Advertisement

Fachspezifische Problemsichten

  • Hannelore Faulstich-Wieland
  • Marianne Horstkemper
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 7)

Zusammenfassung

In der neuen Diskussion um die Koedukation werden häufig die naturwissenschaftlichen Fächer als „Problempunkte“ hervorgehoben: Vor allem Physik wird von Mädchen deutlich seltener belegt als von Jungen, aber auch Mathematik, Chemie und Informatik werden von Schülerinnen weniger als von Schülern gewählt, wenn Wahlmöglichkeiten existieren. Diese „Abstinenz“ von jungen Frauen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich — in der beruflichen Bildung und an der Hochschule dann auch in den technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern — wurde sehr früh in einen ursächlichen Zusammenhang mit dem gemeinsamen Unterricht von Mädchen und Jungen gebracht. Zwei Aspekte waren dafür „verantwortlich“: Erprobungen von getrennten Computerkursen und -arbeitsgemeinschaften zeigten, daß Mädchen bereit waren, solche Angebote anzunehmen. Eine Untersuchung zur schulischen Herkunft von Informatik- und Chemiestudentinnen ergab einen hohen Anteil ehemaliger Mädchenschulabsolventinnen (Kauermann-Walter u. a. 1988; zur Kritik vgl. Faulstich-Wieland 1991; Giesen u. a. 1992). Dieses Ergebnis wurde sehr medienwirksam verbreitet und ließ die Koedukationsfrage vor allem zu einer werden, in der um getrennten Unterricht insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern gestritten wurde.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Hannelore Faulstich-Wieland
  • Marianne Horstkemper

There are no affiliations available

Personalised recommendations