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Von der Theaterkritik der Schaubühne zur Theaterkritik der Weltbühne

  • Gunther Nickel
Chapter
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Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series

Zusammenfassung

Bis 1918 war dem expressionistischen Drama, wie Rüdiger Steinlein in seiner Untersuchung zur theaterkritischen Rezeption des expressionistischen Dramas bemerkte, »der Weg zu seinem wichtigsten Medium, dem Theater, nahezu völlig versperrt« geblieben.2 Erst mit dem Ende des Ersten Weltkriegs setzte die Breitenwirkung des Expressionismus und damit auch die umfangreichere Beschäftigung der Schaubühne/Weltbühne mit dem expressionistischen Drama ein, wenn auch zuvor schon einige wenige Beiträge zu dem »neuen Stil« erschienen waren.

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Literatur

  1. 1.
    Peter Panter: Die Aussortierten, Wb, 13.1.1931,1, 58–61, hier: 58; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 9, 112–115, hier: 112.Google Scholar
  2. 2.
    Steinlein 1974,24.Google Scholar
  3. 3.
    Antwort: Emerenzia, Wb, 25.4.1918,1, 398.Google Scholar
  4. 4.
    »Expressionismus«, Sb, 15.6.1916,1, 570–574.Google Scholar
  5. 5.
    »Das feuilletonistische Ich«, Sb, 3.8.1916, II, 102–103.Google Scholar
  6. 6.
    Friedrich Koffka: Expressionismus und einiges Andre, Sb, 1.2.1917,1, 104–107, hier: 104.Google Scholar
  7. 7.
    Ebd., 105.Google Scholar
  8. 8.
    »Expressionismus und nichts Andres«, Sb, 8.2.1917,1, 123–127, hier: 124.Google Scholar
  9. 9.
    »Expressionismus und das Andre«, Sb, 8.3.1917,1, 222–225, hier: 222.Google Scholar
  10. 10.
    »Die Expressionisten und das Drama«, Sb, 19.9.1916, II, 266–270.Google Scholar
  11. 11.
    »Expressionistisches Drama«, Sb, 26.9.1916, II, 286–289, hier: 287.Google Scholar
  12. 12.
    Ebd., 289.Google Scholar
  13. 13.
    Explizit sprach er einmal von »expressionistischen oder sonstwie benamsten Modeverschnörke-lungen« (»Kaiser und Toller«, Wb, 9.10.1919, II, 450–453, hier: 450).Google Scholar
  14. 14.
    »Das junge Deutschland«, Sb, 3.1.1918,1, 16–19, hier: 16.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. dazu folgende Bemerkungen Jacobsohns: »Und wenn die Ibsen-Gläubigkeit noch mehr und immer mehr und mehr vom Fleische fällt: >Baumeister Solneß< bleibt.« (»Baumeister Solneß«, Sb, 22.4.1915, I, 375–276, hier: 375) »Die Vieldeutigkeit macht den >Baumeister Solneß< zum Kunstwerk. Ibsen will hier erahnt sein [...] Belebungsströme für eine zermürbte Generation? Nein. Aber immerhin esoterische Freuden für eine Gemeinde, die noch ihre Zermürbtheit zu genießen versteht, und eine verführerische Aufgabe für den antinaturalistischen Regisseur.« (»Ibsen und Strindberg«, Wb, 23.9.1920, II, 337–340, hier: 338).Google Scholar
  16. 16.
    »Das junge Deutschland«, Sb, 3.1.1918, 16–19, hier: 16.Google Scholar
  17. 17.
    »Versuch eines zukünftigen Dramas«, Sb, 2.4.1914,1, 391–394, hier: 392.Google Scholar
  18. 18.
  19. 19.
  20. 20.
    »Der Sohn«, Wb, 4.4.1918,1, 325–327, hier 325.Google Scholar
  21. 21.
    Ebd., 326.Google Scholar
  22. 22.
    »Hölle, Weg, Erde«, Wb, 29.1.1920,1, 149–150, hier: 149.Google Scholar
  23. 23.
  24. 24.
    Vgl. »Von Morgens bis Mitternachts«, Wb, 20.2.1919,1, 207–208.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. »Alt und neue Märchen«, Wb, 5.3.1919,1, 262–265, hier: 262.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. »Kaiser und Toller«, Wb, 9.10.1919, II, 450–453, hier 450 f.Google Scholar
  27. 27.
    »Europa«, Wb, 18.11.1920, II, 584–585, hier: 584.Google Scholar
  28. 28.
    »Theater im November«, Wb, 5.12.1918, II, 535–536, hier: 536.Google Scholar
  29. 29.
    »Kaiser und Toller«, Wb, 9.10.1919, II, 450–453, hier 452.Google Scholar
  30. 30.
    Ebd., 550.Google Scholar
  31. 31.
    »Die Maschinenstürmer«, Wb, 6.7.1922, II, 15–16, hier: 15.Google Scholar
  32. 32.
    Walter Hasenclever: Kunst und Definition (1916); jetzt in: Hasenclever 1963, 504.Google Scholar
  33. 33.
    Waiden 1917, 96 f.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Szondi 1978a, 96–99.Google Scholar
  35. 35.
    So allerdings an einer Stelle auch Szondi (1978a, 96 f), der in der Übernahme und Anverwand-lung der Strindbergschen Stationentechnik im Expressionismus eine Episierung erkannte.Google Scholar
  36. 36.
    »Trommeln in der Nacht«, Wb, 28.12.1922, II, 680–681, hier: 681.Google Scholar
  37. 37.
    Ebd., 680.Google Scholar
  38. 38.
    »Anarchie in Sillian«, Wb, 8.5.1924,1, 630.Google Scholar
  39. 39.
    Berliner Börsen-Courier, 5.10.1922; jetzt in: Ihering 1974, 190–192.Google Scholar
  40. 40.
    »Kleisttheater: der Name soll symbolischen Klang haben. Er soll das Repertoire einer Bühne nicht auf die Werke unsers größten Dramatikers einschränken, wohl aber auf eine Dramenreihe, an deren Anfang gewissermaßen Kleist, in deren Mittelpunkt Hebbel, an deren Ende bis jetzt Paul Ernst steht.« (Ihering in: Sb, 16.12.1909, II, 660–661, hier: 660.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. Alfred Kerr: Die Komik des Übergangs. Sätze zum Drama; in: Die Neue Rundschau 10 (1923), 916.Google Scholar
  42. 42.
    »Zwei Selbstverkenner«, Wb, 2.10.1919, II, 423–425, hier: 425.Google Scholar
  43. 43.
    »Hartleben und Sternheim«, Sb, 13.3.1913,1, 302–306, hier: 303.Google Scholar
  44. 44.
    »Wien-Peking-Paris«, Wb, 27.10.1921, II, 430–432, hier: 432.Google Scholar
  45. 45.
    »Der Riese«, Sb, 23.2.1911,1, 201–203, hier: 202.Google Scholar
  46. 46.
    Jacobsohn 1912 ff, Bd. 1, 96. So auch in: »Die Kassette«, Wb, 20.12.1923, II, 627–628, hier: 628.Google Scholar
  47. 47.
    »Aus vier Jahrzehnten«, Wb, 15.4.1920, I, 433–437, hier: 436. So auch in: »1913«, Wb, 23.12.1924, II, 951–953, hier: 952.Google Scholar
  48. 48.
    »Gott, Mensch, Teufel«, Wb, 5.2.1920,1, 183–185, hier: 185.Google Scholar
  49. 49.
    »Bluth, Sternheim, Synge«, Wb, 14.2.1924,1, 202–204, hier: 202.Google Scholar
  50. 50.
    »Kräfte«, Wb, 21.4.1921,1, 436–437.Google Scholar
  51. 51.
    »... erhält sich das Getriebe...«, Wb, 13.10.1921, II, 378–380, hier: 378.Google Scholar
  52. 52.
    Ähnlich wie Karl Kraus fochten Jacobsohn und Tucholsky einen Kampf gegen den Jargon in der Presse und den Gebrauch von Modewörtern. Wolfgang Hering hat eine Reihe von Tucholskys Sprachglossen in einem Sammelband zusammengestellt, anhand dessen sich sein Kampf gegen »den bösen Verfall der deutschen Sprache« (Peter Panter: Zeitungsdeutsch und Briefstil, Wb, 17.12.1929, II, 921; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 7, 274–276, hier 274) gut verfolgen läßt (Tucholsky 1990a). Tucholskys ahistorisches und zuweilen in der Manier eines Oberlehrers vorgetragenes Sprachpflegertum läuft einer Einsicht zuwider, die er in einem Brief an Marierose Fuchs formuliert hat: »Sicherlich sind diese Unterhaltungen von Ihnen zu mir und umgekehrt voll von Mißverständnissen. Man müßte über das zu verwendende Vokabular ein Jahr diskutieren und jeden Begriff festlegen; auf den Flaschen stehen manchmal gleiche Etiketts, bei verschiedenem Inhalt. Man kann also nur mit gutem Willen sich nähern.« (Tucholsky 1970, 37) Die Feststellung, daß Sprachgebrauch und -verstehen auf Konventionen beruht, macht die von Tucholsky betriebenen Plädoyers für »gutes Deutsch« hinfällig. Zugleich unterminiert sie eine der Voraussetzungen, die jede Publizistik mit aufklärerischer Absicht machen muß: Daß ein Autor seine Intentionen mit Hilfe von Sprache wiedergeben kann und verstanden wird. Wenn aber Signifikanten prinzipiell auf kein eindeutiges Signifikat verweisen, ist es — will man sich nicht dem Schweigen überantworten — so naheliegend wie problematisch, nach den sprachlichen Manifestationen eines »guten Willens« zu suchen, der sich nur jenseits der Sprache denken läßt.Google Scholar
  53. 53.
    »Die Wupper«, Wb, 8.5.1919,1, 544–546.Google Scholar
  54. 54.
    »Tagore und Hasenclever«, Wb, 10.3.1921,1, 284–286, hier: 284 f.Google Scholar
  55. 55.
    »Lindner und Sternheim«, Sb, 19.9.1912, II, 252–256, hier: 253 f.Google Scholar
  56. 56.
    »Hartleben und Sternheim«, Sb, 13.3.1913, I, 302–306. So auch in: »Bürger Schippel«, Wb, 22.2.1923,1,221–222.Google Scholar
  57. 57.
  58. 58.
    »Seeschlacht«, Sb, 14.3.1918, 252–254, hier: 253.Google Scholar
  59. 59.
    »Zeit- und unzeitgemäßes Theater«, Wb, 9.1.1919,1, 43–44.Google Scholar
  60. 60.
    »Die falsche Aktualität«, Wb, 30.1.1919,1, 120.Google Scholar
  61. 61.
    »Alt[e] und neue Märchen«, Wb, 6.3.1919,1, 262–265, hier: 264.Google Scholar
  62. 62.
    Gemeint sind die Variete-Spezialisten Alfred und Fritz Rotter. In die gleiche Kerbe wie Jacobsohn schlug wenig später auch Kurt Tucholsky als Peter Panter: Die beiden Bindelbands, Wb, 20.11.1919,11,646.Google Scholar
  63. 63.
    »Die gute alte Zeit«, Wb, 13.11.1919, II, 605–609, hier: 609.Google Scholar
  64. 64.
    »Abschied vom Theater?«, Wb, 1.5.1919,1, 512–513, hier: 513.Google Scholar
  65. 65.
    Erschien 1919 der 8. Band von Das Jahr der Bühne noch im Verlag Oesterheld & Co., so gab Jacobsohn Band 9 (1920) und 10 (1921) im eigenen Verlag der Wb heraus. Im Oktober 1922 schrieb Jacobsohn Kurt Sprengel: »Das elfte >Jahr der Bühne< wird nur erscheinen können, wenn Sie mir einen Maecen dafür beschaffen.« (Postkarte vom 4.10.1922; Orig. im Leo-Baeck-Institut New York). Sonst äußerte er sich nicht über die Gründe für die Einstellung seiner jährlich erschienen monographischen Sammelpublikation.Google Scholar
  66. 66.
    In:Ihering 1974,21.Google Scholar
  67. 67.
    Wb, 10.3.1921,287–288.Google Scholar
  68. 68.
    Dabei ist nützlich zu wissen: Siemsen hat Jacobsohn 1916 im Zeit-Echo als einen Mann charakterisiert, »dem (scheinbar) nichts, aber gar nichts an einem guten Theater gelegen ist« (»Jacobsohn ruft nach der Polizei«, in: Zeit-Echo, 2. Jg., (1916), Heft 13, 206–208, hier: 207). -Divergierenden Beurteilungen von Siemsen und Jacobsohn gab es auch anläßlich einer Reinhardt-Inszenierung von Molières »Der eingebildete Kranke«. Siemsen sah durch Reinhardt die »menschlichste alle Komödien« zu einem verlogenen und unlebendigen Kunstgewerbe verunstaltet; man solle das Stück als Posse geben und kein Prunk- und Schaustück daraus machen (»Der eingebildete Kranke in den Kammerspielen«, in: Zeit-Echo, 2. Jg., (1916), Heft 11, 175–176; jetzt unter dem Titel »Reinhardt ebnet ein« in: Siemsen 1986 ff, Bd. 2, 83–86). Jacobsohn attestierte Reinhardt dagegen, er habe »uns einen Abend der Freude bereitet« (Sb, 14.3.1916, I, 258–261, hier: 260).Google Scholar
  69. 69.
    Jacobsohn 1989, 264.Google Scholar
  70. 70.
    Wb, 18.5.1926,1, 774–777, nachgedruckt in: Kaes 1978, 160–164 und Kaes 1983, 219–221.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. hierzu Jacobsohns Artikel mit der Überschrift »Kulturfaktor Film« (Sb, 17.4.1913, I, 444–445 und Sb, 17.7.1913, II, 707–708). Trotz seiner Aversion gegen den Film hat sich Jacobsohn um eine kontinuierliche Filmkritik in der Weltbühne bemüht. 1922 versuchte er Herbert Ihering für das Filmressort zu gewinnen: »Hätten Sie also Lust und die Möglichkeit, mir jeden Monat, zu einem beliebigen Termin, zusammenfassend über die deutschen Filme zu schreiben? (Die ausländischen möchte ich Siemsen lassen.)« (Brief von Jacobsohn an Ihering vom 23. September 1922; Original im Herbert-Ihering-Archiv der Akademie der Künste, Berlin). Die Antwort von Ihering ist nicht erhalten. Sofern es eine gegeben hat, muß sie abschlägig gelautet haben. Es kam jedenfalls nicht zu seiner filmkritischen Mitarbeit. Nachdem Siemsen 1922 schlagartig damit aufhörte, Filmkritiken in der Weltbühne zu publizieren und sich dafür anderen Themen zuwandte (erst ab Dezember 1925 beschäftigte er sich in der Weltbühne erneut in einigen Artikeln mit dem Film) übernahm Roland Schacht das Ressort. Schacht beendete 1923 aus nicht ermittelten Gründen seine Mitarbeit. An seine Stelle trat 1924 Frank Warschauer (der auch unter dem Pseudonym Frank Aschau publizierte), 1926 Axel Eggebrecht und Rudolf Arnheim.Google Scholar
  72. 72.
    Slang 1926, 7–8.Google Scholar
  73. 73.
    Ein spätes Zeugnis seiner Orientierung an einer traditionellen Dramaturgie stellt sein Verriß von Pirandellos »Sechs Personen suchen einen Autor« dar (Wb, 13.1.1925, 60–61).Google Scholar
  74. 74.
    Die Welt am Montag, 22.12.1902, zit. nach Fetting 1987, Bd. 1, 205–209, hier: 206.Google Scholar
  75. 75.
    »Wandlungen«, Die Welt am Montag, 5.10.1903.Google Scholar
  76. 76.
    »Im Berliner Theater«, Die Welt am Montag, 8.2.1904.Google Scholar
  77. 77.
    »Früchte der Bildung«, Die Welt am Montag, 14.12.1903.Google Scholar
  78. 78.
    Jacobsohn 1910, VII.Google Scholar
  79. 79.
    Ebd., VIII.Google Scholar
  80. 80.
  81. 81.
  82. 82.
  83. 83.
    Vgl. »Das junge Deutschland«, Sb, 3.1.1918, 16–19, hier: 17.Google Scholar
  84. 84.
    Jacobsohn 1910,94.Google Scholar
  85. 85.
  86. 86.
    Ebd., 120.Google Scholar
  87. 87.
    Ebd., 125.Google Scholar
  88. 88.
    Jacobsohn 1910, 134.Google Scholar
  89. 89.
    »Gespenstersonate«, Sb, 24.10.1916, II, 392–394, hier: 394.Google Scholar
  90. 90.
  91. 91.
    Bergmann 1906, 13.Google Scholar
  92. 92.
  93. 93.
  94. 94.
  95. 95.
  96. 96.
    »Der Fall Reinhardt«, Sb, 3.5.1906,1, 540.Google Scholar
  97. 97.
    »Der Fall Reinhardt«, Sb, 17.5.1906,1, 598.Google Scholar
  98. 98.
    Vgl. die Meldung »Der Fall Reinhardt« im Feuilleton des Berliner Tageblatts vom 23.1.1907, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  99. 99.
    Vossische Zeitung, 30.1.1907, Abend-Ausgabe, fortgesetzt in der Vossischen Zeitung vom 31.1.1907, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  100. 100.
  101. 101.
    Am 31.1.1907 wurde Max Reinhardt geladen und zu diesem Punkt befragt. Die Vossische Zeitung (1.2.1907, Morgen-Ausgabe) berichtete: »Direktor Reinhardt erklärt, daß er von den Ja-cobsohnschen Artikeln nichts gewußt und sie auch nicht veranlaßt habe. Er habe auch niemals Herrn Jacobsohn als Dramaturgen anstellen wollen. Justizrat: Herr Jacobsohn hat aber doch gestern hier gesagt, daß Sie zu wiederholten Malen beabsichtigt hätten, ihn als Dramaturg fest anzustellen. Zeuge R.: Ich habe nur flüchtig mit Jacobsohn über die Herausgabe eines Programmheftes gesprochen. Vorsitzender: Aber nicht über die Anstellung als Dramaturg? Zeuge: Das sind Bezeichnungen. Mein Theater steht in dem Rufe, sehr viele Dramaturgen zu haben, darunter versteht man alles mögliche.«Google Scholar
  102. 102.
  103. 103.
    Vossische Zeitung, 2.2.1907, Morgen-Ausgabe. Auf Details in der Berichterstattung der Berliner Tagespresse reagierte Jacobsohn mit einer »Richtigstellung« und stellte in Aussicht: »Zu dem ganzen >Prozeß< werden — vielleicht — noch ein paar Worte zu sagen sein, wenn das Urteil rechtskräftig geworden ist.« (Sb, 7.2.1907, I, 161–162) In der Sb finden sich jedoch keine weiteren Stellungnahmen.Google Scholar
  104. 104.
    Berliner Tageblatt, 8.11.1910, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  105. 105.
    »Reinhardt und Oedipus«, Sb, 17.11.1910,11, 1176–1178.Google Scholar
  106. 106.
    »Reinhardts Orestie«, Sb, 28.9.1911, II, 266–269.Google Scholar
  107. 107.
    »Die Orestie in Berlin«, Sb, 26.10.1911, II, 374–376.Google Scholar
  108. 108.
    »Die Orestie«, Deutsche Montagszeitung, 16.10.1911, dann in: Jacobsohn 1912 ff, Bd. 1, 44–52, hier: 51. Vgl. auch Jacobsohns »Brief an Reinhardt«, Deutsche Montagszeitung, 4.9.1911, dann in Jacobsohn 1912 ff, Bd. 1, 6–14.Google Scholar
  109. 109.
    Vgl. Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Erste Fassung in: Benjamin 1980, Bd. 1, 435–474, hier: 464–466; zweite Fassung in: Benjamin 1991, 350–384, hier: 380–381; dritte Fassung in: Benjamin 1980, Bd. 1, 474–508, hier 503–505.Google Scholar
  110. 110.
    Zuerst in: Theaterrundschau 1911, Nr. 1352, 11 f; zit. nach Reinhardt, M. 1989, 447 f.Google Scholar
  111. 111.
    Löwenthal 1990, 13.Google Scholar
  112. 112.
    »Jedermann«, Sb, 7.12.1911, II, 539–541.Google Scholar
  113. 113.
    »Kammer- und Schlafkammerspiele«, Wb, 20.1.1921, I, 72–74, hier: 74. Der letzte Satz enthält eine Anspielung auf das »Vorspiel auf dem Theater« aus Goethes »Faust«, bei der es nicht uninteressant ist, sich des Originals zu versichern. Bei Goethe sagt der Theaterdirektor: »Und, was das Allerschlimmste bleibt,/ Gar mancher kommt vom Lesen der Journale./ Und Neugier nur beflügelt jeden Schritt;/ Die Damen geben sich und ihren Putz zum besten/ Und spielen ohne Gage mit.« Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, sich vorzustellen, einige Besucher der Schnitzler-Aufführung seien gerade vom Lesen der Wb ins Theater geeilt.Google Scholar
  114. 114.
    »Theater im November«, Wb, 5.12.1918, II, 535–536, hier: 536.Google Scholar
  115. 115.
    Vgl. »Der Fall Reinhardt«, Weser-Zeitung, 15.2.1918, Zweite Morgen-Ausgabe; auch in: Frankfurter Nachrichten, 18.2.1918, Abend-Ausgabe; Der Friede 1 (1918), 115–117; dann in: Jacobsohn 1912 ff, Bd. 7, 117–128.Google Scholar
  116. 116.
    »Der Kaiser von Europa«, Wb, 3.6.1930,1, 843–846, hier: 843.Google Scholar
  117. 117.
    Vgl. »Reinhardts Bilanz«, Wb, 20.6.1918,1, 569–571.Google Scholar
  118. 118.
    »Großes Schauspielhaus«, Wb, 4.12.1919, II, 702–704.Google Scholar
  119. 119.
  120. 120.
    »Die abgekürzte Chronik«, Wb, 11.12.1919, II, 734.Google Scholar
  121. 121.
    »Hamlet im Zirkus«, Wb, 22.1.1920,1, 117–119, hier 119.Google Scholar
  122. 122.
    Ebd., 117.Google Scholar
  123. 123.
  124. 124.
    Ebd., 118.Google Scholar
  125. 125.
    »Danton«, Wb, 26.2.1920,1, 273–275, hier: 275.Google Scholar
  126. 126.
    »Der Fall Reinhardt«, Sb, 3.5.1906,1, 540.Google Scholar
  127. 127.
    So in der redaktionellen Vorbemerkung zum Vorabdruck des 6. Kapitels aus Baumgartens Schrift (Wb, 13.5.1920, I, 563–570). Die Monographie (Baumgarten 1920) erschien dann im Verlag Hans Heinrich Tillgner, da es zwischen Baumgarten und Jacobsohn kurz vor Auslieferung der bereits gedruckten Broschüre zum Zerwürfnis kam. Offenbar hat Baumgarten daraufhin Efraim Frisch, den Herausgeber des Neuen Merkurs, um eine Veröffentlichung ersucht, denn Frisch hat bei Jacobsohn angefragt, was geschehen sei. Jacobsohn berichtete, Baumgarten habe ihn »aus heiterm Himmel« und »[o]hne den mindesten objektiven, ja ohne erkennbaren subjektiven Grund« der Kramerei und Gaunerei geziehen. Jacobsohn empfahl Frisch, das Buch, das er sehr gerne gedruckt sähe, nur dann zu übernehmen, wenn ein Vertrag unter Assistenz eines Anwalts geschlossen würde (Brief von Jacobsohn an Frisch vom 25.6.1920; Original im Leo-Baeck-Insitute, New York). Wie das Buch schließlich in den Verlag von Tillgner gelangte, konnte nicht ermittelt werden. Möglicherweise war Jacobsohn hier initiativ, denn zwischen Hans Heinrich Tillgner, Victor Goldschmidt und Siegfried Jacobsohn bestand ein Vertrag über eine Betriebsgesellschaft der Wb. In einem Brief vom 22.6.1922 auf dem Briefpapier der Wb (Original im Nachlaß Harden des Bundesarchivs Koblenz) teilte Goldschmidt dies jedenfalls Maximilian Harden mit und schlug ihm einen Vertrag vor, der mit jenem der Wb gleichlautend sei.Google Scholar
  128. 128.
    Original in der Akademie der Künste, Berlin. Fast gleichlautend ist eine Passage in Jacobsohns Brief an Tucholsky vom 16.7.1919 (vgl. Jacobsohn 1989, 45).Google Scholar
  129. 129.
    »Theater — und Revolution?« In: Deutscher Revolutionsalmanach für das Jahr 1919. Hamburg-Berlin 1919,133–134.Google Scholar
  130. 130.
    »Intermezzo«, Die Welt am Montag, 12.10.1903.Google Scholar
  131. 131.
    »Sylvesterscherze«, Die Welt am Montag, 4.1.1904.Google Scholar
  132. 132.
    Deutsche Montagszeitung, 14.11.1910.Google Scholar
  133. 133.
    »Der Zerrissene«, Deutsche Montagszeitung, 5.12.1910.Google Scholar
  134. 134.
    »Vergnügungen um Neujahr«, Wb, 12.1.1922,1, 44–47, hier: 45.Google Scholar
  135. 135.
    Ebd. Von Jacobsohn auch zitiert in seiner Besprechung »Der Zerrissene«, Sb, 23.7.1908, II, 57–59, hier: 57. Das Zitat stammt aus Hebbels Rezension »Das >Versprechen hinter’m Herd< im Burgtheater« von 1849 (Hebbel 1903, 260–265; hier: 261).Google Scholar
  136. 136.
    »Der Verschwender«, Wb, 8.6.1922,1, 578–579, hier: 578.Google Scholar
  137. 137.
    »Grotesken«, Wb, 7.11.1918, II, 442–443.Google Scholar
  138. 138.
    »Gaben Gottes«, Wb, 4.3.1920,1, 308–309, hier: 309.Google Scholar
  139. 139.
    »Silvesterscherze«, Wb, 6.1.1925,1, 24–25, hier: 25.Google Scholar
  140. 140.
    »Gaben Gottes«, Wb, 4.3.1920,1, 308–309, hier: 308.Google Scholar
  141. 141.
    Vgl. hierzu auch Siems 1995, 98–110.Google Scholar
  142. 142.
    Peter Panter: Variété und Kritik, Wb, 27.7.1922, II, 88–90, hier: 88; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 3, 234–237, hier: 234.Google Scholar
  143. 143.
    Peter Panter: Frühlingsvormittag, Wb, 22.3.1923,1, 341–342, hier: 342; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 3, 313–315, hier: 315.Google Scholar
  144. 144.
    Ähnliche Metaphern finden sich auch bei Frank Warschauer, der nach dem Besuch einer Revue notierte: »All dies und noch viel Andres ist kunstlos aufeinander geschichtet, ohne Sinn für die Nerven der Zuschauer. Man wird einem unablässigen Trommelfeuer von Genüssen ausgesetzt, besonders im ersten Teil; es knattert ununterbrochen; ein Gang folgt dem andern mit unheimlicher Geschwindigkeit — und Alles, Alles ist Dessert! Die ganze Sache ist durchaus nicht bekömmlich, sondern verursacht Kopfschmerzen« (»Berliner Revuen«, Wb, 16.12.1924, II, 920–921, hier: 921).Google Scholar
  145. 145.
    Peter Panter: Konfekt, Wb, 13.10.1921, II, 386–387, hier: 386 (nicht in Tucholsky 1975, 1985a, 1989b.)Google Scholar
  146. 146.
    Peter Panter: Variété und Kritik, Wb, 27.7.1922, II, 88–90, hier: 88; jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 3, 234–237, hier: 237.Google Scholar
  147. 147.
    Ebd., 89 (Wb); 235 (Tucholsky 1975, Bd. 3).Google Scholar
  148. 148.
    Peter Panter: Notschrei, Sb, 9.10.1913, II, 984–985, hier: 984; jetzt in: Tucholsky 1985a, 64–66, hier: 64.Google Scholar
  149. 149.
  150. 150.
    »Barrie und Beyerlein«, Die Welt am Montag, 2.11.1903.Google Scholar
  151. 151.
    »Volkstheater«, Sb, 1.2.1906,1, 138–142, hier: 141.Google Scholar
  152. 152.
    Ebd., 142.Google Scholar
  153. 153.
    Vgl. dazu ausführlich Scherer 1974a, zusammenfassend Scherer 1974b; vgl. auch Braulich 1976, Chung 1989 und Peter Sprengel: Erinnerungen an eine Utopie — Aus der Frühzeit der Berliner Volksbühne; in: Pforte 1990, 11–31.Google Scholar
  154. 154.
    Bruno Wille im Magazin für Litteratur, zit. nach: Selo 1930, 60.Google Scholar
  155. 155.
    »Die Neue freie Volksbühne«, Sb, 19.10.1905, 192–194, hier: 193 f.Google Scholar
  156. 156.
    »Volksbühne und Kammerspiel«, Sb, 7.4.1910,1, 359–362, hier: 360.Google Scholar
  157. 157.
    Vgl. ebd. und Julius Bab: »Theaterpolitik«, Sb, 22.8.1907, II, 145–149.Google Scholar
  158. 158.
    Vgl. Hans Ostwald: Die Neue Freie Volksbühne, Sb, 8.9.1910, II, 899–902.Google Scholar
  159. 159.
    »Erklärung«, Sb, 6.10.1910, II, 1006.Google Scholar
  160. 160.
    Vgl. dazu: Robert Breuer: Das Haus der Neuen Freien Volksbühne, Sb, 31.12.1914, II, 540–543.Google Scholar
  161. 161.
    Bruno Wille: Mit vereinten Kräften; in: Die Volksbühne, Heft 2, 1.12.1915, 6; zit. nach Freydank 1988, 384.Google Scholar
  162. 162.
    »Sozialisierung des Theaters«, Wb, 25.1.1919,1, 90–93, hier: 92.Google Scholar
  163. 163.
    Vgl. »Sozialisierung des Theaters«, Wb, 19.12.1918, 580–584.Google Scholar
  164. 164.
    Antwort: Berliner Schauspieler und Schauspielerinnen, Wb, 17.4.1919,1, 458–460, hier: 458.Google Scholar
  165. 165.
    Vgl. Gustav Landauers Artikel »In eigener Sache!«; in: Masken. Halbmonatsschrift des Düsseldorfer Schauspielhauses. 14. (1918/19), Heft 16 und den zusammenfassenden Bericht von Fritz Engel: Düsseldorf. Wie ein Theater ruiniert wird; in: Berliner Tageblatt, 26.4.1919, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  166. 166.
    Brief von Jacobsohn an Haenisch, 26.4.1919 (im Nachlaß Konrad Haenisch des Bundesarchivs Potsdam). Vgl. zu Rickelt und seiner Politik im Verband deutscher Bühnenangehöriger auch Jacobsohns Artikel »Von Rickelt bis Reinhardt«, Wb, 16.12.1920, II, 706–708, hier: 706 f.Google Scholar
  167. 167.
    Zit. nach Antwort: Erwachsener, Wb, 1.5.1919,1, 518. Das Original des Briefes ist nicht erhalten.Google Scholar
  168. 168.
    »Von Rickelt bis Reinhardt«, Wb, 16.12.1920, II, 706–708, hier: 707 f.Google Scholar
  169. 169.
    Sb, 14.1.1915,1,42–44, hier: 42.Google Scholar
  170. 170.
    Ebd., 43 f.Google Scholar
  171. 171.
  172. 172.
    »Die Volksbühne«, Sb, 25.2.1915,1, 184–186, hier: 185 f.Google Scholar
  173. 173.
    Ebd., 186.Google Scholar
  174. 174.
    Vgl. ebd., 187.Google Scholar
  175. 175.
    »Der Sturm«, Sb, 21.10.1915, II, 369–372, hier: 372.Google Scholar
  176. 176.
    »Feind, Freund und Neutraler«, Sb, 10.10.1916, II, 344–347, hier: 346.Google Scholar
  177. 177.
    »Von Reinhardt«, Sb, 29.11.1917, II, 514–517, hier: 517.Google Scholar
  178. 178.
    »Die Hermannsschlacht«, Sb, 7.2.1918, 134–137, hier: 135 f.Google Scholar
  179. 179.
    Braulich 1976,99.Google Scholar
  180. 180.
    »Antwort: Zwei Provinzler«, Sb, 3.1.1918, 24.Google Scholar
  181. 181.
    »Theater im November«, Wb, 5.12.1918, II, 535–536, hier: 536.Google Scholar
  182. 182.
  183. 183.
    Theobald Tiger: Wo ist der Schnee..., Simplicissimus, 27.10.1930, 368: jetzt in: Tucholsky 1975, Bd. 8,261.Google Scholar
  184. 184.
    Leopold Jessner: Antrittsrede als Intendant des Staatlichen Schauspielhauses Berlin; in: Jessner 1979, 16. Vgl. zu Jessners Theaterkonzeption auch Müllermeister 1958.Google Scholar
  185. 185.
    »Ein Theaterskandal im Schauspielhaus«, Germania, 13.12.1919.Google Scholar
  186. 186.
    Berliner Börsen-Courier, 13.12.1919, Morgen-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 1, 190–191.Google Scholar
  187. 187.
    Kortner 1959,354.Google Scholar
  188. 188.
    Berliner Tageblatt, 14.12.1919, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  189. 189.
    Germania, 14.12.1919, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  190. 190.
    Vorwärts, 13.12.1919, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  191. 191.
    Deutsche Allgemeine Zeitung, 13.12.1919, Abend-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 1, 194–196, hier: 195 und Fetting 1987, Bd. 2, 46–50.Google Scholar
  192. 192.
    BZ. am Mittag, 13.12.1919; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 1, 196–197.Google Scholar
  193. 193.
    Berliner Börsen-Courier, 13.12.1919, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  194. 194.
    Berliner Tageblatt, 13.12.1919, Morgen-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 1, 193–194 und Fetting 1987, Bd. 2, 45–46.Google Scholar
  195. 195.
    Wb, 25.12.1919, II, 797–798; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 1, 191–193 und Fetting 1987, Bd. 2, 50–53.Google Scholar
  196. 196.
  197. 197.
    »Jessners Faust«, Wb, 26.4.1923,1, 485–486, hier: 485.Google Scholar
  198. 198.
    »Wallenstein I«, Wb, 16.10.1924, II, 590–593; »Wallenstein II«, Wb, 23.10.1924, II, 627–632, hier: 627.Google Scholar
  199. 199.
  200. 200.
    »Jessner am Scheidewege«, Berliner Volks-Zeitung, 14.2.1922, Abend-Ausgabe; jetzt in: Os-sietzky 1994, Bd. 2, 37 f.Google Scholar
  201. 201.
    »Don Carlos«, Wb, 23.2.1922,1, 195–198, hier: 196 f.Google Scholar
  202. 202.
    »Die Theaterkrise«, Wb, 15.3.1923,1, 308–309, hier: 308.Google Scholar
  203. 203.
    Germania, 17.2.1923.Google Scholar
  204. 204.
    Deutsche Allgemeine Zeitung, 18.2.1923.Google Scholar
  205. 205.
    Vossische Zeitung, 17.2.1923, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  206. 206.
    »Die Theaterkrise«, Wb, 15.3.1923,1, 308–309, hier: 309.Google Scholar
  207. 207.
    »Geschäfts- und Volksbühne«, Wb, 10.2.1921,1, 172–173, hier: 173.Google Scholar
  208. 208.
    »Vergnügungen um Neujahr«, Wb, 12.1.1922,1, 44–47, hier: 46 f.Google Scholar
  209. 209.
    Brecht 1988 ff, Bd. 2, 402.Google Scholar
  210. 210.
    In ihr heißt es: >»Dickicht< verschafft mir die Emotionen nicht der Tragödie, sondern der Rennbahn, des Sportplatzes, des Varietes und des Films. Die traurigen Geschicke dieser Leute rühren mich nicht, weil hier nur zum Schein geköpft wird. Schwindel? Ja, wenn ich ftir möglich halte, daß Brecht sich dieser Scheinhaftigkeit nicht bewußt ist. Aber Wahrheit, wenn ich ihm die Bescheidenheit seiner Zusicherung, nichts als ein >Schaustück< zu geben, glaube. Dann macht er die Heuchelei vieler Generationen von phrasengeschwollenen Dramatikern offenbar. [...] Kriterium: würde ich dieses nervenerregende Schaustück zum zweiten Mal sehen wollen? Sofort!« (Wb, 11.11.1924, II, 739–740, hier: 740).Google Scholar
  211. 211.
    Brecht 1988 ff, Bd. 2, 402.Google Scholar
  212. 212.
    »Leben König Eduards II. von England«, Wb, 16.12.1924, II, 907–908.Google Scholar
  213. 213.
    In Faktors Kritik hieß es: »Nun wird es nicht an Versuchen fehlen, bei der Betrachtung vom >Leben des König Eduard II.< Bert Brecht mit Marlowe totzuschlagen. Man kann nur vor einem so gedankenlosen Verfahren dringend abraten. [...] Um es ohne jeden Ballast von Einzelheiten zu sagen: Bert Brecht hat den Moralbrei Marlowes entbanalisiert« (Berliner Börsen-Courier, 5.12.1924, Abend-Ausgabe).Google Scholar
  214. 214.
    Kerr eröffnete seine Besprechung mit dem Motto »Nur wer die Gähnsucht kennt, weiß, was ich leide«, und fragte sich, warum Brecht Dramatiker geworden sei, »wenn ihm just diese Fähigkeit mangelt«. Kerr bezichtigte Brecht auch des geistigen Diebstahls: »Zwei Fragen melden sich: warum ist Lion Feuchtwanger, der an dem >Werk< beteiligt sein soll, auf dem Zettel verschwiegen? Zweitens: sind Stellen aus älteren Autoren sonst ent... verwendet?« (Berliner Tageblatt, 5.4.1924, Abend-Ausgabe). Auch Felix Hollaender äußerte sich, indem er auf ein mögliches Plagiat hinwies, scharf ablehnend (8 Uhr-Abendblatt, 5.12.1924). Max Hochdorf glaubte: »Nun, ob allein, ob im Bündnis mit einem Dritten, sein eigener Atem würde niemals ausgereicht haben« (Vorwärts, 5.12.1924, Abend-Ausgabe). Julius Bab meinte: »Die Eigentumsverhältnisse sind also etwas unklar. Ich bin aber der Meinung, daß hier wie in anderen Fällen, der Kunstkritiker es nicht mit der juristischen Vorgeschichte eines Objektes zu tun hat, er hat zu allererst den Wert des ästhetischen Tatbestandes zu ergründen.« Doch diesen hielt er für zweifelhaft: »Das alles ist wieder nur die Handgelenksübung eines Talents.« (Berliner Volks-Zeitung, 6.12.1924, Abend-Ausgabe) Schon in seiner Vorkritik hatte er bemängelt: »Aber die Flut der Szenen verläuft sich ohne klares, menschliches Ziel, und man ist schließlich müde und leer.« (Berliner Volks-Zeitung, 5.12.1924, Morgen-Ausgabe). H.H. Bormann sah in Brechts Leitung zwar einen »große[n] Wurf«, der aber »nicht restlos gelungen« sei, »[d]enn Brechts Werk fehlt die Verdichtung, die Ballung« (Germania, 5.12.1924, Abend-Ausgabe). Kritisch-abwägend, das Talent Brechts hervorhebend, äußerten sich Franz Servaes (Berliner Lokal-Anzeiger, 5.12.1924, Abend-Ausgabe), Friedrich Koffka (Der Montag Morgen, 8.12.1924), Hans W. Fischer (Welt am Montag, 8.12.1924), Alfred Klaar (Vossische Zeitung, 6.12.1924, Post-Ausgabe), Norbert Falk (BZ. am Mittag, 5.12.1924).Google Scholar
  215. 215.
    Ein Durchschlag des Briefes befindet sich im Nachlaß von Karl Kraus, der in der Stadt- und Landesbibliothek Wien aufbewahrt wird.Google Scholar
  216. 216.
    Die erste Inszenierung (Shakespeares »Kaufmann von Venedig«) kritisierte er als Fesselung an Alexander Tairoffs »entfesseltem Theater«. Für die Zukunft habe sich Viertel darum zu bemühen, »[n]icht seine begeisterungsfähige Garde mit abgegucktem Kostümballast aufzuplustern, sondern, umgekehrt, ihre Seele bloßzulegen. Nicht ihre Gliedmaßen zu unmotiviertem Gehüpf abzurichten, sondern einzig von ihren Gehirnen Andacht zum Wort zu verlangen. Kurz: nicht sie und sich an artistische Spielerei zu verzetteln, sondern im Kunstgebilde den Geist der Zeit, einer schauerlich aufgewühlten Zeit, zu suchen« (»Saisonbeginn«, Wb, 11.10.1923, II, 368–369, hier: 369; diese Kritik ist nicht zugleich als Ablehnung Tairoffs zu verstehen, dessen Programmschrift »Das entfesselte Theater« 1923 erstmals in deutscher Übersetzung erschien und dessen Gastinszenierungen am Deutschen Theater Berlin im April 1923 von Jacobsohn in dem Artikel »Ge-und entfesseltes Theater«, Wb, 19.4.1923, I, 457–458, positiv besprochen wurden). Auch die nächste Inszenierung Viertels (Hamsuns »Vom Teufel geholt«) kritisierte Jacobsohn, indem er anmerkte, die »Truppe« habe »noch einen ziemlichen weiten Weg« vor sich, um die selbstgesetzten Ziele zu erreichen (»Vom Teufel geholt«, Wb, 18.10.1923, II, 388–390, hier: 390).Google Scholar
  217. 217.
    Die Zitate stammen aus Jacobsohns Kritik »Nebeneinander«, Wb, 15.11.1923, II, 482–483, hier: 483.Google Scholar
  218. 218.
    Gemeint ist die Inszenierung von Eugène O’Neills »Kaiser Jones«, zu der es in Jacobsohn Kritik heißt: »Leider ist die >Truppe< die große Enttäuschung dieses Theaterwinters. Unverständlich die Fehlgriffe des gescheiten Berthold Viertel, den man nur ein Mal als Theaterkritiker vor Leistungen solchen Grades zu setzen brauchte, um die deckenden Bezeichnungen dafür zu hören. >Kaiser Jones< hat in einer Dreiviertelstunde mit äußerster Vehemenz heruntergewirbelt zu werden. Hauptaufgabe des Regisseurs: uns nicht zur Besinnung gelangen zu lassen. [...] Viertel entscheidet sich gegen ein zweites Stück. Aber er wagt auch nicht, das Publikum ftir fiinfundvierzig Minuten in sein Theater zu laden, sondern... Man muß es gesehen haben, um es zu glauben. Nach Bild Eins eine lange Bierpause. Nach jedem der übrigen Bilder der schwere Vorhang. [...] Oder die Statisterie hat zu schreien; schreit aber nicht; schreit erst, nachdem auf der Bühne Einer wütend geschrieen hat: Schreien! [...] Um nicht zu übertreiben: Liebhabertheater« (»Kaiser Jones«, Wb, 17.1.1924,1, 84–85, hier: 85).Google Scholar
  219. 219.
    Brief von Jacobsohn an Karl Kraus vom 12.2.1924 (Original in der Stadt- und Landesbibliothek Wien).Google Scholar
  220. 220.
    »Segel am Horizont«, Wb, 31.3.1925,1, 479–480, hier: 480. Die Einschätzung, Leonhards Drama sei schwach, Piscators Regie dagegen ausgezeichnet gewesen, wurde in allen ermittelten Theaterkritiken ausnahmslos geteilt. Vgl. dazu die Kritiken von Franz Servaes (Berliner Lokal-Anzeiger, 15.3.1925), Max Hochdorf (Vorwärts, 16.3.1925, Abend-Ausgabe), H.H. Bormann (Germania 16.3.1925, Abend-Ausgabe), Herbert Ihering (Vorkritik: Berliner Börsen-Courier, 15.3.1925, Morgen-Ausgabe; Besprechung: Ebd., 16.3.1925, Abend-Ausgabe), Alfred Kerr (Berliner Tageblatt, 16.3.1925, Abend-Ausgabe), Manfred Georg (8 Uhr-Abendblatt, 16.3.1925 und Berliner Volks-Zeitung, 17.3.1925), Paul Fechter (Deutsche Allgemeine Zeitung, 16.3.1925), Hans W. Fischer (Die Welt am Montag, 16.3.1925), Monty Jacobs (Vossische Zeitung, 17.3.1925, Post-Ausgabe), -nt (BZ. am Mittag, 16.3.1925), Ernst Heilborn (Frankfurter Zeitung, 21.3.1925, Erstes Morgenblatt), W. (Die Rote Fahne, 21.3.1925).Google Scholar
  221. 221.
    »Rote Revue«, Wb, 2.12.1924, II, 851–852, hier: 851.Google Scholar
  222. 222.
    »Theater und dergleichen in Berlin«, Wb, 5.10.1926, II, 538–541, hier 538 f.Google Scholar
  223. 223.
    Berliner Volks-Zeitung, 12.9.1926, Morgen-Ausgabe. Vgl. auch Babs ausführliche Besprechung unter der Überschrift »Piscator contra Schiller« (Berliner Volks-Zeitung, 13.9.1926, Abend-Ausgabe).Google Scholar
  224. 224.
    Vgl. die Besprechungen von Hans W. Fischer (Die Welt am Montag, 13.9.1926), Monty Jacobs (Vossische Zeitung, 14.9.1926, Post-Ausgabe), H. Behm (Germania, 13.9.1926, Morgen-Ausgabe), Norbert Falk (B.Z. am Mittag, 13.9.1926), Ernst Heilborn (Frankfurter Zeitung, 14.9.1926, Abend-Ausgabe), Paul Fechter (Deutsche Allgemeine Zeitung, 13.9.1926, Abend-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 2, 725–727).Google Scholar
  225. 225.
    Vorwärts, 13.9.1926, Abend-Ausgabe. Vgl. auch Hochdorfs Vorkritik (Vorwärts, 12.9.1926)Google Scholar
  226. 226.
    Der Montag Morgen, 13.9.1926.Google Scholar
  227. 227.
    8 Uhr-Abendblatt, 13.9.1926.Google Scholar
  228. 228.
    Die Rote Fahne, 19.9.1926.Google Scholar
  229. 229.
    Berliner Lokal-Anzeiger, 12.9.1926.Google Scholar
  230. 230.
    Berliner Tageblatt, 13.9.1926, Abend-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 2, 722–725.Google Scholar
  231. 231.
    Berliner Börsen-Courier, 13.9.1926, Abend-Ausgabe; nachgedruckt in: Rühle 1988, Bd. 2. 721–723, hier: 722. Vgl. auch Iherings Vorkritik (Berliner Börsen-Courier, 12.9.1926, Morgen-Ausgabe) sowie seine Einschätzung der Räuber-Inszenierung von Piscator im »Gespräch über Klassiker« mit Brecht vom April 1929: »Dazu [zur Herausarbeitung Karl Moors als einem systematischen (nicht nur aus privaten Motiven handelnden) Revolutionär] bedurfte es brutalster Textänderungen. Das war allerdings gefahrlich und unschillerisch, dennoch stellte diese Darstellung nicht die Selbstherrlichkeit des Regisseurs besonders heraus, sondern bedeutete die Überwindung des formal experimentierenden Spielleiters. Diese Vorstellung, deren zweiter Teil als Schillerdarstellung einfach schlecht war, führte dem Theater statt ästhetischer Finessen wieder Inhalt zu, Substanz, also Material« (Brecht 1988 ff, Bd. 21, 312).Google Scholar
  232. 232.
    Vgl. Szondi 1978a, 99–105.Google Scholar
  233. 233.
    Berliner Stadtviertel mit ostjüdischer Prägung.Google Scholar
  234. 234.
    »Nachtasyl«, Wb, 23.11.1926, II, 824–825.Google Scholar
  235. 235.
    »Die Volksbühne«, Wb, 1.2.1927,1, 176–177, hier: 176.Google Scholar
  236. 236.
    Antwort: Julius Bab, Wb, 8.2.1927,1, 240.Google Scholar
  237. 237.
    Wb, 8.3.1927,1,377–381.Google Scholar
  238. 238.
    Wb, 22.3.1927,1, 462–464, hier: 462.Google Scholar
  239. 239.
    »Gewitter über der Volksbühne«, Wb, 5.4.1927,1, 552–554, hier: 554.Google Scholar
  240. 240.
    Vgl. »Zur Krise der Volksbühne«, Wb, 8.3.1927,1, 377–381, hier: 377.Google Scholar
  241. 241.
    »Die Sondergruppen«, Wb, 6.5.1930,1, 697–698, hier: 697.Google Scholar
  242. 242.
    Vgl. Hans Siemsens emphatische Besprechung der Piscator-Inszenierung von Tollers »Hoppla, wir leben!« (Wb, 6.9.1927, II, 373–374; jetzt in: Siemsen 1988, 86–88).Google Scholar
  243. 243.
    »Schwejk«, Wb, 31.1.1928,1, 182–185, hier: 184.Google Scholar
  244. 244.
    »Renaissance des Schauspielers«, Wb, 7.2.1928,1, 221–223, hier: 221.Google Scholar
  245. 245.
    Jacobsohn 1904,28.Google Scholar
  246. 246.
    Antwort: Erwin Piscator, Wb, 6.3.1928, I, 385–338, hier: 385; jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 4, 326–331, hier: 326 f..Google Scholar
  247. 247.
    Ebd., 387 f. (Wb); 330 f (Ossietzky 1994, Bd. 4).Google Scholar
  248. 248.
    Brief an Gasbarra vom 14.3.1928; in: Tucholsky 1962, 198.Google Scholar
  249. 249.
  250. 250.
    Vgl. dazu auch die Darstellung in: Ossietzky 1989, 178–196.Google Scholar
  251. 251.
    »Die Kaufleute von Berlin«, Wb, 17.9.1929, II, 437–443, hier: 437; jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 5, 189–197, hier: 189.Google Scholar
  252. 252.
    Morgenstern 1974, 206 f.Google Scholar
  253. 253.
    »Die Kaufleute von Berlin«, Wb, 17.9.1929, II, 437–443, hier: 439; jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 5, 189–197, hier: 191.Google Scholar
  254. 254.
  255. 255.
    Berliner Börsen-Courier, 7.9.1921, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  256. 256.
    Berliner Tageblatt, 7.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  257. 257.
    BZ. am Mittag, 7.9.1929.Google Scholar
  258. 258.
    Frankfurter Zeitung, 11.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  259. 259.
    Das Tage-Buch, 31.8.1929, 1449.Google Scholar
  260. 260.
    n: Bei Piscator, Das Tage-Buch, 31.8.1929, 1456.Google Scholar
  261. 261.
    Berliner Lokal-Anzeiger, 7.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  262. 262.
    Berliner Lokal-Anzeiger, 9.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  263. 263.
    Deutsche Allgemeine Zeitung, 7.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  264. 264.
    Vgl. Paul Fechter: Reinigende Kritik, Deutsche Allgemeine Zeitung, 10.9.1929, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  265. 265.
    »Die politische Theater-Kritik«, Berliner Tageblatt, 13.9.1929, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  266. 266.
    Das Tage-Buch, 14.9.1929, 1524–1527. Diesem Artikel Mehrings ging eine grundsätzliche, kritische Auseinandersetzung mit Piscators »Politischem Theater« von Paul Kornfeld voraus (1519–1523).Google Scholar
  267. 267.
    »Die Kaufleute von Berlin«, Wb, 17.9.1929, II, 437–443, hier: 442; jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 5, 189–197, hier: 195.Google Scholar
  268. 268.
    »Hamlet, Prinz von Oels. Erwin Piscator gewidmet«, Wb, 1.10.1929, II, 521–523.Google Scholar
  269. 269.
    Piscator 1986a, 172. Ähnlich äußerte sich unmittelbar nach der Premiere Otto Steinicke in einer Vorkritik: »[D]ie großartige Figur Pallenbergs als Schwejk, der hervorragende Regie, die grandiosen Bühnenbilder von George Groß scheiterten an der unmöglichen dramatischen Bearbeitung der Herren Max Brod und Hans Reimann. Sie machten aus dem Epos des Dichters eine oft oberflächliche und langweilige Posse« (Rote Fahne, 24.1.1928; vgl. auch Steinickes ausführliche Besprechung: Rote Fahne, 25.1.1928).Google Scholar
  270. 270.
    »Piscator und Schwejk«, Wb, 3.12.1929, II, 844–846, hier: 846.Google Scholar
  271. 271.
    Berliner Börsen-Courier, 24.1.1928, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  272. 272.
    Die Rote Fahne, 25.1.1928. Die Berliner Theaterkritik reagierte überwiegend ablehnend auf die Inszenierung. Harry Kahn kritisierte an Piscators Einsatz zweier Laufbänder: »Wenn das laufende Band den epischen Zug des Romans ersetzen, sozusagen als der Erzähler auftreten wollte, der Ereignisse und Figuren heranführt, so begegnen wir wieder dem Irrtum, daß irgend eine biochemische Umsetzung in der Kunst durch technische Mittel ersetzt werden kann« (Wb, 31.1.1928,1, 182–184, hier: 184). Alfred Polgar sprach von einer »Hinrichtung des Epos für die Bühne« und einem »Theaterstück, das keines ist« (Das Tage-Buch, 4.2.1928, 190–191, hier: 190) und führte damit genauso eine gattungspoetische Kritik wie Felix Hollaender, der kritisierte, »daß ein Werk, das seine klassische Form gefunden hat, plötzlich in den Rahmen einer entgegengesetzten Kunstgattung gespannt wird« (8 Uhr-Abendblatt, 24.1.1928). Ernst Degner bezeichnet in einer Vorkritik die Aufführung als »eine dürre, dürftige und leblose Anekdotensammlung« (Vorwärts, 24.1.1928) und sprach in seiner ausführlichen Besprechung von dem »zu Tode dramatisierten Schwejk« (Vorwärts, 24.1.1928, Abend-Ausgabe). Paul Fechter meinte, daß selbstverständlich kein Mensch bei Piscator ein Drama erwartet hätte, aber doch wenigstens einen Ulk, einen Spaß und selbst den habe es nicht gegeben (Deutsche Allgemeine Zeitung, 24.1.1928). Fritz Engel argumentierte ebenfalls mit gattungspoetischen Kategorien: »Ich kann nicht anders als sagen: wenn dieser Abend Fortentwicklung der dramatischen Kunst bedeutet, so wird sie bis zur Unsichtbar-keit von uns fort entwickelt. Das ist Rückentwicklung, das ist Jahrmarkt, das ist Schaubude« (Berliner Tageblatt, 24.1.1928, Abend-Ausgabe). H. Behm wandte ebenfalls ein, der Piscator-bühne habe wieder einmal ein Drama gefehlt, dennoch bestätige die Inszenierung, »daß hier der fruchtbarste und selbständigste Regisseur am Werke ist, den wir haben« (Germania, 24.1.1928, Abend-Ausgabe). Der Kritiker des Montag Morgen verteidigte am 30.1.1928 Piscator gegen die erhobenen Vorwürfe: »Eine Teil-Erneuerung ist immer noch besser, als ein wohlausgeglichenes Gesamt-Stehenbleiben.«Google Scholar
  273. 273.
    Vgl. auch Tucholskys Brief an Julius Bab vom 1.4.1927: »Eine zweite Frage, die gleichfalls diskutabel ist: ob nicht gewisse Grundsätze dieser Programme veraltet sind, [...] und ob man nicht immer wieder auf die scheinbar ewigen und in Wirklichkeit zeitbedingten Kunstgesetze, dies nicht gibt, verzichten sollte...« (Tucholsky 1989a, 59–60, hier: 59).Google Scholar
  274. 274.
    »Bert Brecht«,Wb, 17.1.1928,1, 101–103, hier: 101 f.Google Scholar
  275. 275.
    Dirk Grathoff: Ossietzky, Die Weltbühne und Brecht; in: Reinhardt 1989, 192–204, hier: 195.Google Scholar
  276. 276.
    Berliner Tageblatt, 3.5.1929, Morgen-Ausgabe.Google Scholar
  277. 277.
    Karl Klammer: Erinnerungen; in: Hochlande (1955), 352–360, hier: 359.Google Scholar
  278. 278.
    Ossietzky/Tucholsky 1985,23.Google Scholar
  279. 279.
    Walter Mehring in: Reinisch 1961, 212.Google Scholar
  280. 280.
    Vgl. Zwerenz 1979, 135–139.Google Scholar
  281. 281.
    Brecht/Ihering: Gespräch über Klassiker; in: Brecht 1988 ff, Bd. 21, 309–315, hier: 311. Vgl. auch »Der Materialwert«, ebd., 288–289.Google Scholar
  282. 282.
    Peter Panter: Kabarett zum Hakenkreuz; in: Vossische Zeitung, 29.6.1930, Post-Ausgabe; jetzt in: Tucholsky 1989b, 399–404, hier: 401.Google Scholar
  283. 283.
    »Über die Zeitungen an Karl Kraus« in: Brecht 1988 ff, Bd. 21, 153.Google Scholar
  284. 284.
    Benjamin 1980, Bd. 5, 683–701, hier: 689.Google Scholar
  285. 285.
    Bertolt Brecht: Der Dreigroschenprozeß; in: Brecht 1988 ff, Bd. 21, 448–514, hier: 469.Google Scholar
  286. 286.
    Rolf Hochhuth: Die Rettung des Menschen; in: Benseier 1965, 484–490, hier: 485.Google Scholar
  287. 287.
    Ebd., 490.Google Scholar
  288. 288.
    Theodor W. Adorno: Offener Brief an Rolf Hochhuth; in: Adorno 1981, 591–598, hier: 595.Google Scholar
  289. 289.
    Vgl. Theodor W. Adorno: Aufzeichnungen zu Kafka; in: Prismen. Frankfurt/M. 1976, 329.Google Scholar
  290. 290.
    Adorno bezog sich auf die Dramen Samuel Becketts.Google Scholar
  291. 291.
    Adorno 1981, 596.Google Scholar
  292. 292.
    Am 11.4.1932 wurde in der Berliner Funkstunde eine Hörspielfassung gesendet, die in der Wb nicht besprochen wurde.Google Scholar
  293. 293.
    Knopf 1980, 70.Google Scholar
  294. 294.
    »Traum und Erwachen«, Wb, 2.10.1928, II, 530–533, hier: 533.Google Scholar
  295. 295.
    »Das Neue des Abends«, so schrieb Heinrich Bachmann zur Uraufführung der »Dreigroschenoper«, bestünde »in der unglaublichen Kühnheit, mit der hier ein so befähigter Dramatiker die bisher feststehenden Formen des Theatralischen neben- und gegeneinander gebraucht« (Germania, 1.9.1928, Abend-Ausgabe). Senta Neckel dagegen meinte, mit einer »richtigen« Oper habe man es wohl nicht zu tun: »Bettleroper? Ja, man spielt das, was sich arme Leute wohl ausdenken würden, wenn man sie eine Oper schreiben ließe« (Berliner Volks-Zeitung, 1.9.1928, Abend-Ausgabe). Ähnlich äußerte sich Paul Fechter, der ausdrücklich daraufhinwies, die »Dreigroschenoper« »nennt sich ein Stück mit Musik« (als »Stück mit Musik« erschien die »Dreigroschenoper« 1928. In der Fassung von 1931, der die heutigen Brecht-Ausgaben folgen, fehlt dieser Titelzusatz), indessen glaubte: »Das Ding müßte eigentlich die Dreigroschenoperette heißen« (Deutsche Allgemeine Zeitung, 1.9.1928, Abend-Ausgabe). Auch Monty Jacobs zitierte den Untertitel »Stück mit Musik«, meinte indessen, daß Brecht hier nicht als Dramatiker, sondern als Lyriker, Bänkelsänger, Balladenschöpfer sein »bestes Teil« gegeben habe (Vossische Zeitung, 2.9.1928, Post-Ausgabe). Eine Ansicht, die auch Ernst Heilborn vertrat, der an Brecht lobte, er sei ein »geborener Balladiker« (Frankfurter Zeitung, 7.9.1929, Abend-Ausgabe). Ähnlich äußerte sich Willy Haas, der betonte: »Brecht hat das Balladenhafte, das Moritatenhafte stark herausgehoben« und insgesamt einschätzte: »Kein Hauptwerk eines Dichters; aber eine gewürzte, gepfefferte Zwischenspeise im Mahle« (Der Montag Morgen, 3.9.1928). Soweit ging Felix Hollaender nicht, der zwar ebenfalls eine »spezifisch balladenhafte Begabung« am Werk sah, doch insgesamt »keine schöpferische Tat zu erblicken« vermochte (8 Uhr-Abendblatt, 1.9.1928). Die Dreigroschenoper sei ein »abwechslungsreicher unterhaltsamer Mischmasch«, meinte der Kritiker der Roten Fahne (Rote Fahne, 4.9.1928) und war in diesem Punkt einig mit Franz Servaes vom Berliner Lokal-Anzeiger, der schrieb: »So entstand ein höchst barockes Gemenge aus Historie und Aktualität, ein antiquarisch-moderner, satirisch-sentimentaler, romantisch-kaltschnäuziger Kuddelmuddel, an dem mancherlei Talent und bunter Einfall übereifrig verschwendet wurde, der aber naturgemäß kein erquickliches Ganzes werden konnte« (Berliner Lokal-Anzeiger, 1.9.1928, Abend-Ausgabe).Google Scholar
  296. 296.
    Jürgen Schebera, der seine äußerst knappe Übersicht über die Kritiken zur »Dreigroschenoper« (in: Brecht 1988 ff, Bd. 2, 438–439) nach politischen Positionen geordnet hat, faßte die Kritik einiger bürgerlich-liberaler Kritiker dahingehend zusammen, es seien »vorwiegend formale Einwände« geltend gemacht worden. Worin diese bestanden haben, erfährt der Leser von Scheberas Kommentar leider nicht.Google Scholar
  297. 297.
    »Die >Dreigroschenoper< steht zwischen den Gattungen [...] Anfangs scheint eher die Tendenz geherrscht zu haben, das Werk der Oper zuzurechnen. Jedenfalls versah Reclams Opernführer von 1930 die Personen nach Opern- und Opernführerkonvention mit Stimmlagen [...] Eine deutsche Theaterstatistik von 1978 [Dieter Hadamczik, Jochen Schmidt, Werner Schulze-Reimpell: Was spielen die Theater? Bilanz der Spielpläne in der Bundesrepublik Deutschland 1947–1975. Köln 1978, 85] erklärte, die >Dreigroschenoper< müsse von den musikalischen Gattungen >gänzlich ausgeklammert und zum Schauspiel gerechnet werden<« (Egon Voss: Die Dreigrochenoper — ein Stück, das keine Oper ist und doch die Oper zum Thema hat; in: Brecht/Weill/Strawinsky 1987, 9–22, hier: 9 f).Google Scholar
  298. 298.
    Vgl. seine Besprechung im Berliner Tageblatt, 1.9.1928, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  299. 299.
    Vgl. seine Besprechung im Berliner Börsen-Courier, 1.9.1928, Abend-Ausgabe.Google Scholar
  300. 300.
    Vgl. seine Besprechung in der Welt am Montag, 3.9.1928.Google Scholar
  301. 301.
    BZ. am Mittag, 1.9.1928. Auch im Anbruch erschien eine geteilte Besprechung über das Stück von Herbert Ihering und über die Musik von Oscar Bie (Musikblätter des Anbruch, August/September 1928, 259–261).Google Scholar
  302. 302.
    Weitere musikkritische Stellungnahmen gab es von Hans Heinz Stuckenschmidt, der befand: »Oper und Operette sind in diesem Singspiel zu mystischer Hochzeit verschmolzen« (Deutsche Zeitung Bohemia, 21.10.1928, so auch in Stuckenschmidts Kritik in der Zeitschrift Der Kreis, Dezember 1928, 731–732); Theodor W. Adorno sah einen starken musikalischen Impuls »von der Sprechbühne« ausgehen: In der »völlige[n] Destruktion der Opernform in Nummernbrocken« erkannte er nach Alban Bergs »Wozzek« das »wichtigste Ereignis des musikalischen Theaters; tatsächlich beginnt so vielleicht die Restitution der Oper durch Wahrheit« (Die Musik, Dezember 1928, 220–222, hier: 222; jetzt in: Adorno 1984, 136–138, hier: 138).Google Scholar
  303. 303.
    Vorwärts, 1.9.1928, Abend-Ausgabe. Eine andere Einschätzung hatte Ernst Bloch, der 1929 in der Wb seinen Text »Lied der Seeräuberjenny« unterbrachte (Wb, 19.2.1929, I, 297–299). Eine deutlich veränderte Version dieses Textes erschien unter dem Titel »Lied der Seeräuber-Jenny in der Dreigroschenoper« in den Musikblättern des Anbruch (März 1929, 125–127). Dieser Fassung folgt, mit erweitertem Motto, die Ernst-Bloch-Gesamtausgabe. Der Mangel an Drucknachweisen in dieser Ausgabe ist ebenso ärgerlich wie die bereits 1970 von Hans-Albert Walter an dem elften Band »Messungen, Pestzeit, Vormärz« kritisierten Auslassungen, Einfügungen und Veränderungen gegenüber den jeweiligen Urfassungen, die allesamt nicht gekennzeichnet sind (Frankfurter Rundschau, 12.12.1970; vgl. auch Blochs Erwiderung, Frankfurter Rundschau, 15.12.1970).Google Scholar
  304. 304.
    Das Stück wurde inzwischen Elisabeth Hauptmann zugeschrieben (vgl. Knopf 1986, 81 f) und in die »Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe« der Werke Brechts nicht aufgenommen. Diese Entscheidung ist zwar vertretbar, aber nicht unproblematisch, war Brecht doch immerhin an der Entstehung von »Happy End« beteiligt, und der Anteil Brechts bestimmte entscheidend die Rezeption des Stückes. In der Wb wurde »Happy End« nicht besprochen, ebenfalls nicht im Tage-Buch. Die Kritiken von Alfred Kerr im Berliner Tageblatt und Willy Haas in der Literarischen Welt sind nachgedruckt bei Wyss 1977, 101–104. Nubel (1957, 595) verzeichnete neben Haas’ Besprechung nur die Rezension Iherings (seltsamerweise als anonyme Veröffentlichung). Bei der Durchsicht einiger Berliner Tageszeitungen ergab sich folgende, relativ einheitlich-ablehnende Reaktion auf »Happy End«: Heinrich Bachmann verriß es als Stück von Dorothy Lane in der Bearbeitung von Elisabeth Hauptmann (Germania, 3.9.1929, Abend-Ausgabe). Herbert Ihering rezensierte »Happy End« als »[e]in Schauspiel nach der >Dreigroschenoper<« und kritisierte: »Wiederholungen sind immer falsch« (Berliner Börsen-Courier, 3.9.1929, Abend-Ausgabe). Auch Paul Fechter sprach von einem »Neuaufguß der >Dreigroschenoper<« und bemängelte: »Als Verfasserin der Magazingeschichte, aus der diese Komödie entstanden sein soll, wird Dorothy Lane denunziert; die >deutsche Bearbeitung< (im Theaterblättchen heißt es sogar Bearbeitung für die deutsche Bühne<) wird Elisabeth Hauptmann in die Schuhe geschoben. Zu den Songs bekennen sich Brecht und Weill. Wer eigentlich das Stück gemacht hat, bleibt dunkel« (Deutsche Allgemeine Zeitung, 3.9.1929, Abend-Ausgabe). Arthur Eloesser schrieb: »Die Verfasserin nennt sich oder wird genannt Dorothy Lane. Man töte dieses Weib! Wenn es wirklich existieren sollte« (Vossische Zeitung, 4.9.1929, Post-Ausgabe). In Felix Hollaenders Kritik hieß es: »Entweder er [Brecht] unterschlägt seine Quellen und erklärt, daß der Begriff des geistigen Eigentums für ihn nicht vorhanden sei — oder aber er findet wie diesmal eine entgegengesetzte Methode und entdeckt Helfershelfer, die nicht unbedingt zu existieren brauchen. [...] Wir sind außerstande, nachzukontrollieren, welche Lieder von Brecht verfaßt wurden. Nur bei dem dichterisch Wertvollsten hat er die Patenschaft Kiplings zugestanden« (8 Uhr-Abendblatt, 3.9.1929). Der Kritiker der Roten Fahne notierte in seiner Besprechung vom 4.9.1929: »Man kann nicht wissen, was in dieser dramatischen Magazingeschichte Original und was Plagiat ist, denn die Texte der eingestreuten Songs stammen vom berühmten Plagiator Bert Brecht. In diesem >geistreich< und mit Gesinnungskulisse aufgemachten Rührbrei ist alles unecht, bis auf das hervorragend anständige Mitwirken der Schauspieler.« Bernhard Diebold bezeichnete »Happy End« in seiner Vorkritik als »sogenannte >Magazin-Geschichte< von einer sogenannten Dorothy Lani [!]« (Frankfurter Zeitung, 3.9.1929, Abend-Ausgabe), in seiner ausführlichen Kritik verriß er »Happy End« als »Künstliche Schmiere« (Frankfurter Zeitung, 5.9.1929, Abend-Ausgabe). Franz Servaes sah in der Aufführung zunächst einen »harmlosen Bierulk« (Berliner Lokal-Anzeiger, 3.9.1929, Morgen-Ausgabe), verurteilte dann aber harsch Weills Parodie von Kirchenliedern: »Gegen diesen großen Unfug, der, aus sozialen HaßgefÜhlen heraus, die religiösen Gefühle des überwiegenden Teiles des deutschen Volkes gröblich verletzt, gibt es nur ein Einschreiten der Polizei. Sie walte ihres Amtes!« (Berliner Lokal-Anzeiger, 3.9.1929, Abend-Ausgabe). Im 8 Uhr-Abendblatt erschien am 2.9.1929 lediglich ein Bericht über den »Krach bei der Generalprobe«. Die einzige Rezension, die die ästhetische Faktur ins Zentrum der Betrachtung rückte, war Adornos Notiz nach einer Rundfunksendung in Frankfurt, in der auch Songs von Weill gesendet wurden: »Lotte Lenya sang neue Songs von Weill, dem Umkreis von Happy End zugehörig (es ist ein Zeichen des Weilischen Songstils, daß er nicht eigentlich durchs Einzelwerk begrenzt wird, sondern daß die Werke offen gegeneinander bleiben, daß Songs aus dem einem ins andere hinüberwechseln können, wie etwa aus dem Requiem nach Mahagonny; als hätten die Werke, revoltierende Improvisationen, sich nicht wie die der bürgerlichen Kunstübung verkrustet, sondern blieben in der prompten Beweglichkeit der Aktion. [...] Nichts falscher als jene Songs im Schatten der Dreigroschenoper zu sehen. Erst von ihr getrennt zeigen sie die abenteuerlichsten Züge, die aus der Bettlerlyrik nicht mehr folgen« (Musikblätter des Anbruch, März 1930, 124; jetzt in: Adorno 1984, 173–174).Google Scholar
  305. 305.
    Die »Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe« zitierte Brechts im Typoskript erhaltene Antwort auf Gilbricht und notierte im Kommentar: »Wem Brecht seine Stellungnahme zugeschickt hat und ob sie veröffentlicht wurde, konnte nicht festgestellt werden« (Brecht 1988 ff, Bd. 21, 753).Google Scholar
  306. 306.
    Seine Antwort erschien in Melos, 9. Jg., Heft 8/9, August/September 1930, S. 381.Google Scholar
  307. 307.
    Vossische Zeitung, 4.4.1926, Post-Ausgabe; jetzt in: Brecht 1988 ff, Bd. 21, 113.Google Scholar
  308. 308.
    Berliner Börsen-Courier, 2.6.1927, Morgen-Ausgabe; jetzt in: Brecht 1988 ff, Bd. 21, 202–204.Google Scholar
  309. 309.
    »Oper und Oratorium. Der Vorrang der Oper«, Wb, 29.11.1932, II, 800–803, hier: 802.Google Scholar
  310. 310.
    »S.J. und >Die Weltbühne<«, Wb, 29.11.1927, II, 830–831.Google Scholar
  311. 311.
    Weinzierl 1985, 146.Google Scholar
  312. 312.
    Weinzierl 1978,90.Google Scholar
  313. 313.
    Dieses Datum gab Polgar in der von Brecht, Feuchtwanger und Bredel redigierten Exilzeitschrift Das Wort an (April/Mai 1937, 190); vgl. Weinzierl 1978, 165, Anm. 6.Google Scholar
  314. 314.
    Brief von Alfred Polgar an Berthold Viertel vom 27.12.1928 (Original im Deutschen Literaturarchiv, Marbach); zit. nach Weinzierl 1978, 93 bzw. Weinzierl 1985, 147.Google Scholar
  315. 315.
    »Der berliner Theaterkrach«, Wb, 31.5.1932,1, 817–819, hier: 818 f.Google Scholar
  316. 316.
    Vgl. dazu Ossietzkys Artikel »Kulturbolschewismus« (Wb, 21.4.1931, I, 559–563 jetzt in: Ossietzky 1994, Bd. 6, 83–88).Google Scholar
  317. 317.
    »Die neue Inquisition«, Wb, 21.6.1932,1, 935–936, hier: 936.Google Scholar
  318. 318.
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    In seinem Beitrag »Die Hauptmann-Feiern« wies er auf die grundsätzliche Bedeutung Brechts hin (Wb, 27.9.1932, II, 468–470, hier: 470); in seinem Artikel »Falsch links — falsch rechts« beklagte er, daß »Die heilige Johanna der Schlachthöfe«, das »bedeutendste Drama des letzten Jahrzehnts«, noch von keinem Theater aufgeführt worden sei (Wb, 13.12.1932, II, 872–874, hier: 874).Google Scholar
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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Gunther Nickel

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