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Ausblick: Unterwegs zu einer Kultur der Muße?

  • Horst W. Opaschowski
Chapter

Zusammenfassung

Man stelle sich folgendes vor: Es gäbe noch viel zu tun und kaum einer ginge hin! Die meisten wollten lieber Feste feiern als feste arbeiten. Die wenigsten hätten noch Lust etwas zu tun. Muße wäre ihr Leben und ihr Dasein ein einziges Vergnügen. Die Arbeitswut wäre verraucht. Schaffe, schaffe gelte nichts mehr. Die Arbeit hätte ihren Sinn verloren, die Berufsethik wäre auf den Kopf gestellt. Genuß verdrängte den Besitz, High Life die stumpfe Maloche und Freude den Fleiß. Der Fleißige könnte nicht mehr Vorbild sein. Und der Held der Arbeit würde sanft entschlummern. Das Arbeitstier wäre gestorben, der Freizeitkünstler geboren — selbstbewußt und politisch mehrheitsfähig, tonangebend im sozialen und kulturellen Bereich. „Brüder, zur Sonne, zur Freizeit“ hieße die Lösung einer hedonistischen Gesellschaft. Freizeit wäre „in“, Arbeit „out of life“. Das Ende der Arbeitsgesellschaft wäre da. Eine unvorstellbare Vorstellung.

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Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Leverkusen 1983

Authors and Affiliations

  • Horst W. Opaschowski
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität HamburgDeutschland
  2. 2.B.A.T Freizeit-ForschungsinstitutsHamburgDeutschland

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