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Einleitung

  • Evelyn Timmermann
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Zusammenfassung

Solche und ähnliche Aussagen junger Frauen und Männer entsprechen den Beobachtungen in den Sozialwissenschaften. Sie deuten den tiefen Wunsch vieler Jugendlicher nach einem „kulturellen Wandel“ (ZOLL u.a. 1989) oder einer „neuen Art der Lebensführung“ (BEHRINGER u.a. 1989) an. Der beobachtbare Wandel sozialer Strukturen und Lebensformen resultiert aus Veränderungen der Bedeutung des Berufslebens, der traditionellen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern sowie aus den damit verbundenen Einstellungen und Bedürfnissen. Viele Theoretikerinnen führen die Möglichkeit eines gesellschaftlichen Wandels auf einen Modernisierungsprozeß zurück. In diesem Zusammenhang ist der Begriff der „Individualisierung“ (BECK 1986) geradezu inflationär populär geworden. Er analysiert den Zusammenhang zwischen strukturellen Veränderungen einerseits und deren Auswirkungen auf individuelles Handeln, Denken und Fühlen andererseits. Das Konzept geht davon aus, daß das Individuum aus traditionellen Vorgaben von Lebensmustern, Werten und Normierungen zwar zunehmend freigesetzt wird, aber neuen Problemen gegenübersteht. Nach BECKs Definition umfaßt Individualisierung sowohl Chancen als auch Risiken, Potentiale als auch Ängste und in diesem Zusammenhang auch Veränderungsmöglichkeiten im Geschlechterverhältnis durch individuelle Aushandlungsprozesse in der Partnerschaft.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Evelyn Timmermann

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