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Waffenbesitz und Gewalt

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Zusammenfassung

Alle bisher vorliegenden empirischen Befunde zum Thema “Gewalt an Schulen” deuten — ebenso wie die unserer eigenen Studien — darauf hin, dass die Schulgewalt vor allem aus verbaler Aggressivität besteht, also aus dem, was wir in unserer Terminologie verbale Gewalt nennen. Leichtere Formen physischer Gewalt treten zwar in bemerkenswertem, aber dennoch geringem Ausmaß hinzu — schwere physische Auseinandersetzungen mit Folgen für Leib oder gar Leben stellen hingegen die absolute Ausnahme dar. Gleichwohl wird die öffentliche Debatte um die Gewalt an Schulen von der Vorstellung geprägt, die Schüler seien zu kleinen Rambos mutiert, die schwerbewaffnet ihre Mitschüler terrorisierten oder sich zumindest gegen Angriffe anderer, schwerst gewalttätiger Mitschüler mit Waffengewalt zu verteidigen hätten. Und einzelne dramatische und in ihrer Brutalität tatsächlich doch überraschende und bedenklich stimmende Gewalttaten, bei denen Schüler mit Waffengewalt gegen Lehrer und/oder Mitschüler vorgehen, scheinen diesen Tenor der öffentlichen Diskussion zu stützen.

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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