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Trends für das amerikanische Fernsehen der 90er Jahre

  • Christian Bachem
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 9)

Zusammenfassung

Die Beschreibung der derzeitigen Struktur des amerikanischen Fernsehmarktes hat die Kräfteverhältnisse zwischen den einzelnen Akteuren illustriert und zugleich aufgezeigt, wie sich diese in einer Fortschreibung der dargestellten bisherigen Entwicklung weiter zugunsten der auf zielgruppenorientierte Angebote spezialisierten Unternehmen verlagern. Allein die mannigfaltigen ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und legislativen Einflüsse auf diesen Prozeß lassen konkrete Prognosen, die über die Nennung einer grundsätzlichen Tendenz hinausgehen, jedoch schnell zur Kaffeesatzleserei werden. Angesichts der sich abzeichnenden revolutionären Möglichkeiten neuer technischer Konzepte ist eine präzise Voraussage über das zukünftige Fernsehen gänzlich zum Scheitern verurteilt. Dennoch sollen im folgenden die drei wichtigsten Innovationsbereiche, die die Zukunft der audiovisuellen Medien einschneidend verändern können, vorgestellt werden. Es sind dies die vergleichsweise traditionell anmutende Nutzung direktabstrahlender Satelliten, die Vervielfachung der Fernsehkanäle durch sogenannte Electronic Superhighways und schließlich die Verschmelzung von Fernsehen, Computer und Telefon zu einem interaktiven Multimedia-Fernsehen.

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Literatur

  1. 1.
    Auch Rupert Murdoch scheiterte in den USA mit seinen Plänen für Satellitenfernsehen. Vgl. Kosen -nick (1990:446). Im Mai 1983 übernahm er die Mehrheit des Inter-American Satellite Television Network, das er in Skyband umbenannte. Skyband sollte nach Murdochs Willen das erste DBS-Programm der USA werden. Auch die Satellitentransponder waren schon eingerichtet. Doch dann wurden die Parabolantennen, die Murdochs Unternehmen in eigener Regie vertreiben sollte, viel zu teuer. Zudem setzte der Videoboom ein. Nach Scheitern des Skyband-Projektes bot Murdoch im August 1983 160 Mio. Dollar für die Übernahme des damals zweitgrößten Abonnement-Kanals Show-time. Der zog jedoch eine Fusion mit dem Movie Channel vor, der seitdem unter dem Dach von Showtime Networks Inc. firmiert. Erst in der Folgezeit widmete sich Murdoch dem Fox-Projekt.Google Scholar
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    Interessanterweise geht diese Beteiligung auf positive Erfahrungen zurück, die US West in Europa machen konnte. Die US West-Tochter Telewest, ein Gemeinschaftsunternehmen mit TCI, ist mit 230.000 genutzten Anschlüssen der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Großbritannien. Obwohl kaum verkabelt, gilt Großbritannien als Testlabor amerikanischer Telekommunikationsunternehmen, da dort bereits heute Fernmeldedienste und Fernsehprogramme gemeinsam angeboten werden dürfen. Vgl. Checketts (1993)Google Scholar
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  26. 26.
    Dies hat inzwischen auch den Kongreß auf den Plan gerufen. Der Gesetzgeber argwöhnt, daß manche dieser Wettbewerbe die Grenze zur Lotterie schon überschritten hätten und somit ein Straftatbestand vorläge, da Glücksspiele in den USA nur von den Bundesstaaten organisiert werden dürfen. So hatte VH-1 einen Wettbewerb gesponsert, bei dem Zuschauer 36 Corvettes im Gegenwert von mehr als einer Million Dollar gewinnen konnten. Beim Sender gingen mehr als 1.3 Mio Anrufe ein — gegen eine Gebühr von je einem Dollar. Vgl. Pollack (1990a)Google Scholar
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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Christian Bachem

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