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Auf dem Weg zur modernen Elternschaft

  • Johann August Schülein

Zusammenfassung

Die bisherigen Überlegungen beschäftigten sich mit dem veränderten Sinnzusammenhang von Primärkontakten und dem damit verbundenen Strukturwandel der Primärgruppe, insbesondere in bezug auf die Eltern-Kind-Beziehungen. Die angesprochenen Prozesse führten vor allen dazu, daß sie die Bedeutung des Kindes für die Eltern änderte; aus einer mehr oder weniger selbstverständlichen Erweiterung der Familie mit „funktionaler Ambivalenz“ (der Notwendigkeit von Kindern für bestimmte Tätigkeiten und der Störung der ohnehin belasteten Alltagsroutinen) wurde zunehmend ein „Luxusprodukt“, das Eltern sich vorrangig für „Beziehungszwecke“ „zulegen“. Das bedeutet eine sehr viel stärkere Focussierung der kindlichen Entwicklung und der Rolle der Eltern, vor allem aber auch eine erhebliche Ausweitung und Verdichtung der Interaktion zwischen Eltern und Kindern. Das brachte auch eine größere psychosoziale Intensität des interaktiven Austausches (im Bereich der Objektrepräsentanzen, der Übertragungen etc.) mit sich. Dieser Prozeß der Differenzierung von intrafamilialer Interaktion und Struktur relevanter Interaktionsfelder bedingen sich gegenseitig. —

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© Westdeutsche Verlag GmbH, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Johann August Schülein

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