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Transformation und Modernisierung im ostdeutschen Einzelhandel

  • Olaf Struck-Möbbeck
Chapter
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Part of the Beiträge zu den Berichten der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e. V. (KSPW) book series (BBSPW, volume 1.6)

Zusammenfassung

Im ostdeutschen Einzelhandel wurde seit 1990 binnen kurzem eine neue Verkaufsstruktur etabliert. Innerhalb der Einzelhandelsunternehmen wurden die warenlogistische Anbindung und die neue betriebs- und arbeitsorganisatorische Struktur, die in den neuen Bundesländern nach der Wende 1989/90 zum Teil auf ein hohes Niveau gehoben wurden, weiterentwickelt. Offen ist allerdings die Frage, ob es sich dabei um ostdeutsche Sonderentwicklungen handelt oder ob die Unternehmen relativ bruch- und abstandslos in den andauernden westdeutschen Strukturwandel im Einzelhandel einschwenk(t)en.

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Literatur

  1. 1.
    Weitere 18,5% Umsatz entfielen auf den sonstigen sozialistischen Einzelhandel.Google Scholar
  2. 2.
    Bei den Verkaufseinrichtungen der DDR handelte es sich vorwiegend um Ladengeschäfte des Einzelhandels, aber auch um offene Verkaufsstellen der Industrie, Gaststätten, Kioske, Handwerksbetriebe oder um den Handel vom Lager und um Versandhandel. Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne gab es in der DDR mit Einschränkungen noch für die privaten Kleingewerbetreibenden, deren Umsatzanteil am Einzelhandel 1988 bei etwa 10% lag.Google Scholar
  3. 3.
    Der Anteil der Frauen im Handel insgesamt betrug 72% (vgl. Quack/Maier 1993: 4). Dieser Anteil sank bis zum Herbst 1992 auf 58% (vgl. Arbeitsmarktmonitor, zitiert in Schenk/Schlegel 1993).Google Scholar
  4. 4.
    Nach S. Schenk kam seit 1981 ein rechnergestütztes Auskunfts-und Dialogsystem zur integrierten Rationalisierung der Verkaufs-, Lager-und Auslieferungsprozesse schrittweise zum Einsatz (Schenk 1989: 74).Google Scholar
  5. 5.
    Kaluza u.a. verweisen auf der Basis von Expertengespächen auf Niedergangsursachen wie unerfahrenes Management, mangelnde Logistik und uneinheitliche Unternehmensführung in den Genossenschaften, schnelle Westkonkurrenz, ungeklärte Eigentumsverhältnisse und Zurückhaltung bei der Kreditvergabe für dringliche Modernisierungsinvestitionen (vgl. Kaluza u.a. 1994: 191).Google Scholar
  6. 6.
    Eine erste Aufgabe bestand allerdings darin, die vor dem 3. Oktober 1990 geschlossenen und wegen angeblich unseriöser Ausschreibungspraktiken in die Kritik geratenen Verträge (130 Joint-venture-Verträge) zu überprüfen. „Bis zum Januar 1991 waren die meisten alten Verträge mit westdeutschen Partnern (teilweise mit Nachbesserungen; der Verf.) genehmigt“ (Tietz 1993: 202).Google Scholar
  7. 7.
    Ende des selben Jahres beendete die GPH ihre Tätigkeit.Google Scholar
  8. 8.
    Existenzgründer hatten darüber hinaus Probleme mit den von der GPH und der Gewerkschaft HBV festgelegten Bedingungen. Hierbei handelte es sich um Vereinbarungen wie: Übernahme aller Beschäftigten bis zum 31. Juni 1991, Sortimentsbindung, Übertragung aller Hinterlassenschaften der HO, so eben auch ehemalige Baukosten der „Gebäudewirtschaft“ (vgl. Richter 1992).Google Scholar
  9. 9.
    Unsere Darstellung kann sich auch auf bisher unveröffentlichte Materialien und Resultate der genannten drei Institutionen und der dortigen Autorinnen stützen, die uns freundlicherweise zur Verfügung standen und hier zur Absicherung unserer Argumentation herangezogen werden, die aber einer eventuellen differenzierten Darstellung durch die Autorinnen selbst vorbehalten sind.Google Scholar
  10. 10.
    Jacobsen differenzierte zunächst noch einen vierten Typ von Betrieben, die, nachdem sie im Westen »festgefahren« waren, im Osten ihre regionale Begrenzung durchbrechen wollten (vgl. Jacobsen 1993: 140f.).Google Scholar
  11. 11.
    Schon vor der Wende war es im Westen schwierig, mittlere Führungspositionen intern zu besetzen. Mit der Delegation von Personal in den Osten verschärfte sich die Personalsituation in diesem Segment.Google Scholar
  12. 12.
    In der Erstellung einer gesicherten und einheitlichen Datengrundlage liegt ein wichtiger Forschungsbedarf.Google Scholar
  13. 13.
    Dasselbe gilt für die alten Bundesländer, in denen ebenfalls nur in wenigen Einzelhandelsunternehmen ein Bedarf zur Frauenförderung gesehen wird (vgl. Goldmann/Jacobsen 1994: 101f.; Riegraf 1993; Fischer 1993).Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. zu den folgenden Angaben auch die Ergebnisse einer Brandenburger Studie von Vintz/Schultheis 1995: 29ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Olaf Struck-Möbbeck

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