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Ausmaß, Verteilung und Entwicklung der Gewalt an Schulen

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Zusammenfassung

„Sozialwissenschaftliche Untersuchungen haben die Absicht, einen undogmatischen, wertfreien Blick auf gesellschaftliche Sachverhalte zu eröffnen. Doch die Wissenschaft sieht sich dabei mit einem Dilemma konfrontiert: Ihre Ergebnisse werden von der Öffentlichkeit nur widerwillig zur Kenntnis genommen, denn gerade bei einem Thema wie der Gewalt Jugendlicher glauben alle, Bescheid zu wissen und mitreden zu können. Entsprechen die wissenschaftlichen Befunde der (ver)öffentlich(t)en Meinung, fragt man nach dem Sinn solcher Studien, da man deren Erkenntnisse ohnehin schon kannte („Verdoppelung der Wirklichkeit“). Widersprechen sie aber dem medialen Diskurs oder den individuellen Ansichten, liefern sie also neue und andere Ergebnisse, werden sie attackiert und in ihrer wissenschaftlich-methodischen Seriosität angezweifelt. Besonnene Argumente gehen im allgemeinen Wehklagen unter — sie können das öffentliche Bedürfnis nach klaren Feindbildern, eindeutigen Situationen und Schuldzuschreibungen und vor allen Dingen nach „action“ weit weniger gut befriedigen, als etwa der wohlfeile Ruf nach repressiven Maßnahmen“ (Lamnek 2000: 8).

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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