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Gewalt im Kontext der Familie

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Zusammenfassung

Was Gewalt ist, ist stets eine Frage der Wahrnehmung; daher variiert Gewalt auch zeit-bzw. (teil-)kulturabhängig. In der Moderne stieg die normative Ablehnung individueller Gewalt auch als Ergebnis des Zivilisationsprozesses an: die Gewaltmono-polisierung durch den Staat und die zunehmenden Abhängigkeiten der Akteure erzwangen ein steigendes Maß an Selbstkontrolle (vgl. Elias 1991). Auf diese Weise wurden viele Handlungen illegitim und damit „Gewalt“(vgl. Baumann 2000). Allerdings bedeutete das noch lange nicht das Verschwinden der Gewalt (vgl. Honig 1990): Hinter einer Rhetorik „der Zivilisiertheit“ überdauerte z. B. die Annahme, regelmäßige „kleine Gewalt“ (Ohrfeigen, körperliche Züchtigungen in der Erziehung) sei vor allem gegen Außenseiter „sittenkonform“ (vgl. Lüdtke 1994: 70) und damit gerechtfertigt.

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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