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Die Weltbühne und das Judentum

  • Gunther Nickel
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Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series

Zusammenfassung

In seiner Untersuchung »Jüdische Intellektuelle in Deutschland« hat George L. Mosse das Bildungsstreben von Juden als Ausdruck ihrer Integrationsbemühungen in die deutsche Gesellschaft interpretiert. Aus diesem Bildungsstreben habe der Primat der Kultur über die Politik und eine Furcht vor den Massen und massenkulturellen Erscheinungen resultiert. Auf den ersten Blick scheint die Schaubühne/Weltbühne sich mit ihrem in weiten Teilen kulturkonservativen und gegenüber massenkulturellen Phänomenen reservierten Äußerungen in das von Mosse skizzierte Bild zu fügen. Aus seiner Studie wäre damit die Schlußfolgerung zu ziehen, daß die literarische und kulturpolitische Position der Weltbühne aus der sozialen Situation der Juden in Deutschland abzuleiten ist. Mosses Ansicht stehen jedoch einige, im folgenden zu entwickelnde Gründe entgegen.

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Literatur

  1. 1.
    Peter Panter: Worauf man in Europa stolz ist, Wb, 8.11.1932, II, 687–688; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 10, 115–116.Google Scholar
  2. 2.
    In der Rubrik »Antworten« (Wb, 30.11.1926, II, 872) zitierte Jacobsohn aus einem Zeitungsbericht über eine Veranstaltung des »Verbands national deutscher Juden«: »Viele Redner geißelten Juden wie S. Jacobsohn und K. Tucholsky (Weltbühne), deren undeutsche, zersetzende Gesinnung aufs schärfste angegriffen wurde. Sie gehören nach den Worten des Vortragenden [Max Naumann] einer jüdischen Clique an, von der der nationale Jude weit abrückt.« Jacobsohn bedankte sich für diese Ehrenerklärung und bekannte: »In dem Augenblick, wo ich erlebe, daß eine Zeile der >Weltbühne< den Beifall der nationaldeutschen Juden findet, werde ich ernstlich erwägen, ob ich nicht um Deutschlands und um des Judentums willen verpflichtet bin, meine Tätigkeit einzustellen.« Zur Kritik am »Verband national deutscher Juden« vgl. auch die Antwort »Zeitungsleser« (Wb, 25.9.1924, II, 483).Google Scholar
  3. 3.
    Zur Kritik am »Reichsbund jüdischer Frontsoldaten« vgl.: Alfons Steiniger: Mars Makkabi (Wb, 29.9.1925, II, 506), den Abdruck einer Vortragsankündigung »Unter Lettow-Vorbecks Fahnen in Deutsch-Ost-Afrika«, unter die Jacobsohn die Zeile setzte: »Wer? Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten« (Wb, 22.2.1927, I, 318), die Meldung »Assimiliert« (Wb, 18.2.1930,1, 298), die Antwort »Kamerad Neumann« (Wb, 3.1.1933, 40).Google Scholar
  4. 4.
    Mosse 1992,91 f.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Deak 1968, 24–29.Google Scholar
  6. 6.
    Bergmanns Register verzeichnet, einschließlich der Pseudonyme, 2680 Mitarbeiter der Sb/Wb.Google Scholar
  7. 7.
    Ekkehard 1929 ff, Bd. 4, 1035.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Soldenhoff 1988, 13, 19.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Ossietzky Lebenslauf, ebd., 23.Google Scholar
  10. 10.
    Haacke 1943/1944. Dieses unerquickliche Ergebnis des nationalsozialistischen Wissenschaftsbetriebes mit seinem Plädoyer für die »Ausmerzung des Judentums aus dem deutschen Feuilleton« (1943, 9) hat nicht verhindert, daß Haacke nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter des Instituts für Publizistik in Wilhelmshaven und Lehrbeauftragter an der Universität Münster wurde. In der umgearbeiteten Fassung seiner Habilitationsschrift, deren ersten Band Haacke 1951 unter dem Titel »Handbuch des Feuilletons« veröffentlicht hat, reihte er sich unter die politisch Verfolgten ein (»die 1937 aus politischen Gründen verbotene Drucklegung meiner Berliner Dissertation«) und bezeichnete die Buchausgabe der Habilitationsschrift von 1942/43 als Ergebnis von »Streichungen, Änderungen und Zusätzen der nationalsozialistischen Überwachungsstellen«, die für die Einarbeitung unzähliger antisemitischer Ausfalle in ein fast siebenhundertseitiges Werk offenbar viel Zeit übrig hatten (vgl. Haacke 1951–53, Bd. 1, unpaginiertes Vorwort).Google Scholar
  11. 11.
    Knütterl971,20.Google Scholar
  12. 12.
    Hustedt 1992, 74.Google Scholar
  13. 13.
    Dazu heißt es in Hustedts Forschungsbericht: »Bisher ist weder eine umfassende Biographie über Eisner erschienen, noch sein Werk erschöpfend bibliographiert. Sein journalistisches Schaffen, mit dem er fast dreißig Jahre seinen Lebensunterhalt bestritt, hat in der historischen Forschung nur wenig Beachtung gefunden.« (Hustedt 1992, 6)Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Heinz Sproll: Messianisches Denken und pazifistische Utopie im Werk Kurt Eisners; in: Grab 1982, 281–336, hier: 307. Bei dieser Arbeit handelt es sich um die einzige, die sich vor Hustedt mit dem Zusammenhang von jüdischem und sozialistischem Denken in Eisners Werk befaßt hat.Google Scholar
  15. 15.
    Ebd., 318.Google Scholar
  16. 16.
    Hustedt 1992, 105.Google Scholar
  17. 17.
    Ebd., 105 f.Google Scholar
  18. 18.
    Auch Maximilian Harden hatte in seiner Zukunft schon vor der Jahrhundertwende begonnen, zu politischen Zeitfragen Stellung zu nehmen, Pfemferts Aktion war 1910 als literarisch-politische Zeitschrift gegründet worden, und nur Herwarth Waiden blieb in seiner Zeitschrift Der Sturm, wie Kolinsky schrieb »unbeeindruckt durch den Ausbruch des Krieges, bis etwa 1927 ohne politisch-kritische Intentionen. Waiden folgte, so berichtet seine damalige Frau, Neil Waiden, dem Grundsatz, Politik und Kunst hätten nichts miteinander zu tun« (Kolinsky 1970, 5).Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. dazu: Mohler 1989.Google Scholar
  20. 20.
    »Kulturbolschewisten«, Der Ring, 30.10.1931, 830–831, hier: 830.Google Scholar
  21. 21.
    Enseling 1962, 141.Google Scholar
  22. 22.
    Ebd., 148.Google Scholar
  23. 23.
    Ebd., 141.Google Scholar
  24. 24.
    »Die antisemitische Welle III — Antisemitismus und Jüdischer Kongress«, Wb, 17.4.1919,1, 442–446, hier: 445 f.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Enseling 1962, 142.Google Scholar
  26. 26.
    Franz Blei teilte in seinem Artikel mit: »Der Herausgeber dieses Blattes hat mich ersucht, über Bellocs Buch zu schreiben« (»Die Juden«, Wb, 17.1.1928,1, 89–91, hier: 91).Google Scholar
  27. 27.
  28. 28.
    »Und wieder: Die Juden«, Wb, 14.2.1928,1, 246–249, hier: 246 f.Google Scholar
  29. 29.
    »Die konservativen Juden«, Sb, 8.4.1915,1, 316–317, hier: 317.Google Scholar
  30. 30.
    »Zur jüdischen Frage«, Sb, 22.4.1915,1, 366–368, hier: 366.Google Scholar
  31. 31.
    »Zur Judenfrage«, Wb, 2.12.1920, II, 643–647, hier: 644.Google Scholar
  32. 32.
    »Juden in der Literatur«, Wb, 22.3.1923,1, 333–336, hier: 333 und 336.Google Scholar
  33. 33.
    »Jüdische Weitfinanz?«, Wb, 22.12.1925, II, 958–959, hier: 959.Google Scholar
  34. 34.
    Enseling 1962, 146.Google Scholar
  35. 35.
    Wb, 8.4.1920,1, 397–399, hier 399.Google Scholar
  36. 36.
    »Samuel zieht Bilanz«, Wb, 20.1.1910,1, 65–73, hier: 68.Google Scholar
  37. 37.
  38. 38.
    Thomas Manns Antwort erschien, zusammen mit 32 weiteren Stellungnahmen, im Literarischen Echo, 1.3.1910.Google Scholar
  39. 39.
    Sb, 10.3.1910,1,253–257.Google Scholar
  40. 40.
    Lessing 1910.Google Scholar
  41. 41.
    Julius H. Schoeps: Der ungeliebte Außenseiter. Zum Leben und Werk des Philosophen und Schriftsteller Theodor Lessing; in: Grab/Schoeps 1986, 200–217, hier: 204.Google Scholar
  42. 42.
    Einleitung in: Lessing 1987, 21.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. die Neuauflage: Lessing 1984.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. dazu Berthold Viertels dreiteiliger Aufsatz »Ostjuden« (Sb, 14.12.1916, II, 553–557 und Sb, 21.12.1916, II, 574–576; Sb, 26.12.1916, II, 598–603 sowie Abraham Schwadrons elfteilige Artikelserie »Ostjuden«, die 1917 in der Sb erschien (Sb, 5.7.1917, II, 6–7; Sb, 12.7.1917, II, 31–32; Sb, 19.7.1917, II, 56–58; Sb 26.7.1917, II, 78–80; Sb, 1.8.1917, II, 103–105; Sb, 9.8.1917, II, 128–129; Sb, 16.8.1917, II, 149; Sb, 23.8.1917, II, 180; Sb, 30.8.1917, II, 196–198; Sb, 5.9.1917, II, 222–223; Sb, 13.9.1917; II, 246).Google Scholar
  45. 45.
    Marwedel 1987, 136.Google Scholar
  46. 46.
    Hildesheimer 1984, 222.Google Scholar
  47. 47.
    Diesen konnte Helga Bemmann (1990, 158) erstmals nachweisen, die entsprechende Informationen in der Austrittskartei der Jüdischen Gemeinde von Großberlin sowie im Jüdischen Gemeindeblatt vom Juli 1914 ermittelt hat.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. ebd., 157.Google Scholar
  49. 49.
    Brief vom 4.5.1929; Tucholsky 1962, 205.Google Scholar
  50. 50.
    Hepp 1993, 289.Google Scholar
  51. 51.
    »Zur Erkenntnis der Juden«, Wb, 19.6.1928,1, 943–949, hier: 943 f. Eine entsprechende Bemerkung über Zweigs 1928 im Welt-Verlag erschienenes Buch findet sich in den bislang bekannten Texten und Briefen Tucholskys nicht. — Jacobsohn schrieb 1920 an Julius Bab (Postkarte vom 3. August 1920; Original in der Akademie der Künste, Berlin), Karl Kraus (Postkarte vom 28.7.1920; Original in der Stadt- und Landesbibliothek Wien) und Fritz Mauthner (Postkarte vom 28.7.1920; Original im Leo-Baeck-Institut, New York), er stelle für den Welt-Verlag einen Sammelband mit dem Titel »Die Juden auf der deutschen Bühne« zusammen. Zweig hat das von Jacobsohn nicht ausgeführte Projekt nach dessen Tod übernommen und das Buch mit der gedruckten Widmung »In memoriam Siegfried Jacobsohn« versehen.Google Scholar
  52. 52.
    Tucholsky 1962, 333 f.Google Scholar
  53. 53.
    Ebd., 336.Google Scholar
  54. 54.
    Ebd., 338.Google Scholar
  55. 55.
    Unveröffentlichter Brief von Kurt Tucholsky an Mary Tucholsky vom 6.7.1927.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. Hepp 1993, 289.Google Scholar
  57. 57.
    Baioni 1994.Google Scholar
  58. 58.
    Brief von Jacobsohn an Tucholsky vom 11.6.1920; in: Jacobsohn 1989, 63.Google Scholar
  59. 59.
    Antwort: Zeitungsschreiber, Wb, 17.8.1926, II, 278. Jacobsohn wiederholte seine Vorwürfe in der Antwort »Zeitungsschreiber«, Wb, 24.8.1926, II, 318. Bereits 1918 hatte Jacobsohn in der Rubrik »Antworten«, den mangelnden jüdischen Protest gegen eine antisemitische Theaterauf-fuhrung kritisiert. Bei einer solchen Haltung, so Jacobsohn, sei es erstaunlich, daß man sich über Flugblätter wundere, die zur Ausrottung der Juden aufforderten (Antwort: Berliner Juden, Wb, 19.12.1918, II, 591–592); vgl. auch die Antworten »Berliner Jude« (Wb, 26.12.1918, II, 615–616 und Wb, 2.1.1919, 23). Vgl. auch Karl Radeks 1921 — unter dem Pseudonym »Viator« veröffentlichten — Weltbühnen-Beitrag, in dem er seinen Unmut artikulierte über jene »deutschen Juden, die kaisertreu vom preußischen P... scheitel bis zum Knopfloch waren und heute noch ihrer glühenden Kaiserverehrung in alleruntertänigsten, mit >treu-deutschem Gruß< unterzeichneten Episteln Ausdruck verleihen« (»National-deutsche Juden«, Wb, 27.1.1921, I, 114–115, hier: 115).Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Ludwig Holländer: Central-Verein und Staatspartei, C. V.-Zeitung, 15.8.1930, 429–430.Google Scholar
  61. 61.
    »Wahlkampf: C.V. und Staatspartei«, Wb, 26.8.1930, II, 293–295, hier: 295.Google Scholar
  62. 62.
    »The Kid«, Wb, 6.12.1923, II, 564–566, hier: 565; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 3, 358–361, hier: 360. So auch in: Antwort: Centralverein deutscher Staatsjuden bürgerlichen Glaubens, Wb, 13.9.1927, 429–430 und Tubal: Wen wählen die Juden, Wb, 21.2.1933, 298.Google Scholar
  63. 63.
    Beate Schmeichel-Falkenberg teilte in ihrem Aufsatz »>Ich bin aus dem Judentum ausgetreten und weiß, daß man das gar nicht kann<. Kurt Tucholsky und das Judentum« (in: Benz/Neiss 1994, 79–94) mit, auch Jacobsohn sei aus dem Judentum ausgetreten. Sie lieferte keine Quellenangabe, teilte aber auf Anfrage mit, Grundlage für ihre Feststellung sei die Tatsache gewesen, daß Jacobsohn auf einem christlichen Friedhof (dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf bei Berlin) begraben liege. Ein sicherer Beleg für ihre These ist dies allerdings nicht. Sollte Jacobsohn beispielsweise seine Einäscherung verfügt haben, wäre ein Begräbnis auf einem jüdischen Friedhof unmöglich gewesen. Anders als bei Tucholsky ließ sich in der Austrittskartei der Jüdischen Gemeinde von Berlin kein Austritt Jacobsohns aus dem Judentum feststellen (für die Recherche danke ich Stefanie Brauer). — Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß Jacobsohn 1917 Martin Buber Beiträge für seine Zeitschrift Der Jude in Aussicht gestellt hat (Postkarte vom 22.11.1915, Original in der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem). Dort sind jedoch keine Artikel Jacobsohns erschienen. Noch 1921 schrieb er aber an Siegmund Kaznelson, es freue ihn, daß die Zeitschrift Der Jude wieder erscheinen solle: »Der Exitus dieses Blattes wäre ein Jammer und eine Niederlage gewesen« (Postkarte vom 30.6.1921, Original in der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem).Google Scholar
  64. 64.
    Moritz Heimann, von 1895 bis 1923 Lektor des S. Fischer Verlags, veröffentlichte in der Wb mehr als vierzig Beiträge. In einem Brief vom 12.3.1923 (Original im Deutschen Literaturarchiv, Marbach) versichert Jacobsohn Heimann, er sei der »meistgeschätzteste[] unter allen Mitarbeitern«. Vgl. auch Jacobsohns Nachruf »Erinnerungen an Moritz Heimann«, Wb, 6.10.1925, II, 536–538.Google Scholar
  65. 65.
    Gert Mattenklott: Moritz Heimann. Ein Porträt; in: Heimann 1986, 251–276, hier: 274. Vgl. dort auch insbesondere Heimanns Aufsatz »Zionismus und Politik« (181–191).Google Scholar
  66. 66.
    Dabei handelt es sich um folgende Beiträge: Erich Marx: Palästina, Wb, 28.10.1920, II, 495–496; Rudolf Schay: Der Zionismus, Wb, 9.12.1920, II, 667–670; Erich Marx: Palästina-Mandat, Wb, 3.3.1921, I, 261; Moritz Heimann: Reise durch das jüdische Palästina, Wb, 15.3.1923, I, 299–303; Felix Weltsch: Zionistenkongreß, Wb, 13.9.1923, II, 256–258; Frank Warschauer: Palästina, Wb, 24.4.1924, I, 544–545; Hans Kohn: Theodor Herzl, Wb, 31.7.1924, II, 181–183; Arnold Zweig: Heutiger Zionismus, Wb, 27.1.1925, I, 124–127; Gustav Krojanker: Der Zionisten-Kongreß, Wb, 15.9.1925, II, 404–408; Gerhard Holdheim: Das neue Palästina, Wb, 29.12.1925, II, 996–997.Google Scholar
  67. 67.
    Gemeint ist das »Mandate for Palestine«, das vom Völkerbund am 24.7.1922 verabschiedet wurde und am 29.9.1923 in Kraft trat. Im Artikel 2 wird England als Mandatsmacht zum »developement of self-governing institutions« verpflichtet.Google Scholar
  68. 68.
    Wb, 20.4.1926,1, 607–609, hier: 608.Google Scholar
  69. 69.
    »Für den Zionismus«, Wb, 4.5.1926,1, 683–687, hier: 683.Google Scholar
  70. 70.
    Ebd., 685.Google Scholar
  71. 71.
    Ebd., 686.Google Scholar
  72. 72.
    »Die >Wahrheit über Palästinas, Wb, 5.10.1926, II, 527–532, hier: 528. Darauf reagierte, Weiz-mann verteidigend, Karl Glaser, der Jugendsekretär der »Zionistischen Vereinigung für Deutschland« (»Wahrheit über Palästina?«, Wb, 19.10.1926, II, 611–613). Schließlich versuchte Arthur Holitscher die Gegensätze zwischen Levy und Glaser zu vermitteln, indem er urteilte, »[d]aß Glaser wie Levy recht und unrecht« hätten (»Noch einige Wahrheiten über Palästina«, Wb, 26.10.1926, II, 655–657, hier: 656).Google Scholar
  73. 73.
    Wb, 27.9.1927, II, 479–481.Google Scholar
  74. 74.
    Wb, 7.8.1928, II, 191–194.Google Scholar
  75. 75.
    Im gleichen Heft, in dem Ossietzky zu den aktuellen Vorgängen Stellung nahm, erschien von Arnold Zweig ein zionistisches Plädoyer »Für das arbeitende Palästina« (Wb, 3.9.1929, II, 345–348), das auf die blutigen Ereignisse in Palästina nicht einging. Im darauffolgenden Heft macht Arthur Koestler dann in einem Artikel mit dem Titel »Das Verbrechen in Palästina« erneut die englische Mandatsmacht für die Vorfälle verantwortlich. Koestler ging in seinen Vorwürfen weiter als Ossietzky, denn er mutmaßte, einem jüdisch-arabischen Zusammenstoß seien bewußt die Wege geebnet worden, »um so einen Vorwand zur Abschaffung der Balfour-Deklaration, die die britische Politik im Nahen Osten störe, zu erhalten« (»Das Verbrechen in Palästina«, Wb, 10.9.1929, II, 392–395, hier 392 f).Google Scholar
  76. 76.
    Zu nennen sind Richard Lewinsohns Artikel »Das Verbrechen in Palästina« (Wb, 19.11.1929, II, 781–784) und »Galizien am Meer« (Wb, 26.11.1929, II, 814–816), sowie die Beiträge »Der jüdische Revolutionär« von Manfred Georg (Wb, 25.2.1930, I, 313–316; hier: 315); »Pogromangst« von Heinz Liepmann (Wb, 12.8.1930, II, 248–249), »Verband sächsischer Germanen« von Ernst Bloch (Wb, 21.10.1930, II, 615–617), »Jüdische Wahlen« von Willy Oskar Somin (Wb, 9.12.1930, II, 881–882), »Der Untergang des Judentum« von Bruno Frei (Wb, 5.1.1932, I, 14–17), »Wir Juden mitten drin«, »Juden beim Zentrum«, »Judenreines Theater« von Hilde Walter (Wb, 23.2.1932,1, 280–283; Wb, 16.8.1932, II, 228–229; Wb, 31.1.1933, 185–186) »Wen wählen die Juden« von Tuval (Wb, 21.2.1933, 298).Google Scholar
  77. 77.
    Stapel 1928, 56.Google Scholar
  78. 78.
    »Antisemiten«, Wb, 19.7.1932, II, 88–97, hier: 96; jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 6, 396–409, hier: 406.Google Scholar
  79. 79.
    Stapel 1928, 57.Google Scholar
  80. 80.
    Wie Anm. 79, S. 96 (Wb), S. 406 f (Ossietzky 1994, Bd. 6).Google Scholar
  81. 81.
    Grijn Santen 1994.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

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  • Gunther Nickel

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