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Einführung in die Lehre von den Steuerbelastungsvergleichen

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Zusammenfassung

Wer die Steuerbelastung zweier Personen in einer Periode vergleichen will, muß als Vorbedingung sämtliche Steuerzahlungen kennen, die beide Personen in den betrachteten Perioden zu leisten haben. Wer die Steuerbelastung zwischen konkurrierenden Handlungsmöglichkeiten ein und derselben Person erfassen will, muß die Steuerzahlungen errechnen, welche die Handlungsmöglichkeiten auslösen. Die Lehre von der Unternehmensbesteuerung beschränkt sich auf die Messung der Steuerbelastung beim Steuerzahler und bei seinen Handlungsmöglichkeiten. Sie leitet daraus Steuerwirkungen beim Steuerzahler und Verteilungsfolgen für einzelne Steuerzahler ab (S. 14). Durch das Beiseitelassen heute noch nicht meßbarer marktbestimmter Steuerlasten wird im Sprachgebrauch der Finanzwissenschaft nur eine „formale Inzidenz“ (Steuerbelastung des Steuerzahlers) ermittelt. Aber solange das Wissen um die Steuerbelastung des Steuerzahlers noch so unvollständig ist wie heute, bleibt auch das Wissen um die Steuerwirkungen beim Steuerzahler unvollkommen, und damit fehlt es an der Voraussetzung, um empirisch gehaltvolle Aussagen über marktbestimmte Steuerlasten zu machen.

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Literatur

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    Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (1958), Teil I, 464. In: Schriften I, Frankfurt 1969, S. 441Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  1. 1.Ruhr-Universität BochumBochumDeutschland

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