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Gesprochene und geschriebene Sprache

  • Christa Dürscheid
Part of the Studienbücher zur Linguistik book series (STZL, volume 8)

Zusammenfassung

Gegenstand dieses Kapitels ist die Frage, welche Merkmale die gesprochene, welche die geschriebene Sprache trägt und in welchem Verhältnis diese beiden Realisationsformen von Sprache stehen. In einem zweiten Schritt wird gezeigt, wie dieses Verhältnis in der Forschung gewichtet wird. Zwei Positionen werden hier vorgestellt, die Dependenz- und die Autonomiehypothese. Beide Positionen haben eines gemeinsam: Sie befassen sich explizit mit der Frage, welche Rolle das Geschriebene in Relation zum Gesprochenen einnimmt. Dependenztheoretiker vertreten die Ansicht, dass die gesprochene Sprache der zentrale Forschungsgegenstand der Sprachwissenschaft sei und die Schrift nur ein abgeleitetes, sekundäres Zeichensystem darstelle. Als ein Vertreter dieser Richtung wurde bereits Fereitsferdinand de Saussure genannt (vgl. Kap. 0.2). Die Vertreter der Autonomiehypothese hingegen plädieren dafür, die Schrift als eine eigenständige Realisationsform von Sprache anzuerkennen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Christa Dürscheid
    • 1
  1. 1.MünsterDeutschland

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