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Empirischer Teil

  • Evelyn Timmermann
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Zusammenfassung

Das Forschungsinteresse dieser Arbeit beruht in Anlehnung an den Individualisierungsansatz auf eine Erfassung der Chancen und Risiken von Jugendlichen, sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen zurechtzufinden mit dem Ziel einer Förderung der autobiographischen Handlungskompetenz. Zu diesem Zweck wurde ein Bildungskonzept entwickelt, dessen konkrete Seminarumsetzungen auf der Basis geschlechtsbezogener Lebens- und Berufswegplanung evaluiert werden sollen. Die Lernziele dieses Bildungskonzepts orientieren sich an einem Akteurinnenkonzept, welches von der Möglichkeit bewußt entscheidender und mitgestaltender Jungen und Mädchen ausgeht. Die Konzeptentwicklung rekurriert auf Aspekte, die sich aus der Analyse des Geschlechterverhältnisses, der Kritik an der Koedukation und grundsätzlicher Seminarplanung ergeben.

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Literatur

  1. 1.
    Die Zitate der Jugendlichen sind folgendermaßen gekennzeichnet: [Sl: Zeile; J/M]; S = Seminar z.B. 1; Zeilenzahl der Transkripte; J = Junge; M = Mädchen.Google Scholar
  2. 3.
    Weitere Ausführungen und Überlegungen zur sogenannten „Schuldfrage“befinden sich in der Seminarbeschreibung zum Thema „sexuelle Belästigung“; Kapitel III.3.8.Google Scholar
  3. 4.
    Text: „Wem gehört die Zeit? Arbeitszeit, Familienzeit, Freizeit, Bildungszeit Zeit ist Geld! Ich habe keine Zeit! Für jede Tätigkeit brauchen wir Zeit. Oft sind wir uns nicht darüber im klaren wieviel Zeit für etwas benötigt wird. Überlegt am besten mit einer Partnerin/einem Partner welche Tätigkeiten ihr tagtäglich ausübt und wieviel Zeit ihr dafür benötigt. Um uns über den Umgang mit unserer Zeit bewußt zu werden, wollen wir unsere Tagesabläufe sichtbar machen. Füllt dafür bitte die Tageszeituhr aus: Varianten: — Wählt einen Tag als Schülerin, wählt einen Tag mit einer Vollerwerbstätigkeit (evtl. mit Kindern), wählt einen Tag mit halber Erwerbstätigkeit (evtl. mit Kindern).“Google Scholar
  4. 5.
    An diesem frei ausgeschriebenen Seminar nahm eine sehr heterogene Gruppe teil. Es gab 15-jährige Hautschülerinnen ebenso, wie eine Studentin der Diplomphysik. Viele Mädchen besuchten die 12. Klasse des Gymnasiums. Insofern ist diese Gruppe nicht repräsentativ für die Gesamtgruppe der Teilnehmerinnen, da der durchschnittliche Bildungsstand gemessen an der Schulausbildung in den anderen Seminaren höher ist (vgl. Kapitel III.2). Google Scholar
  5. 6.
    Die Methode der Lebenskurven ist erfolgreich für die Bilanzierung und kann auch in gemischtgeschlechtlichen Seminaren eingesetzt werden. In diesem Falle werden sie in geschlechtshomogenen Gruppen erstellt und in einem Metaplan zusammengefaßt, um sie anschließend im geschlechtsheterogenen Plenum gegenüberzustellen. In den Fällen, wo dieses ausprobiert wurde, zeigte sich, daß Jungen und Männer eher als Mädchen und Frauen Probleme haben, sich zu erinnern und ihre Kindheitserlebnisse offenzulegen. In der Auswertung konnten zudem Unterschiede zwischen den Geschlechtern festgehalten werden. Die Figur der „besten Freundin“fehlt zum Beispiel bei den Jungen als Sozialisationsin-stanz. Zudem mußten die Mädchen häufiger persönlichkeitseinschränkende Erlebnisse (z.B. Verbote der Eltern, Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts) hinnehmen und sich somit stärker mit ihrem Selbstwertgefühl auseinandersetzen (vgl. Kapitel 1.5.2.1). Google Scholar
  6. 7.
    Für die Aufgabenstellung ist es wichtig darauf hinzuweisen, daß hier nur Erlebnisse genannt werden, die die Frauen in dieser Runde wirklich kundtun möchten. Dieser Hinweis ist nicht nur ein Schutz für die Teilnehmerinnen, sondern ebenso für die Teamerinnen. Es geht an dieser Stelle nicht darum, Geheimnisse oder schlimme Erlebnisse (z.B. sexuellen Mißbrauch oder Mißhandlungen etc.) aufzuarbeiten. Dafür fehlt dem Team in aller Regel die psychotherapeutische Kompetenz. Falls dennoch entweder ein Verdacht oder ein Fall auftaucht, kann sich die Teamerin zwar als Zuhörerin anbieten, sollte aber deutlich auf ihre eingeschränkte Kompetenz diesbezüglich verweisen. Es ist deshalb sinnvoll eine Liste von Beratungsstellen der entsprechenden Region vorrätig zu haben.Google Scholar
  7. 8.
    Zeichenerklärung: +: positives, *: neutrales, -: negatives Ereignis.Google Scholar
  8. 1.
    An diesem Seminar nahmen 12 Mädchen teil. Ihre Ausbildungssituation gestaltete sich sehr heterogen: 3 Hauptschülerinnen (15 Jahre), 1 Realschülerin (16 Jahre), 3 Gymnasiastinnen (17–18 Jahre), 1 Gärtnerin (mit Abitur, 21 Jahre), 2 Fachfrauen für Bürokommunikation (19, 22 Jahre), 1 Maschinenschlosserin (25 Jahre), 1 Studentin der Sozialwissenschaft (21 Jahre).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Evelyn Timmermann

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