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Der Untersuchungsbereich: Temporalität, Modalität und Aspektualität

  • Barbara Seewald
Chapter
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Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

In den letzten Kapiteln wurde gezeigt, wie sich auf der Grundlage von Markiertheit der systematische Aufbau grammatischer Kategorien erklären und darstellen läßt. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen die Verbalkategorien Aspekt, Tempus und Modus, für die eine streng geordnete hierarchische Anordnung angenommen wird. Bevor die Aufmerksamkeit des Lesers von grammatiktheoretischen Annahmen zur Sprachpathologie geführt wird, sollen als nächstes die hier verwendeten Aspekt-, Tempus- und Modusbegriffe dargelegt werden. Dabei soll das bisher geschilderte Grammatikmodell mit ausgewählten gängigen Theorien zusammengeführt werden. Anschließend werden die sprachlichen Ausdrücke vorgestellt, die als lexikalische Deiktika in den Bereichen Temporalität und Modalität eine Rolle spielen.

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Literatur

  1. 9.
    Weitere Aspektoppositionen lassen sich im nominalen Bereich finden, wo sich über die Definitheit von Substantiven interessante Interferenzen zum Verbalsystem feststellen lassen. Beispielsweise impliziert die Äußerung Peter hat das Holz gehackt, daß Peter den gesamten Holzstapel bewältigt hat. Durch den definiten Artikel wird die Abgeschlossenheit der Handlung zum Ausdruck gebracht. Dagegen schließt der Satz Peter hat Holz gehackt nicht aus, daß noch etwas Holz ungehackt geblieben ist. Der Vorgang des Holzhackens ist hier potentiell unabgeschlossen (Vgl Leiss 1994b: 311f ).Google Scholar
  2. 10.
    Die Beschreibung beschränkt sich hier auf das prototypische deutsche Präsens, das entsprechend dem Ansatz von Leiss mit den im Deutschen überwiegenden additiven Verben gebildet wird. Zur Erläuterung der Präsensbildungen bei nicht-additiven Verben, die sich nach Angaben der Autorin zum Ausdruck nicht-präsentischen Zeitbezugs eignen, vgl. Leiss 1992: 228.Google Scholar
  3. 12.
    Bezüglich der Personmarkierung gibt es auch abweichende Meinungen. Nach Eisenberg wird der Imperativ nicht hinsichtlich der Person flektiert (1989:108).Google Scholar
  4. 13.
    Auch hinsichtlich der Realisierung der Kategorie Genus Verbi an Imperativformen gibt es unterschiedliche Ansichten in der Literatur. Helbig/ Buscha (1994:192) beschreiben Imperativformen als Aktiv-Formen, und nehmen damit hier offensichtlich eine Kategorie Genus Verbi an.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Barbara Seewald

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