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Zusammensetzung der Gruppe

  • Antje Henckmann

Zusammenfassung

Fr. F. ist 1921 in Hessen geboren. Sie besuchte die höhere Schule für Mädchen. Danach machte sie auf Druck des Vaters eine Lehre als Bürokauffrau in einer höheren Handelsschule. Das dritte Reich ermöglichte ihr über den BDM eine musische Ausbildung. Nach dem Krieg fiel sie zwar unter die Jugendamnestie, mußte aber den Beruf wechseln. Sie absolvierte eine Schneiderlehre, heiratete und bekam zwei Kinder. Während der Ehe war sie nicht berufstätig. Als ihr Mann starb und ihre Kinder aus dem Haus waren nahm Fr. F. ihre Eltern zu sich und pflegte sie, bis sie starben. Lange Zeit sorgte sie für ihre Enkelkinder mit. Auf Bitte des Pfarrers nahm Fr. F. eine Stelle als Pfarramstsekretärin an, unter der Bedingung, daß sich diese Tätigkeit mit der Pflege ihrer Mutter und ihrer Enkelkinder vereinbaren ließe. Sie bewohnte bis zum Umzug 33 Jahre eine große Eigentumswohnung mit Garten, die sie nun vermietet hat.

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Literatur

  1. 12.
    Der Begriff geht auf E.H. Erikson zurück und meint „einen Schwebezustand mit ungewissem Ausgang“ (Oerter, 1987: 306). Dieses Moratorium nimmt Erikson im Jugendalter als Vorstufe zur Identitätsentwicklung an. Das Konzept der Individualität und Identitätsfin-dung ist bürgerlich patriachalen Ursprungs und schließt ursprünglich nicht die Entwicklung von Mädchen mit ein (vgl. Bilden, 1989).Google Scholar
  2. 13.
    Die Schwester hatte ihr in ihrem Alter abgeraten, noch in die BRD zu kommen, obwohl sie es ihr früher nahe gelegt hatte.Google Scholar
  3. 14.
    Die Krisenbereiche, die beide Gruppen gleich häufig an erster Stelle bzw. zweiter Stelle nennen, beziehen sich auf Todesfälle (25%) und Krankheitsfälle (24%).Google Scholar
  4. 15.
    In der zitierten Literatur wurden Frauen untersucht, die zwischen 1911 und 1933 geboren sind. Das Leben der jüngeren Frauen in der Wohngruppe ist weniger direkt durch den Krieg geprägt.Google Scholar
  5. 16.
    Es ist nicht klar, ob sie erst absprangen und dann Familienfrauen an diese Positionen rückten oder ob die Familienfrauen zuerst an die Positionen gelangten und die ledigen Frauen später absprangen.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Antje Henckmann

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