzu Benjamin Nelson, Der Ursprung der Moderne: Vergleichende Studien zum Zivilisationsprozeß, Frankfurt 1977.Google Scholar
  36. 36.
    Das Natur-und Völkerrecht sei entstanden „senza alcuna riflessione e senza prender esemplo l’una dall’altra“ (d.h.: delle nazioni), liest man noch hei Giambattista Vico, La scienza nouva lib.I, II, CV, zit. nach der Ausgabe Milano 1982, S. 225. Aber das ist selbst schon eine an Geschichte interessierte Beobachtung zweiter Ordnung einer Beobachtung erster Ordnung.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. zur Diskussion innerhalb der Evolutionstheorie Eve-Marie Engels, Erkenntnis als Anpassung? Eine Studie zur evolutionären Erkenntnistheorie, Frankfurt 1989, S. 187 ff. Man geht hier üblicherweise von einem Funktionswechsel der neu entwickelten Errungenschaften aus, die in einem spezifischen Kontext (hier der theologisch reflektierten Religion) entstehen, um sich dann auch in anderen Zusammenhängen als brauchbar zu erweisen.Google Scholar
  38. 38.
    Wir benutzen hier die „pattern variables“ von Talcott Parsons, Pattern Variables Revisited, American Sociological Review 25 (1960), S. 467–483.Google Scholar
  39. 39.
    Siehe zum selben Thema, in der Konzeption von Weber unabhängig, Benjamin Nelson, The Idea of Usury: From Tribal Brotherhood to Universal Otherhood, Chicago 1949. Inzwischen gibt es, gerade für ethische Fragen, auch starke Kontinuitätsthesen, die jedoch weniger auf Religion als vielmehr auf die ethisch-politische, zivilhumanistische Tradition abstellen. Siehe nur John G.A. Pocock, The Machiavellian Moment: Florentine Political Thought and the Atlantic Republican Tradition, Princeton N.J. 1975; Istvan Hont/Michael Ignatieff (Hrsg.), Wealth and Virtue: The Shaping of Political Economy in the Scottish Enlightenment, Cambridge England 1983.Google Scholar
  40. 40.
    Siehe aber C. Wright Mills, Situated Actions and Vocabularies of Motive, American Sociological Review 5 (1940), S. 904–913, und vor allem das der Soziologie fremd gebliebene Werk von Kenneth Burke, insb. A Grammar of Motives (1945) und A Rhetoric of Motives (1950), gemeinsame Ausgabe Cleveland 1962.Google Scholar
  41. 41.
    Das Werk ist, gerade im Falle Weber, sehr viel reicher als die über Definitionsarbeit entwickelte Theorie zuläßt. In der Theorie werden vor allem Komplexitätsprobleme unterschätzt, und Weber wird das geahnt haben, wie man den vielen salvatorischen Klauseln in einigen Schriften und überhaupt der idealtypischen Methode entnehmen kann.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. zu dieser Frage James S. Coleman, Microfoundations and Macrosocial Behavior, in: Jeffrey C. Alexander et al. (Hrsg.), The Micro-Makro Link, Berkeley 1987, S. 153–173. Weher selbst verdeckt dieses Problem durch Hinweis auf Deutungsgewohnheiten, die sich ans „Typische“ halten. Aber das führt nur zu einer anderen Formulierung der Frage nach den gesellschaftsstrukturellen Bedingungen und den gesellschaftlichen Effekten solcher Typisierungen.Google Scholar
  43. 43.
    Aus den vielen Bereichen, in denen sich das zeigen ließe, sei nur der Übergang vom mittelalterlichen Theaterspielen in offenen Räumen zum Bühnentheater des 16. Jahrhunderts genannt; ferner die in Romantexten aufkommende Diskrepanz von Zweck und Motiv (Beispiel: Don Quijote). Auch die Unterscheidung von wahrer und falscher Tugend und das Verbot, den sich automatisch ergebenden Achtungserfolg tugendtüchtigen Handelns motivational zu suchen, gehören in diesen Zusammenhang. Tüchtigkeit soll sich, soweit beobachtet, als naiv, natürlich, spontan, authentisch, aufrichtig erweisen, also auf der Ebene der Beobachtung erster Ordnung bleiben. Aber formuliert wird dies nur im Hinblick darauf, daß sie der Beobachtung zweiter Ordnung ausgesetzt ist.Google Scholar
  44. Einschlägige Literatur etwa: Karin Knorr-Cetina, Die Fabrikation von Erkenntnis: Zur Anthropologie der Naturwissenschaft, Frankfurt 1984; Rudolf Stichweh, Die Autopoiesis der Wissenschaft, in: Dirk Baecker et al. (Hrsg.), Theorie als Passion, Frankfurt 1987, S. 447–481; Charles Bazerman, Shaping Written Knowledge: The Genre and Activity of the Experimental Article, Madison Wisc. 1988.Google Scholar
  45. 45.
    Bemerkenswerte Ausnahme Musik. Sie verwendet Töne, die es nur in der Musik und nirgendwo sonst gibt. Das scheint dazu dienen, die doch auch gegebene Fremdreferenz auf das Erleben von Zeit zu konzentrieren.Google Scholar
  46. 46.
    Hierzu Niklas Luhmann, Gesellschaftliche Komplexität und öffentliche Meinung, in ders., Soziologische Aufklärung Bd. 5, Opladen 1990, S. 170–182.Google Scholar
  47. 47.
    Siehe Dirk Baecker, Information und Risiko in der Marktwirtschaft, Frankfurt 1988.Google Scholar
  48. 48.
    Siehe Niklas Luhmann, Sozialsystem Familie, Soziologische Aufklärung Bd. 5 a.a.O. S. 196–217. Vgl. auch den darauf folgenden Beitrag Glück und Unglück der Kommunikation in Familien: Zur Genese von Pathologien.Google Scholar
  49. 49.
    Daß dieses psychische Beobachten von Beobachtungen gerade durch Kommunikation, die dann statt dessen beobachtet wird, zum Scheitern gebracht werden kann, ist eine bekannte Alltagserfahrung, aber auch ein bereits um 1800 behandeltes literarisches Thema. Siehe etwa Jean Pauls „Siehenkäs“ (für Ehegatten) oder „Flegeljahre” (für Zwillingsbrüder).Google Scholar
  50. 50.
    Siehe Philippe Ariès, L’enfant et la vie familiale sous l’ancien régime, Paris 1960, und Georges Snyders, La Pédagogie en France aux XVIIe et XVIIIe siècles, Paris 1965.Google Scholar
  51. 51.
    Siehe speziell hierzu Klaus Lichtblau, Soziologie und Zeitdiagnose: Oder: Die Moderne im Selbstbezug, in: Stefan Müller-Doohm (Hrsg.), Jenseits der Utopie: Theoriekritik der Gegenwart, Frankfurt 1991, S. 15–47.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Niklas Luhmann
    • 1
  1. 1.BielefeldDeutschland

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