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Das klassenpolitisch-funktionsanalytische Volkspartei-Konzept von Hermann Kaste und Joachim Raschke

  • Alf Mintzel
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Zusammenfassung

Nach Kirchheimers Konzeptualisierung der „Volkspartei/Allerweltspartei“ versuchen erstmals zwei Hamburger Politikwissenschaftler, Hermann Kaste und Joachim Raschke, mit einem eigenen „Erklärungsansatz“ die Problematik der Volkspartei bzw. der Entwicklung von CDU und SPD zu Volksparteien neu aufzurollen. Sie tragen in dieser Absicht einen in sich systematisierten und theoretisch wie empirisch anspruchsvollen Erklärungsansatz vor, der

  1. a)

    konzeptuell nicht direkt an Kirchheimers Volkspartei-Konzept orientiert ist und dieses somit auch nicht weiter entfaltet,

     
  2. b)

    sich auch von anderen bisher entwickelten Parteientypologien, insbesondere von der Typologie Sigmund Neumanns, absetzt, aber

     
  3. c)

    historisch-empirisch die Entwicklung der zwei Großparteien der Bundesrepublik, der SPD und CDU, zu „Volksparteien“ und den „Volksparteitypus“ als historisch konkrete Erscheinungsform voll bestätigt.

     

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Anmerkungen

  1. 1.
    Wolf-Dieter Narr und Dietrich Thränhardt (Hrsg.): Die Bundesrepublik Deutschland. Entstehung. Entwicklung. Struktur (Neue Wissenschaftliche Bibliothek 102 Geschichte), Verlagsgruppe Athenäum. Hain. Scriptor. Hanstein, Königstein/Ts. 1979, S. 168–209.Google Scholar
  2. 2.
    Joachim Raschke: Innerparteiliche Opposition. Die Linke in der Berliner SPD, Hoffmann und Campe, 1. Aufl., Hamburg 1974, S. 13.Google Scholar
  3. 3.
    Ebd., S. 14.Google Scholar
  4. 4.
    Thomas v. Winter: „Lohnabhängige Mittelschichten“ und „Volksparteien”. Zur Diskussion neuerer parteientheoretischer Ansätze (unveröfftl. Diplomarbeit, Philipps-Universität Marburg ), Marburg 1961, S. 50.Google Scholar
  5. 5.
    Joachim Raschke: Innerparteiliche Opposition (Anm. 2), S. 14.Google Scholar
  6. 6.
    Horst W. Schmollinger/Richard Stöss: „Sozialstruktur und Parteiensystem“, in: Dietrich Staritz (Hrsg.): Das Parteiensystem der Bundesrepublik. Geschichte — Entstehung — Entwicklung. Eine Einführung. 2. Aufl., Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1980, S. 253.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. zum Fragenkomplex neomarxistische Parteientheorie zum Beispiel Rolf Ebbighausen: Politische Soziologie. Zur Geschichte und Ortsbestimmung. Westdeutscher Verlag: Opladen 1981, S. 144–165 („Marxistischer Methodenstreit und erneute Fragen an Marx“), S. 166193 („Die Krisendiskussion in den siebziger Jahren: Forschungsdefizite”) u. S. 194–218 („Sackgassen und Perspektiven politisch-soziologischer Forschung heute“); siehe auch den Sammelband Handbuch 5 Staat. Mit Beiträgen von Elmar Altvater, Martin Bellermann, Bernhard Blanke, Michael Bolle, Volkhard Brandes, Manfred Deutschmann, Adalbert Evers, Heide Gerstenberger, Joachim Hirsch, Jürgen Hoffmann, Ulrich Jürgens, Dieter Läpple, Werner O11e, Volker Ronge, Wolfgang Schoeller, Willi Semmler. Hrsgg. von Volkhard Brandes, Jürgen Hoffmann, Ulrich Jürgens und Willi Semmler, Europäische Verlagsanstalt: Frankfurt a.M. — Köln 1977.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1984

Authors and Affiliations

  • Alf Mintzel
    • 1
  1. 1.PassauDeutschland

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