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Friedrichstraße und KOAI (Fallstudie I)

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Part of the Stadtforschung aktuell book series (STADT, volume 81)

Zusammenfassung

Nähert man sich dem Untersuchungsgegenstand Friedrichstraße, so fällt eigentümlicherweise auf, daß die Projekte dort in ihrer Planungs- und Entscheidungsphase konkret nie Gegenstand (fach-)öffentlicher Debatten waren. Erst als „fertige“ Vorhaben, als Computersimulationen, wenn es um die Ankündigung ging, daß ein Investor X ein Projekt Y mit einer Nutzung Z in Angriff nehmen wird, traten sie in den Medien, in einschlägigen Publikationen und damit im öffentlichen Bewußtsein in Erscheinung.141 Dieses Fehlen in der Medienöffentlichkeit gilt ebenso für den dort alles entscheidenden KOAI, den Koordinierungsausschuß für innerstädtische Investitionen. Aber auch die damals aufgrund der Umstände besonders sensibilisierte Fachöffentlichkeit, Verbände und die Hochschulen meldeten sich zur Umstrukturierung der Friedrichstraße und ihren Hintergründen kaum zu Wort (Bodenschatz 1995: 218). Diskussionen über den Bereich Friedrichstraße wie etwa im Stadtforum des Stadtentwicklungssenats oder bei den „Architekturgesprächen“ der Bauverwaltung thematisierten in erster Linie städtebauliche und architektonische Fragen, just zu der Zeit, als der KOAI, losgelöst von aller öffentlichen Diskussion, seine Entscheidungen traf bzw. vorbereitete. Bei Betrachtung der damaligen stadtentwicklungspolitischen Diskussion142 wird deutlich, daß andere Themen, nämlich der Streit um den Grundstücksverkauf an Daimler Benz am Potsdamer Platz, die Debatte um eine Hauptstadt Berlin sowie die ab dem Frühjahr 1990 angedachte Bewerbung Berlins als Olympiastadt im Jahre 2000 die politische und öffentliche Agenda dominierten.

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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