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Zur Empirie des Abfallaufkommens: Wirtschaftliche Entwicklung und Abfallentstehung

  • Wulf Damkowski
  • Günter Elsholz
Chapter
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Zusammenfassung

Aus der Annahme, daß in jedem Leistungserstellungsprozeß ein Kuppelproduktbündel aus „erwünschten“ und „unerwünschten“ Produkten oder aus „Produktoutput“ und „Nonproduktoutput“ (Jahnke, B. 1986: 3 f) anfallt, läßt sich die Hypothese ableiten, daß zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Abfallanfall eine enge Beziehung besteht, die sich z. B. in tendenziell gleichhohen Wachstumsraten jener Indikatoren, die die Entwicklung der Produktion und des Abfallaufkommens widerspiegeln, niederschlagen müßte. In dem Maße, in dem sich das Verhältnis von „erwünschten“ zu „unerwünschten“ Kuppelprodukten verschiebt, weil z. B. Produktionsrückstände in steigendem Umfang wiederverwertet werden, kann es zu einer gewissen Entkoppelung von Produktions- und Abfallwachstum kommen (vgl. Schefold 1982: 17). Der grundsätzliche Zusammenhang, daß mit jedem Produktions- und Konsumvorgang eine Abfallproduktion verbunden ist, bleibt jedoch unauflösbar.

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Anmerkungen zu Kapitel 3

  1. 1.
    Die für die Wieder- oder Weiterverwertung vorgesehenen Güter gelten im Normalfall als Wirtschaftsgüter und nicht als Abfalle. Eine solche Differenzierung zwischen Wirtschaftsgut und Abfall entfallt bei Gütern, von denen eine Gefahr für die Umwelt ausgeht. Deshalb gelten Autowracks nach dem Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (§ 5) generell als Abfall und für Altöle finden die Vorschriften dieses Gesetzes Anwendung, auch wenn sie keine Abfalle im Sinne des § 1 Abs. 1 des Gesetzes sind (Abfallgesetz 1986: 38ff.).Google Scholar
  2. 2.
    Der Umstand, daß das Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (§ 1) bewegliche Sachen, die der Besitzer der entsorgungspflichtigen Körperschaft ... überläßt, auch im Falle der Verwertung solange unter den Begriff des Abfalls faßt, bis sie ... dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden (Abfallgesetz 1986: 19ff.), bleibt hier außer Betracht, da das lediglich aus rechtlichen und organisatorischen Gründen geschieht.Google Scholar
  3. 3.
    Begriffssysteme, die zwischen Abfall und Müll unterscheiden, bezeichnen den Abfall im Konsumbereich als Müll. Das Statistische Bundesamt (Spies 1985: 27) unterscheidet produktionsspezifische Abfalle, die „in fertigungstechnischen Prozessen (Gewinnung, Be- und Verarbeitung) entstehen“, von den restlichen Abfallen, die Verbrauchsabfalle genannt werden, und zu denen „neben den Abfallen aus privaten Haushalten auch gewerbliche Abfälle“ gerechnet werden, „die nicht unmittelbar mit der Produktherstellung zusammenhängen (z.B. Kantinenabfalle, Bauschutt“.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Fußnote 1 auf Seite 57.Google Scholar
  5. 5.
    Bezeichnet man die Summe aller Reststoffe als Bruttoabfall, so handelt es sich bei dem hier abgegrenzten Abfallbegriff um Nettoabfall. Die Differenz zwischen Brutto-und Nettoabfall bilden dann die wieder- und weiterverwerteten Altstoffe (vgl. A.V. Miedema (1983: 40), für den Nettoabfalle solche Abfalle sind, die eingesammelt und behandelt werden müssen).Google Scholar
  6. 6.
    Die Abfalle „aus gewerblichen und sonstigen wirtschaftlichen Unternehmen, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend ... “ (§2 Abs. 2 AbfG) sind, wurden z.B. in der Bundesrepublik Deutschland bis 1985 nicht bundesweit statistisch erfaßt und ausgewertet (Umweltbundesamt Jahresbericht 1985: 93).Google Scholar
  7. 7.
    Das statistische Bundesamt kann z.B. „aus Gründen der Geheimhaltung von Einzelangaben nicht veröffentlichen“, welche Abfallmenge von Betrieben des Luft- und Raumfahrzeugbaus, der Herstellung von Eisen-, Blech- und Metallwaren, der Papier- und Pappeverarbeitung sowie der Ledererzeugung und des Textilgewerbes mit eigenen Abfallbehandlungsanlagen „in eigenen Deponien abgelagert“ oder „abgeholt, abgefahren oder abgegeben“ worden sind. (Statistisches Bundesamt, Jahrbuch 1986: 566.)Google Scholar
  8. 8.
    Die Zeitreihen zum Abfallaufkommen (Hausmüll, Sperrmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfalle) nach Volumen in Hamburg finden sich im Bericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung der Hamburger Stadtreinigung (Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, Drucksache 11/6666 vom 10.9.1986: 57 und 194). Der Ausschuß hat jedoch gleichzeitig die Berechnungsmethoden der Hamburger Stadtreinigung zur Ermittlung des Abfallaufkommens kritisiert und festgestellt, daß danach „jede Steigerung des Behältervolumens ... automatisch zu einer Erhöhung des Müllaufkommens“ führte (65). Da die Vergrößerung des bereitgestellten Behältervolumens jedoch vermutlich nicht völlig willkürlich, sondern in Anpassung an den gestiegenen Abfallanfall erfolgt sein wird, mag dieser Fehler für die in Tab. 1 angestrebte Globalübersicht hinnehmbar sein. 9 Vgl. Fußnote 8, Seite xxx.Google Scholar
  9. 10.
    Die Gegenüberstellung der Zuwachsraten des Hamburger Abfallaufkommens und des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland rechtfertigt sich aus dem doppelten Umstand, daß einerseits die Mengenentwicklung des Abfalls sinnvoll nur mit Realwerten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verglichen werden kann, welche für das Hamburger Bruttoinlandsprodukt nicht veröffentlicht werden, daß andererseits aber eine hinreichend hohe Übereinstimmung in den Zuwachsraten der nominalen Bruttoinlandsprodukte in Hamburg und im Bundesgebiet (vgl. Tab. 1) die Realwerte des Bundes als gute Schätzgrößen für die Hamburger erscheinen läßt.Google Scholar
  10. 11.
    In Hamburg hat sich das spezifische Hausmüllgewicht von 0,124 t pro m3 (1977) auf 0,118t (1984) verringert (vgl. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, Drucksache 11/6666: 57). Nach Shin (1977: 299) ist das Raumgewicht nach 1965 in den Städten von 0,35kg/l innerhalb von 10 Jahren auf 0,15kg/1 gesunken.Google Scholar
  11. 12.
    Das Raumgewicht des Abfalls aus privaten Haushalten betrug während der Jahre 1983 – 85 in der Bundesrepublik beim Behältertyp Müllsack 0,160kg /l, beim Abfall-Container dagegen 0,107kg/l (Barghoorn u.a. 1986: 78).Google Scholar
  12. 13.
    Zum „Hausmüll“-Begriff vgl. Langer u.a. 1978: 8ff.Google Scholar
  13. 14.
    Über anfallende Mengen des vermutlich ähnlich zusammengesetzten Hausmülls der Bundeswehr können „zuverlässige Angaben nicht gemacht werden“, da „bisher kein Bedürfnis bestand, hierüber bundesweit Erhebungen anzustellen. “ Diese Abfalle werden den beseitigungspflichtigen Körperschaften übergeben (vgl. Antwort der Bundesregierung vom 2.5.1984 auf eine kleine Anfrage: Hösel, G. 1985: 52).Google Scholar
  14. 15.
    Nach Pietrzeniuk (1978, zitiert nach Clemens, B. u.a. 1982: 72f.) werden die privaten Haushalte in 1980 ca. 2 Mill. Herde, 0,3 Mill. Geschirrspüler, 2,1 Mill. Waschmaschinen und 1,1 Mill. Kühlschränke ausrangiert haben. Nach Angaben des Verbandes des Kälteanlagenbauerhandwerks müssen jährlich 2,5 Mill. Haushaltskühlgeräte entsorgt werden, die ca. 350 t Fluorchlorkohlenwasserstoff und 750 t Altöl enthalten (vgl. Umwelt, 1987: 194).Google Scholar
  15. 16.
    Die entsprechenden Werte der Bundesländer streuen z.T. erheblich um diesen Mittelwert. Die drei Bundesländer mit dem höchsten Pro-Kopf-Aufkommen (1984) sind Hamburg (532 kg), Rheinland-Pfalz (484 kg) und Saarland (444 kg), die mit dem niedrigsten sind Bayern (279kg) und Baden-Württemberg (298 kg) (vgl. Statistisches Bundesamt, Fachserie 19, Reihe 1.1.1987: 8–11).Google Scholar
  16. 17.
    „Municipal waste“ umfaßt Haus- und Sperrmüll, vergleichbare Abfalle von kleinen Handels- und Industriebetrieben, die durch die öffentliche Hand eingesammelt und behandelt werden (vgl. OECD 1987: 142).Google Scholar
  17. 18.
    Die Differenz zwischen dem Wert der OECD-Statistik (20,2 Mill.) und dem dazugehörigen der Tab. 3 (21,4 Mill. t) läßt sich nur konstatieren. Der entsprechende Wert bei Spies (31) beträgt 20,8 Mill.t.Google Scholar
  18. 19.
    Dieser Umstand erklärt sich daraus, daß die von dieser Menge zu substrahierende Menge des Geschäftsmülls etwa derjenigen der außerhalb der öffentlichen Müllabfuhr angefahrenen hausmüllähnlichen Gewerbeabfalle entspricht, die zu addieren ist.Google Scholar
  19. 20.
    Nach der offiziellen Abfallstatistik wurden in 1984 7,2 Mill.t Abfall an Abfallverbrennungsanlagen und 1,7 Mill. t Aschen, Schlacke und Stäube von Abfallverbrennungsanlagen an öffentliche Abfallbeseitigungsanlagen angeliefert (vgl. Statistisches Bundesamt, Fachserie 19, Reihe 1,1, 1987: 32 und 38).Google Scholar
  20. 21.
    Die bundesweiten Hausmüllanalysen erfassen damit nur etwa die Hälfte — und vermutlich die problemlosere — der bei den Anlagen angelieferten Mengen an Hausmüll und ähnlichen Abfallen. Auch regionale Hausmüllanalysen wählen die Beschränkung auf Hausmüll im engeren Sinne (vgl. Fuchs, J. u.a. 1986: 4; Oest, W. 1987). Nach Fuchs (1986: 185) bilden die Haushaltsabfalle (Hausmüll im engeren Sinne und Sperrmüll) 47 v.H. aller Siedlungsabfälle in Berlin (1984).Google Scholar
  21. 22.
    Die genaue begriffliche Abgrenzung der im Ausland untersuchten Abfallmengen ist nicht bekannt. Die OECD-Statistik verwendet nur den oben erläuterten Begriff des ,municipal waste’ (vgl. S. xxx) und fügt ergänzend hinzu, daß die Begriffsabgrenzungen nicht einheitlich seien (vgl. OECD, 1987: 142).Google Scholar
  22. 23.
    Papier/Pappe im Hausmüll (BRD 1985): 41,2kg/E/J (vgl. Tab. 5) + getrennt gesammelt in Containern (BRD 1984): 5,4 kg/E/J (vgl. Barghoorn, M. u.a. 1986: 317) = Reststoffmenge Papier/Pappe (BRD 1984/85): 46,6 kg/E/J.Google Scholar
  23. Glas im Hausmüll (BRD 1985): 21 kg/E/J (vgl. Tab. 5) + getrennt gesammelt in Containern (BRD 1984): 10,7 (vgl. Barghoorn, M. u.a. 1986: 317) = Reststoffmenge Glas (BRD 1984/85): 31,7kg/E/J.Google Scholar
  24. In einer entsprechenden Untersuchung für Berlin ergab sich jedoch, daß die Reststoffmengen von Papier und Glas 1984 / 85 wesentlich höher lagen als die Abfallmengen 1977 / 78, während die Abfallmenge von Papier etwa gleich geblieben und die von Glas etwas gesunken war. Hier wären die Verbrauchssteigerungen in etwa durch Getrenntsammlung kompensiert worden (vgl. Fuchs, J. u.a. 1986: 134–137). Insgesamt finden sich wenig und unzureichende Informationen über die Mengen der getrennt gesammelten Altstoffe aus privaten Haushalten. Die Bundesregierung gibt in einem Bericht an, daß der Papierverbrauch in privaten Haushalten sowie in Industrie und Gewerbe 11 Mill. t (179 kg/E/J) mit steigender Tendenz betrage, von denen ca. 50 v.H. als Abfall entsorgt werden müsse, während ca. 40 v.H. in die Altpapierverwertung gehe. Die Altpapiersammlung der privaten Haushalte habe 1985 800000 t (13kg/E/J) ausgemacht (vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 11 /756 v. 1.9.1987: 16).Google Scholar
  25. 24.
    Während die bundesweite Hausmüllanalyse 1979/80 eine Papier-Pappe-Menge von 48,7kg/E/J (vgl. Tab. 5) ermittelt hatte, geben Brahms u.a. in einer Gegenüberstellung an (1985: 48), sie hätten für 1978 46,8 kg/E/J errechnet. In einer Tabelle über die Zusammensetzung von Papierverbrauch und -abfallen (1985: 129) gehen sie jedoch von einem Haushaltspapierverbrauch von 36kg/E/J aus, subtrahieren 4,9 kg/E/J für im Haushalt verbranntes, abgeschwemmtes und langfristig aufbewahrtes Papier sowie 2,6 kg/E/J für wiederverwertetes Papier und erhalten so eine Papiermenge von 28,5 kg/E/J im Hausmüll.Google Scholar
  26. Damit finden sich 79 v.H. der verbrauchten Papiermenge in den festen Haushaltsabfallen wieder. Die Papierabfallmenge setzt sich wie folgt nach Ursprungsgütern zusammen: aus Zeitungen und Zeitschriften 9,5 kg/E/J, aus Werbematerial 8,6 kg/E/J, aus Hygiene- und Filterpapier 4,9 kg/E/J, aus Papier- und Schreibwaren 1,1 kg/E/J und aus sonstigen Papier- und Druckerzeugnissen 4,4 kg/E/J. (Die absoluten Gesamtmengen wurden vom Verf. aus Gründen der Vergleichbarkeit in einwohnerspezifische Werte umgerechnet unter Zugrundelegung einer Einwohnerzahl von 61,3 Mill.)Google Scholar
  27. 25.
    Die absoluten Jahresmengen werden für 1979/80 mit 64000t und 1985 mit 50000t ausgewiesen, wobei Barghoorn, M. u.a. (1986: 101 /102) jedoch auf die Ungenauigkeit verweisen, die sich bei der Hochrechnung kleiner Grundgesamtheiten ergibt. In Berlin wurden 1984/85 0,5 Gew.- % und l,5 kg/E/J gemessen (vgl. Fuchs, J. 1986: 62/63).Google Scholar
  28. 26.
    Im Kreis Pinneberg erbrachte die gesonderte Erfassung von Sondermüll aus privaten Haushalten 0,41 kg/E in 1986 (Tienken, B. 1987: 491). An einem zweieinhalbjährigen Projekt zur getrennten Sammlung von Schadstoffen beteiligten sich in Hessen (1983 /1986) 1,9 v.H. der privaten Haushalte. Im Mittel entfielen dabei auf den Haushalt 15 kg Problemstoffe (6 kg /Haushalt/Jahr (vgl. Umweltbundesamt, Jahresbericht 1986: 118).Google Scholar
  29. 27.
    Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen definiert Emissionen als „jede den Produktionsbetrieb, den privaten Haushalt usw. verlassende Abgabe von Schadstoffen ..., ohne daß mit ihnen unbedingt direkte Schadwirkungen verbunden sein müssen“ (Umweltgutachten 1987: Ziffer 317). In dem Sinne gehört Hausmüll zu den Emissionen und die privaten Haushalte zu den Emittenten.Google Scholar
  30. 28.
    Es wird „für jeden in ein Medium abgegebenen Schadstoff berechnet, welches Volumen an Luft und Wasser durch seine Anwesenheit bis zum Grenzwert belastet wird (kritische Belastung). Diese für einzelne Schadstoffe berechneten Teilvolumina werden dann zu einem gesamten „kritisch gewordenen Volumen“ zusammengezählt“. Die organische Belastung des Abwassers wurde über Parameter für ungelöste organische Stoffe, biochemischen Sauerstoffbedarf und verseifbare Öle und Fette erfaßt. (Bundesamt für Umweltschutz, 1984: 16 und 48).Google Scholar
  31. 29.
    Die Kritik bleibt gleichwohl berechtigt, da die Verfasser den Hauptzweck der Studie darin sehen, die „angewandte Methode“ zu veranschaulichen (Bundesamt für Umweltschutz, 1984: 67) und als generelle Methode kann die Messung der umweltbelastenden Wirkung von festen Abfallen durch das benötigte Deponievolumen nicht befriedigen.Google Scholar
  32. 30.
    M. Franke kommt in einer ähnlichen Untersuchung über Umweltauswirkungen von Getränkeverpackungen zu dem Ergebnis, daß „sich aus dem Vergleich der Mehrweg-Glasflasche bei 25 Umläufen und dem Einweg-Verbundkarton für das Füllgut Frischmilch keine eindeutigen Präferenzen für das eine oder andere Verpackungssystem herleiten lassen. “ (M. Franke 1984: 134)Google Scholar
  33. 31.
    In der Untersuchung von M. Franke wird davon ausgegangen, daß „bei der Mehrweg-Glasflasche (mit 25 Umläufen) nur etwa 39 Gew.- % der beim Verbundkarton anfallenden Abfallmenge entstehen“ (1984: 135f.). Ausgangspunkt sind 1000 Stück Verbundkarton mit 27 kg, von denen 30 v.H. = 8,1 kg subtrahiert werden, die in die Müllverbrennung gehen, so daß 18,9 kg als bodenbelastend verbleiben. Das Gewicht von 1000 Mehrweg-Glasflaschen mit 25 Umläufen wird mit 14,8 kg veranschlagt, von denen 7,0 kg für die Ablagerung im Boden ausgewiesen werden. Offenbar bezieht sich das obige Abfallmengenverhältnis auf diese „Bodenablagerungsmengen“ (M. Franke 1984: 139 u. 142).Google Scholar
  34. 32.
    Beispielhaft seien im folgenden Ausgangsprodukte genannt, auf die Schwermetallbelastungen und chemische Schadstoffklassen zurückgeführt werden können: Cadmium: Pigmente zur Erzeugung leuchtender gelber und roter Farben sowie Stabilisatoren in Kunststoffen und Lacken, BatterienGoogle Scholar
  35. Quecksilber: Batterien, Fungizide (Druckpigmente und Additive bei Papier und Kunststoffen), Meßgeräte auch in elektrischen Bauteilen, Leuchtstofflampen Blei: Bleigußteile, Pigmente, Tuben, FlaschenkapselnGoogle Scholar
  36. Dioxine und Furane: Chlorphenole zur Herstellung von Holzschutzmitteln, bakteriziden und fungiziden Desinfektionsmitteln, Herbiziden; polychlorierte Biphenyle, die als Hydrauliköle und Weichmacher verwendet werden; Chlorbenzole, die als Lösungsmittel verwendet werdenGoogle Scholar
  37. Fluorchlorkohlenwasserstoff: Spraydosen-Treibgas und Kühlmittel in Kühlschränken und Gefriertruhen (vgl. Umweltgutachten 1987: Ziffer 741, Koch, T.C. u.a. 1986: 50ff.).Google Scholar
  38. 33.
    Nach dem Umweltgutachten 1987 (Ziffer 743) gilt für die Müllverbrennungsrückstände ein Verhältnis von 88 v.H. (Schlacke) zu 12 v.H. (Filterstäube). Für vier MVA in Schleswig-Holstein wurden folgende Werte veröffentlicht: 91 v.H. Schlacke; 5,3 v.H. Filterstäube/Flugasche; 3,7 v.H. Rauchgasreinigungsschlämme (vgl. 1987: 47) und für die Schweiz: 93 v.H. Schlacke; 6 v.H. Filterstäube; 1 v.H. Schlämme (vgl. Bundesamt für Umweltschutz, 1987b: 5).Google Scholar
  39. 34.
    T.C. Koch u.a. (1986: 105 f. u. 116) verweisen darauf, daß es über das Auslaugverhalten von MVA-Schlacke nur Ergebnisse aus Laborversuchen gebe, die aber auf die reale Situation der im Wegebau eingesetzten Schlacke nicht übertragbar seien.Google Scholar
  40. 35.
    Das als Soveso-Gift bekannte 2,3,7,8-Tetra CDD ist nur eines davon.Google Scholar
  41. 36.
    ppm = parts per million (Teile auf 1 Million Teile), ppb = parts per billion (Teile auf eine Milliarde Teile).Google Scholar
  42. 37.
    Nach einer Mitteilung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg (1984: 7) ist in den Niederlanden ein ADI-Wert von 0,004 Nanogramm (10–9g) festgelegt worden.Google Scholar
  43. 38.
    Die Abkürzungen werden in der Fußnote zur Tabelle 12 erläutert.Google Scholar
  44. 39.
    Für Müllkompost gibt es zwar keine speziellen Richtlinien und Vorschriften des Gesetzgebers, die Schadstoff-Höchstgrenzen im Kompost festlegten. Die Müllkompostwerke haben jedoch Absatzprobleme, da potentielle Abnehmer die Schadstoffbelastung des Kompostes offenbar als nicht tolerierbar betrachten. Koch (1986: 175f.) macht Angaben über gewogene Mittelwerte der Schwermetallbelastung des Kompostes aus verschiedenen Müllkompostwerken in der Bundesrepublik Deutschland und aus einem Modellversuch in Witzenhausen mit strenger Getrenntsammlung der organischen Fraktion des Hausmülls (in mg/kg Trockenmasse):Google Scholar
  45. 40.
    Die Böden waren in dem Versuch mit Klärschlammfrachten versehen, die im allgemeinen nicht zulässig sind.Google Scholar
  46. 41.
    Wie der technische Abfallkoeffizient unter dem Druck angedrohter staatlicher Maßnahmen verändert werden kann, zeigt ein von „führenden Unternehmen der Weißblech herstellenden und verarbeitenden Industrien“ vorgestelltes Konzept zur Ver-Google Scholar
  47. besserung der Recycling-Möglichkeiten von Getränkedosen, demzufolge Getränkedosen mit einem Deckel aus Aluminium durch eine Dose ersetzt werden sollen, die zur Gänze aus Weißblech bestehen (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 28.4.88).Google Scholar
  48. 42.
    Zur exakten Abgrenzung des Produzierenden Gewerbes im Sinne dieser Statistik vgl. Fußnote 2 zur Tabelle 3. Im Umweltgutachten 1987 (Ziff. 282) wird auf den Umstand verwiesen, daß es im kleinbetrieblich strukturierten Dienstleistungsbereich einige emissionsintensive Betriebe gäbe und daß die Gefahr groß sei, bei einer „statistischen Abschneidegrenze nach der Beschäftigtenzahl“ das Gefahrdungspotential des tertiären Sektors zu unterschätzen.Google Scholar
  49. 43.
    Aufgrund gesonderter rechtlicher Bestimmungen werden die radioaktiven Abfalle der Energiewirtschaft gesondert erfaßt. Sie sind deshalb in den Abfallmengen des Produzierenden Gewerbes nicht enthalten (vgl. dazu Kap. 3.2.2.3).Google Scholar
  50. 44.
    Die Menge der innerhalb der Betriebe wieder- oder weiterverwendeten Rückstände (internes Recycling) läßt sich der Abfallstatistik des Produzierenden Gewerbes nicht entnehmen.Google Scholar
  51. 45.
    Genaugenommen erfordert die Ermittlung des Abfalls im Produktionsbereich desweiteren eine Subtraktion der hausmüllähnlichen Gewerbeabfalle (vgl. dazu Kap. 3.2.2).Google Scholar
  52. 46.
    Eine Untersuchung über den Zusammenhang von Strukturwandel und Umwelt (H.-H. Härtel u.a. 1987: 158) kommt zu dem Ergebnis, daß „die Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums den größten Beitrag zur Begrenzung der Emissionsmengen liefert“.Google Scholar
  53. 47.
    Die hier wiedergegebene Menge an hausmüllähnlichen Gewerbeabfallen ergibt sich aus der Addition der Werte für die einzelnen Wirtschaftsbereiche und muß wegen der Stimmigkeit mit der folgenden Darstellung der Abfallstruktur nach Wirtschaftsbereichen hier verwendet werden, auch wenn sich nicht erklärbare Differenzen zu den Werten auf S. 26 der Fachserie 19, Reihe 1.2 (hausmüllähnl. Gewerbeabfalle = 6,8 Miot) oder zu Tab. 3 (hausmüllähnl. Gewerbeabfalle = 6,0 Miot) ergeben.Google Scholar
  54. 48.
    So sind z.B. in den Erhebungen vor 1984 die in betriebseigenen Verbrennungsanlagen verbrannten Abfalle nicht erfaßt worden und ebenso wurde ab 1984 eine Neugliederung der Abfallarten verwendet.Google Scholar
  55. 49.
    Unter Siedlungsabfall wird hier folgende Kategorie der Statistik der öffentlichen Abfallbeseitigung verstanden: „Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfalle, Sperrmüll, Straßenkehricht, Marktabfalle. “ Die neben den ca. 30 Mill. t Siedlungsabfallen ausgewiesenen weiteren 5,6 Mill. t Abfalle, die ebenfalls an Anlagen der öffentlichen Abfallbeseitigung angeliefert werden, sind entweder bereits im Kapitel über die Konsumabfalle erwähnt worden (Rückstände aus Abfallverbrennungsanlagen, Schlämme aus kommunalen Kläranlagen) oder sie wurden zumindest überwiegend bereits im Rahmen der Abfallstatistik für das Produzierende Gewerbe erfaßt (z.B. Schlämme aus Abwasserreinigung sowie sonstige feste Abfalle aus Industrie und Gewerbe, Bauschutt, Bodenaushub). Da die Statistik der öffentlichen Abfallbeseitigung keine Angaben darüber enthält, welche Mengen aus dem Produzierenden Gewerbe stammen, läßt sich nicht aufklären, wie groß die inhaltliche Überschneidung beider Abfallstatistiken ist.Google Scholar
  56. 50.
    Der Rest ergibt sich aus Straßenreinigungsabfallen (150000 t).Google Scholar
  57. 51.
    Der Anteil der hausmüllartigen Gewerbeabfalle (Konsumabfalle) wird für Berlin mit 14 v.H. der Gewerbeabfalle angegeben (vgl. Fuchs, J. u.a. 1983: 108).Google Scholar
  58. 52.
    Auf Helgoland werden die der Ölverschmutzung zum Opfer fallenden Vögel seit 1960 gezählt. Bis 1978 wurden jährlich etwa 40 Vögel registriert. Seit 1979 war die zahl gestiegen. 1983 wurden 800 verölte Vögel aufgefunden, im Mittel der 80er Jahre etwa 400 (vgl. Umwelt 1 /1988: 18).Google Scholar
  59. 53.
    Diese wenigen Angaben zum Schiffsmüll dürfen nicht den Blick dafür verstellen, daß die Nordsee als riesiges Abfallbecken für industrielle Abfalle mißbraucht wird, die ihr über die Luft, über Flüsse sowie durch Verklappung und Verbrennung auf See zugeführt werden. Nach übereinstimmenden Schätzungen der Anrainerstaaten landen jährlich folgende Mengen in der Nordsee (zit. nach FAZ v. 18.6.1988): 11000t Blei, 22000t Zink, 4200t Chrom, 3000t Kupfer, 1450t Nickel, 135t Cadmium, 50t Quecksilber, 150000t ungenutztes Öl aus Plattformen, Bohrschlamm und Schiffen, 150000 t Stickstoffverbindungen, 100000 t Phosphate sowie überall vorhandene ha-logenierte Kohlenwasserstoffe.Google Scholar
  60. 54.
    Die Sowjetunion, die nach dem INF-Vertrag 1752 Mittelstreckenraketen zerstören muß, erwägt, die Raketen „von bestimmten Vernichtungszonen“ in „existierende Zielgebiete“ abzuschießen (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 4.8.1988). Über die Verwendung der in den rund 4000 nuklearen Sprengköpfen der amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen enthaltenen ca. 30 t Spaltstoff ist nichts bekannt geworden. Vorstellbar ist eine Wiederverwendung in neuen Sprengköpfen oder als Brennstoff für Kernkraftwerke. „Zu Brennstoff für Leichtwasserreaktoren verdünnt, könnte man mit den 30 t Spaltstoff einen großen Reaktor 30 Jahre lang betreiben“ (vgl. Schweizerische Handelszeitung vom 20.7.1988).Google Scholar
  61. 55.
    Das aus dem Erz gewonnene Uran enthält zu etwa 0,7 v.H. das für die Energiegewinnung wesentliche, spaltbare Uran-Isotop U-235, dessen Gehalt in Anreicherungsanlagen auf ca. 3,3 v.H. erhöht wird. Das angereicherte Uran verbleibt in Form eines Brennelements durchschnittlich drei Jahre zur Energiegewinnung im Kraftwerk, „wobei die Uran-Isotope U-235 und U-238 unter Abgabe von Wärme teilweise in Spaltprodukte bzw. in Transurane (z.B. Plutonium u.a.) und in das Uran-Isotop U-236 gespalten bzw. umgewandelt wird. “ Bestimmte Spaltprodukte reichern sich während des Reaktorbetriebs in den Brennstäben an und beeinträchtigen die weitere Energiegewinnung so stark, daß die Brennelemente ausgewechselt werden müssen. „Die ausgedienten Brennelemente enthalten ca. 95,5 v.H. Uran (94,3 v.H.) U-238, 0,4 v.H. U-236, 0,8 v.H. U-235, 0,9v.H. Plutonium, 0,1 v.H. übrige Transurane und ca. 3,6 v.H. Spaltprodukte. Uran-235 und Plutonium stellen nach wie vor zur Energieerzeugung nutzbare Spaltstoffe dar, so daß knapp die Hälfte des anfänglich eingesetzten Materials noch vorhanden ist und deshalb durch Wiederaufarbeitung rezy-kliert werden kann. “ (P.G. Jahn (Hrsg.), 1986: 21). „Die Aktivität der ß- und γ-Strahlung der Spaltprodukte in den radioaktiven Abfallen ist nach etwa 500–2000 Jahren weitgehend abgeklungen. Andererseits dauert es bis zu einigen 100000 Jahren, bis die Aktivität der y-Strahlung aus dem Zerfall der Transurane der Abfälle aus der Wiederaufarbeitung auf natürliche Werte abgeklungen ist. “ (P.G. Jahn (Hrsg.), 1986: 24)Google Scholar
  62. 56.
    Ende 1985 belief sich der Bestand an zwischengelagerten Abfallgebinden auf 61400 Stück (Fässer, zylindrisch-dickwandige Beton- und Gußbehälter, Container aus Stahlblech, armiertem Beton oder Gußwerkstoff) (vgl. Brennecke, P. u.a. 1986: 7 und 22).Google Scholar
  63. 57.
    Diese Abfalle sollen für die Endlagerung durch Verglasung in Glasblöcke eingebracht und in Edelstahlkokillen abgefüllt werden.Google Scholar
  64. 58.
    In der Bundesrepublik Deutschland hatte in 1987 das erste kommerziell betriebene Kernkraftwerk (Obrigheim) eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 17 Jahren erreicht, wie sie zunächst als Abschreibungsfrist bei der Besteuerung zugrundegelegt worden war (vgl. Reinhard, H. 1987: 21). Die OECD veranschlagt die Laufzeit der Kernkraftwerke im Rahmen ihrer Statistik radioaktiver Abfalle auf 30 Jahre (vgl. OECD 1987: 196).Google Scholar
  65. 59.
    Nach dem, Umweltgutachten 1987 (Ziff. 278) ist „auf die Rückstände aus den Abwasser- und Abluftreinigungsanlagen verstärkte Aufmerksamkeit zu richten“, deren „Beseitigung“ bzw. Behandlung aufgrund des „Gehalts an Schwermetallen, Fluoriden, Kohlenwasserstoffen und anderen Substanzen“ mit vermehrten Problemen verbunden sei.Google Scholar
  66. 60.
    Die Vorsilbe „Sonder“ hat in Deutschland, wenn es um beschönigende Umschreibungen geht, durchaus Tradition.Google Scholar
  67. 61.
    Das bei Meyer angegebene Nettosonderabfallvolumen (verbrannte und deponierte Menge) in Höhe von ca. 108000 m3 entspricht dem, das für die erste Hälfte der 90er Jahre an radioaktivem Abfall erwartet wird (vgl. Brennecke, P. u.a. 1986: 37). Es bleibt jedoch der eigenartige Charakter der Zahlen bei Meyer anzumerken, der darin besteht, daß die Sonderabfalle die er registriert, fast ausschließlich aus Hamburg stammen. Von den 108000 m3 Nettoabfall stammen danach 101 000 aus Hamburg (vgl. Meyer, R. 1982: 348).Google Scholar
  68. 62.
    Der Bundesumweltminister fordert, daß neue Verbrennungs- und Deponiekapazitäten geschaffen werden für die Entsorgung von insgesamt 10 Mill. t problematischer Sonderabfälle (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 23.9.1988).Google Scholar
  69. 63.
    Wichtige halogenhaltige Lösungsmittel sind die folgenden (vgl. Schulze, J. u.a. 1985: 77f., 105f., 162f., 169, 172):Google Scholar
  70. a) Trichlorethylen: wegen seiner Toxität und evtl. Cancerogenität bei photochemi-scher Reaktivität und Zersetzlichkeit in der Atmosphäre wurde die Produktionsmenge dieses Lösungsmittels seit den 70er Jahren reduziert und betrug in 1982 in der Bundesrepublik noch 25 500 t/J.Google Scholar
  71. b) Perchlorethylen: Wegen umweltpolitischer Bedenken — als Folge der beträchtlichen Emission in die Luft ist Perchlorethylen bereits überall nachweisbar — wird in den nächsten Jahren mit einer stagnierenden oder schrumpfenden Produktion gerechnet. In der Bundesrepublik verfügt Dow Chemical, Stade, über die größte Produktionskapazität. In 1982 wurden 108300t hergestellt.Google Scholar
  72. c) 1,1,1-Trichlorethan: Auch wenn dieses Lösemittel mit toxischen Substanzen stabilisiert werden muß, wurde seine Produktion in den USA wegen der — verglichen mit Trichlorethylen — geringeren Toxizität gefördert. In der Bundesrepublik verfugt Dow Chemical, Stade, über eine Produktionskapazität von 130000 t/J. Produktion und Verbrauch werden in Westeuropa auf 150000 t/J geschätzt.Google Scholar
  73. d) Methylenchlorid: Von dem nicht so toxisch eingestuften Lösungsmittel werden in der Bundesrepublik in 1982 142400t produziert.Google Scholar
  74. Nimmt man alle Angaben zusammen, dann wurden nach Schulze in der Bundesrepublik in 1982 ca. 350000t chlorierte Lösungsmittel produziert. Sutter (1987: 60) schätzt den Verbrauch (ohne Jahresangabe) auf 250 000 t/J.Google Scholar
  75. 64.
    In der Begleitscheinauswertung für Hamburg macht der altlastenbedingte Sonderabfallanteil 14 v.H. aus (1985).Google Scholar
  76. 65.
    In der Stadt Bremen ermittelte man 54 276 t Nettoproduktionsabfall und 277 t (= 0,5 v.H.) Sonderabfall für den Kleingewerbebereich (vgl. Kluve, R. u.a. 1987: 440), während in der Bundesrepublik 1984 auf 159 Miot Nettoproduktionsabfall im Produzierenden Gewerbe knapp 5 Miot Sonderabfall entfiel (= 3,1 v.H.). Der Sonderabfall Bremens im Produzierenden Gewerbe beträgt sogar 247 Tst bei 822 Tst Nettoproduktionsabfall (= 30 v.H.).Google Scholar
  77. 66.
    Die Beschäftigung wird hier als Stellvertreter des industriellen output verwendet, weil nur dafür ein konsistenter set industrie-spezifischer Projektionen verfügbar ist.Google Scholar
  78. 67.
    In 1980 war die Bundesrepublik Deutschland der drittgrößte Chlorproduzent der Welt. Über die größte Produktionskapazität eines einzelnen Werkes verfügt Dow Chemical mit 650000 t (1983), das räumlich in der Nähe des Kernkraftwerkes Stade gelegen ist (vgl. Schulze, J. u.a. 1985: 594f.).Google Scholar
  79. 68.
    J. Schulze u.a. merken an, daß es aufgrund der vermehrten Anwendung chlorfreier Verfahren künftig in den ersten beiden Verbrauchsgruppen zu einem „verringerten Wachstum“ kommen werde.Google Scholar
  80. 69.
    Diese statistische Mengenangabe ist nicht vollständig, weil die Mengen der anorganischen Herbizide, der Anilinderivate und die heterocyclischen Verbindungen bis 3 N-Atome im Ring vom Statistischen Bundesamt geheimzuhalten sind.Google Scholar
  81. 70.
    Die Externalisierungsmechanismen bei der Produktion, Weiterverarbeitung, Anwendung und dem Verbrauch von chlorkohlenwasserhaltigen Produkten war Gegenstand eines Projektes des Sozialökonomischen Studienganges an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg (vgl. Beiträge aus dem Projekt, in: Die Mitbestimmung, 4/1988: 165ff.).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Wulf Damkowski
  • Günter Elsholz

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