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Zusammenfassung

Ausgangspunkt dieser Arbeit waren also praktische Probleme mit und schlechte Gefühle zu gegebenen Denk- und Handlungsmöglichkeiten in der pädagogischen Praxis. Es stellte sich die Frage, ob die gesellschaftliche Realität und der soziokulturelle Kontext pädagogischen Handelns nicht Alternativen bereithält. Dazu muß zunächst eine Beschreibung der gesellschaftlichen Gesamtkonfiguration geliefert werden. Habermas’ Überlegungen zu System und Lebenswelt und den entsprechenden Integrationsprinzipien in einer modernen Industriegesellschaft werden herangezogen, weil sie erlauben, die fortgeschrittene Industriegesellschaft konsequent als lebensweltlich notwendig multikulturell zu konzipieren, wie es von Bukow durchgeführt worden ist. Dies wird in dieser Arbeit nachvollzogen, und von da aus wird es möglich, deutlich zu machen, daß es außer der pädagogischen Handlungsmöglichkeit, die sich als problematisch erwiesen hat, noch andere Optionen für die Praxis gibt. Im Gegenzug wird eine Beschreibung der Situation im pädagogischen Handlungsfeld mit einer Rekonstruktion von Jugendarbeit als Verfahren und als soziale Situation entwickelt. Aus dieser Beschreibung ergibt sich dann plausibel ein Hinweis auf die Möglichkeit, bzw. sagen wir ruhig wertend, Gefahr, daß aufgrund bestimmter Merkmale dieses Verfahrens und der zum Tragen kommenden Situationsscripts in der Jugendarbeit gegenläufige Tendenzen die Chancen moderner Reflexivität unterlaufen könnten. Es wird dann dafür plädiert, ein pädagogisches Selbstverständnis und einen Umgang mit den Problemen und Chancen der Situation Jugendarbeit zu entwickeln, die die Chancen moderner sozialer Integrationsprinzipien und multipler gesellschaftlicher Reflexivität auch für die Pädagogik wahren und ausschöpfen.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Ute Müller-Giebeler

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