Advertisement

Politik und Herrschaft: Georg Jellinek

Chapter
  • 260 Downloads

Zusammenfassung

Der Begriff des Politischen ist nicht erst seit Carl Schmitt ein prominenter Gegenstand der Staatslehre. Kaum eine staatsrechtliche oder verfassungspolitische Studie und erst recht keine Allgemeine Staatslehre verzichtet auf eine programmatische Definition des Politischen — die in der Regel wiederum Rückschlüsse auf das Staatsverständnis zulässt. Georg Jellinek, einer der wichtigsten Staatsdenker der wilhelminischen Epoche, dessen Wirkung sich bis weit ins 20. Jahrhundert erstreckte, bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. In seiner „Allgemeinen Staatslehre“, im Jahre 1900 erstmals erschienen, definiert er das Politische in einer denkbar knappen Formel: „‚Politisch’heißt ‚staatlich’; im Begriff des Politischen hat man bereits den Begriff des Staates gedacht.“(Jellinek 1922, 180)

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Albert, Hans-Peter 1988: Der Staat als „Handlungssubjekt“. Interpretation und Kritik des Staatslehre Georg Jellineks, phil. Diss. Heidelberg.Google Scholar
  2. Alexy, Robert 2000: Grundrechte und Status. In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 209–225.Google Scholar
  3. Anter, Andreas 1996: Max Webers Theorie des modernen Staates. Herkunft, Struktur und Bedeutung, 2. Aufl. Berlin.Google Scholar
  4. Anter, Andreas. 1998: Georg Jellineks wissenschaftliche Politik. Positionen, Kontexte, Wirkungslinien. In: Politische Vierteljahresschrift 39, 503–526.Google Scholar
  5. Anter, Andreas. 2000: Max Weber und Georg Jellinek. Wissenschaftliche Beziehung, Affinitäten und Divergenzen. In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 67–86.Google Scholar
  6. Bluntschli, Johann Caspar 1876: Politik als Wissenschaft, Stuttgart.Google Scholar
  7. Böckenförde, Ernst-Wolfgang 1993: Anmerkungen zum Begriff Verfassungswandel. In: Ders. 1999: Staat, Nation, Europa. Studien zur Staatslehre, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie, Frankfurt a. M., 141–156.Google Scholar
  8. Breuer, Stefan 1999: Georg Jellinek und Max Weber. Von der sozialen zur soziologischen Staatslehre, Wiesbaden.Google Scholar
  9. Breuer, Stefan. 1993: Max Webers Staatssoziologie. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 45, 199–219.Google Scholar
  10. Breuer, Stefan. 1991: Max Webers Herrschaftssoziologie, Frankfurt a. M.Google Scholar
  11. Gerber, Carl Friedrich von 1869: Grundzüge eines Systems des deutschen Staatsrechts, 2. Aufl. Leipzig.Google Scholar
  12. Gierke, Otto von 1874: Die Grundbegriffe des Staatsrechts und die neuesten Staatsrechtstheorien, 2. Aufl. Tübingen 1915.Google Scholar
  13. Hennis, Wilhelm 1963: Politik und Praktische Philosophie, Stuttgart 1981.Google Scholar
  14. Herwig, Hedda J. 1972: Georg Jellinek. In: Martin J. Sattler (Hg.), Staat und Recht, München, 72–99.Google Scholar
  15. Holubek, Reinhard 1961: Allgemeine Staatslehre als empirische Wissenschaft. Eine Untersuchung am Beispiel von Georg Jellinek, Bonn.Google Scholar
  16. Hübinger, Gangolf 1988: Staatstheorie und Politik als Wissenschaft im Kaiserreich: Georg Jellinek, Otto Hintze, Max Weber. In: Hans Maier u.a. (Hg.), Politik, Philosophie, Praxis. Festschrift für Wilhelm Hennis, Stuttgart, 143–161.Google Scholar
  17. Jellinek, Georg 1878: Die sozialethische Bedeutung von Recht, Unrecht und Strafe, Wien.Google Scholar
  18. Jellinek, Georg. 1887: Gesetz und Verordnung. Staatsrechtliche Untersuchung auf rechtsgeschichtlicher und rechtsvergleichender Grundlage, Freiburg.Google Scholar
  19. Jellinek, Georg. 1894: Die Entstehung der modernen Staatsidee. In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 45–63.Google Scholar
  20. Jellinek, Georg. 1895: Das Wahlrecht in den Vereinigten Staaten. In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 384–397.Google Scholar
  21. Jellinek, Georg. 1898: Das Recht der Minoritäten, Wien.Google Scholar
  22. Jellinek, Georg. 1899: Staat und Gemeinde. Vortrag gehalten in der juristischen Gesellschaft zu Wien am 8. Februar 1899. In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 334–360.Google Scholar
  23. Jellinek, Georg. 1903: Die parlamentarische Obstruktion. In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 419–430.Google Scholar
  24. Jellinek, Georg. 1905: System der subjektiven öffentlichen Rechte (1892), 2. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  25. Jellinek, Georg. 1906: Verfassungsänderung und Verfassungswandlung. Eine staatsrechtlichpolitische Abhandlung, Berlin.Google Scholar
  26. Jellinek, Georg. 1907: Bundesstaat und parlamentarische Regierung. In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 439–447.Google Scholar
  27. Jellinek, Georg. 1908: Die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers. In: Ders. 1970, Bd. 2, Aalen, 431–438.Google Scholar
  28. Jellinek, Georg.. 1911: Besondere Staatslehre (Fragment). In: Politik, Philosophie, Praxis. 1970, Bd. 2, 153–319.Google Scholar
  29. Jellinek, Georg.. 1922: Allgemeine Staatslehre (1900), 3. Aufl., 4. Neudruck, Berlin.Google Scholar
  30. Jellinek, Georg.. 1970: Ausgewählte Schriften und Reden (1911). Hg. v. Walter Jellinek, 2 Bde, Neudruck Aalen.Google Scholar
  31. Kelsen, Hans 1928: Der soziologische und der juristische Staatsbegriff. 2. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  32. Kempter, Klaus 1998: Die Jellineks 1820–1955. Eine familienbiographische Studie zum deutschjüdischen Bildungsbürgertum, Düsseldorf.Google Scholar
  33. Kettler, Dietmar 1995: Die Drei-Elemente-Lehre. Ein Beitrag zu Jellineks Staatsbegriff, seiner Fortführung und Kritik, jur. Diss. Münster.Google Scholar
  34. Korioth, Stefan 2000: Die Staatszwecklehre Georg Jellineks. In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 117–132.Google Scholar
  35. Laband, Paul 1888: Das Staatsrecht des Deutschen Reiches, Bd. 1, 2. Aufl. Freiburg.Google Scholar
  36. Lepsius, Oliver 2000: Georg Jellineks Methodenlehre im Spiegel der zeitgenössischen Erkenntnistheorie. In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 309–343.Google Scholar
  37. Möllers, Christoph 2000: Skizzen zur Aktualität Georg Jellineks. Vier theoretische Probleme aus Jellineks Staatslehre in Verfassungsrecht und Staatstheorie der Gegenwart. In: Paulson/Schulte, 155–171.Google Scholar
  38. Mommsen, Wolfgang J. 1974: Max Weber und die deutsche Politik, 2. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  39. Palonen, Kari 1985: Politik als Handlungsbegriff. Horizontwandel des Politikbegriffs in Deutschland 1890–1933, Helsinki.Google Scholar
  40. Pauly, Walter 2000: Georg Jellineks „System der subjektiven öffentlichen Rechte“. In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 227–244.Google Scholar
  41. Preuß, Hugo 1889: Gemeinde, Staat, Reich als Gebietskörperschaften. Versuch einer deutschen Staatskonstruktion auf Grundlage der Genossenschaftstheorie, Berlin.Google Scholar
  42. Preuß, Hugo. 1903: Ein Zukunftsstaatsrecht, in: Archiv des öffentlichen Rechts 18, 373–422.Google Scholar
  43. Preuß, Hugo. 1908: Selbstverwaltung, Gemeinde, Staat, Souveränität, in: Staatsrechtliche Abhandlungen. Festgabe für Paul Laband zum fünfzigsten Jahrestage der Doktor-Promotion, 2. Bd. Tübingen. 197–245.Google Scholar
  44. Radbruch, Gustav 1912: Georg Jellinek. In: Gustav Radbruch Gesamtausgabe, Bd. 16. Bearb. v. Günter Spendel, Heidelberg 1988, 21–24.Google Scholar
  45. Rehm, Hermann 1899: Allgemeine Staatslehre, Freiburg.Google Scholar
  46. Rosenthal, Eduard 1911: Die Reichsregierung. Eine staatsrechtliche und politische Studie, Jena.Google Scholar
  47. Sattler, Martin J. 1993: Georg Jellinek (1851–1911). Ein Leben für das öffentliche Recht. In: Helmut Heinrichs u. a. (Hg.), Deutsche Juristen jüdischer Herkunft, München, 355–368.Google Scholar
  48. Schäffle, Albert 1897: Über den wissenschaftlichen Begriff der Politik. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 53, 579–600.Google Scholar
  49. Schmitt, Carl 1963: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien, Berlin.Google Scholar
  50. Schönberger, Christoph 1997: Das Parlament im Anstaltsstaat. Zur Theorie parlamentarischer Repräsentation in der Staatsrechtslehre des Kaiserreichs (1871–1918), Frankfurt a. M.Google Scholar
  51. Schücking, Walther 1913: Neue Ziele der staatlichen Entwicklung. Eine politische Studie, 2./3. Aufl. Marburg.Google Scholar
  52. Schulte, Martin 2000: Georg Jellineks „Funktionenordnung“von Rechts- und Sozialwissenschaft sowie ihrer Nachbarwissenschaften — ein mehrperspektivischer Zugang zum Recht? In: Stanley L. Paulson/Martin Schulte (Hg.), Georg Jellinek. Beiträge zu Leben und Werk, Tübingen, 359–369.Google Scholar
  53. Stolleis, Michael 1992: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland. 2. Bd.: Staatsrechtslehre und Verwaltungswissenschaft 1800–1914, München.Google Scholar
  54. Stolleis, Michael. 1996: Staatsrechtslehre und Politik, Heidelberg.Google Scholar
  55. Triepel, Heinrich 1907: Unitarismus und Föderalismus im Deutschen Reiche. Eine staatsrechtliche und politische Studie, Tübingen.Google Scholar
  56. Vollrath, Ernst 1990: Max Weber: Sozialwissenschaft zwischen Staatsrechtslehre und Kulturkritik. In: Politische Vierteljahresschrift 31, 102–108.Google Scholar
  57. Weber, Alfred 1907: Konstitutionelle oder parlamentarische Regierung in Deutschland? In: Politische Vierteljahresschrift 31. 1927, Ideen zur Staats- und Kultursoziologie, Karlsruhe, 57–65.Google Scholar
  58. Weber, Max 1921: Gesammelte Politische Schriften, hg. v. Marianne Weber, München 1921.Google Scholar
  59. Weber, Max. 1971: Gesammelte Politische Schriften, hg. v. Johannes Winckelmann, 3. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  60. Weber, Max. 1973: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, hg. v. Johannes Winckelmann, 4. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  61. Weber, Max. 1985: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie, hg. v. Johannes Winckelmann, 5. Aufl. Tübingen.Google Scholar
  62. Weber, Max. 1990: Briefe 1906–1908, hg. v. M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön, Tübingen (Max Weber Gesamtausgabe, Bd. II/5).Google Scholar
  63. Zippelius, Reinhold 1999: Allgemeine Staatslehre. Politikwissenschaft, 13. Aufl. München.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2001

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations