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Parlamentswahlen in Polen (1993). Beginn postkommunistischer Entmythologisierung

  • Jerzy Maćków
Part of the Zeitschrift für Parlamentsfragen book series (ZPARLS)

Zusammenfassung

Die nach dem Zweiten Weltkrieg ersten freien und demokratischen Wahlen zum Sejm vom 27. Oktober 1991 erfolgten auf der Grundlage eines Wahlgesetzes, dem das Prinzip der Proportionalität zugrunde lag*. Der Einzug von 27 politischen Gruppierungen ins Parlament, von denen sich im Laufe der Legislaturperiode ca. zehn als Parlamentsfraktionen beziehungsweise -kreise etabliert haben, war die Folge (vgl. Tabelle 1). Um den kleineren Gruppierungen von vornherein den wiederholten Einzug ins Parlament zu versperren, hat das neue Wahlgesetz zwar das Prinzip des Verhältniswahlrechts beibehalten, seine Wirkung jedoch mit der Einführung der hohen 5-Prozent-Hürde für Parteien und der 8-Prozent-Hürde für Parteienbündnisse eingeschränkt. Diese Entscheidung bewirkte, daß insgesamt 4.727.972 (34,52%) abgegebene gültige Stimmen bei der Vergabe der Parlamentsmandate unberücksichtigt blieben. Daraus soll aber nicht geschlußfolgert werden, daß für diesen Zustand allein das Wahlgesetz die Verantwortung trägt. Der „menschliche Faktor“ war in diesem Zusammenhang durchaus von Bedeutung.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Jerzy Maćków

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