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Die Nachhaltigkeit und ihre Ursachen: Projekte der beruflichen Bildung auf dem Prüfstand

  • Reinhard Stockmann

Zusammenfassung

Das Projekt wurde von 1963 bis 1973 mit einem Finanzaufwand von 9,8 Mill. DM gefördert[). Aus Schaubild 5 ist zu erkennen, daß die Projektinputs nur schlechte Ausgangsbedingungen für nachhaltige Wirkungen bieten. Die Projektplanung wies erhebliche Mängel auf, da sie auf einer sehr ungenügenden Feasibility-Studie aufbaute. Zahlreiche Probleme (fehlender Internatsbau, schwacher Träger, Kostenaspekte etc.) wurden nicht erkannt. Die Standortwahl (eine kleine Provinzstadt mit 26.000 Einw. in 1961) stellte sich als vollkommener Mißgriff heraus, da ein betriebliches Umfeld fehlte. Dies hatte zur Konsequenz,
  • daß keine Betriebspraktika durchgeführt werden konnten

  • daß es an Ausbildungs-Bewerbern mangelte, so daß ein Internatsbau notwendig wurde, der sämtliche Kostenkalkulationen obsolet werden ließ und die Folgekosten untragbar erhöhte, und

  • daß die Erwachsenenbildung wegen ausbleibender Nachfrage gestrichen werden mußte.

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Literatur

  1. 1).
    Die Aufwendungen der Partnerseite können in keinem der untersuchten Projekte auch nur annähernd quantifiziert werden. Deshalb sind auch keine Berechnungen der Ausbildungsrendite oder Kosten-Nutzen-Analysen möglich.Google Scholar
  2. 2).
    Da keine intermediäre Trägerorganisation vorhanden, wurden die Indikatoren 1 und 2 nicht bewertet.Google Scholar
  3. 3).
    Supervision und Betreuung der Lehrlinge in den Betrieben.Google Scholar
  4. 4).
    Didaktomobile sind mit Maschinen, Geräten und Ausbildungsmaterial ausgestattete Fahrzeuge, mit denen regelmäßig Dörfer auf dem Land aufgesucht werden, um Ausbildungskurse abzuhalten.Google Scholar
  5. 5).
    Sollten die Zentren nach dem Grad ihrer Funktionstüchtigkeit in eine Rangfolge gebracht werden, dann sähe diese, mit dem besten beginnend, so aus: Cuenca, Quito, Ibarra, Sto. Domingo und mit großem Abstand Guayaquil.Google Scholar
  6. 6).
    Systemberatung entfiel wegen des Standorts in der Provinz. Dafür war das Team in Quito zuständig.Google Scholar
  7. 7).
    Für das Vorhaben in Guayaquil wurden vor Projektbeginn sogar mehrere umfangreiche Projektgutachten erstellt.Google Scholar
  8. 8).
    ITEA mitgerechnet wurden in Deutschland bisher rund 130 Stipendiaten ausgebildet.Google Scholar
  9. 9).
    Vorläuferorganisation“ der GTZ.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Reinhard Stockmann
    • 1
  1. 1.BürstadtDeutschland

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