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Deutschlandpolitik: Positionen im Rahmen einer europäischen Lösung

  • Jens Hacker

Zusammenfassung

Die dramatischen Ereignisse und Veränderungen in der DDR im Herbst 1989, die das Ausmaß einer friedlichen Revolution angenommen haben, trafen die Öffentlichkeit in West und Ost gleichermaßen unvorbereitet. Der eruptive Aufbruch hat vor allem jene westlichen Beobachter überrascht, die bisher gemeint hatten, ein guter Teil der Bevölkerung habe sich mit dem Staat arrangiert und wisse die materiellen Vorteile der »entwickelten sozialistischen Gesellschaft« — im Vergleich mit den »Bruderländern« — ebenso zu schätzen wie den vom SED-Regime widerwillig tolerierten Rückzug in die Privatsphäre, in die »Nische«. Weit verbreitet war die Vorstellung, daß die in den vergangenen Jahren verstärkte innerdeutsche Kommunikation mit der Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen mehrfach in die Bundesrepublik Deutschland zu reisen, ein Ventil gebildet hätte, aufgestaute Unzufriedenheit mit den Zuständen im eigenen Land abzubauen oder zumindest zu verdrängen. Schließlich glaubte man, das weitgehende Abfinden des Westens mit dem territorialen und politischen Status quo in Europa und damit auch der Teilung Deutschlands habe seine Wirkung auf die Bürger der DDR nicht verfehlt.

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Literatur

  1. 1.
    So Karl Doehring, Die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration, in: Neue Juristische Wochenschrift, 35 (1982), S. 2209–2214, hier S.2209f.;Google Scholar
  2. 1a.
    Karl Doehring, Die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration als Inhalte der Präambel des Grundgesetzes, in: Deutsches Verwaltungsblatt, 94 (1979), S. 633–639;Google Scholar
  3. 1b.
    Dietrich Murswiek, Die verfassunggebende Gewalt nach dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Berlin 1978, S. 51–55;Google Scholar
  4. 1c.
    Georg Ress, Das Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes, in: Gottfried Zieger (Hrsg.), Fünf Jahre Grundvertragsurteil des Bundesverfassungsgerichts. Symposium 2.–4. Oktober 1978, Köln u.a. 1979, S. 265–292, besonders S. 270–274.Google Scholar
  5. 2.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, Bd. 36, Tübingen 1974, S. 1–36, hier S. 16.Google Scholar
  6. 3.
    Vgl. dazu mit Nachweisen K. Doehring, Die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration (Anm. 1), S.2210; D. Murswiek (Anm. 1), S. 45–47; Karl-Heinz Schneider, Wiedervereinigungsgebot und Europabekenntnis, in: Recht in Ost und West, 32 (1988), S. 17–21.Google Scholar
  7. 4.
    Angesichts des Umfangs der vorliegenden Literatur kann der folgende Überblick keine Vollständigkeit anstreben.Google Scholar
  8. 5.
    Ingo von Münch (Hrsg.), Grundgesetz-Kommentar, Bd. 1: Präambel bis Art. 20, 3., neu bearb. Aufl., München 1985, hier Präambel, Rdnr. 14.Google Scholar
  9. 6.
    So Theodor Maunz in: Maunz/Dürig, Kommentar zum Grundgesetz, Bd. 1: Art. 1–12, München 1987, hier Präambel, Rdnr. 24 und 26.Google Scholar
  10. 7.
    Albert Bleckmann, Grundgesetz und Völkerrecht. Ein Studienbuch, Berlin 1975, S.237f.;Google Scholar
  11. 7a.
    vgl. auch Theodor Schweisfurth, Europabekenntnis und Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes, in: Völkerrecht als Rechtsordnung — Internationale Gerichtsbarkeit — Menschenrechte. Festschrift für Hermann Mosler, Berlin u.a. 1983, S. 857–880, besonders S. 858–860.CrossRefGoogle Scholar
  12. 8.
    Vgl. dazu die Nachweise bei Dietrich Murswiek, Wiedervereinigung Deutschlands und Vereinigung Europas — Zwei Verfassungsziele und ihr Verhältnis zueinander, in: Dieter Blumenwitz/Boris Meissner (Hrsg.), Die Überwindung der europäischen Teilung und die deutsche Frage, Köln 1986, S. 103–122, besonders S. 104–107; ders. (Anm. 1); K. Doehring, Die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration (Anm. 1), mit jeweils weiteren Nachweisen.Google Scholar
  13. 9.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Anm. 2), S. 1f.: Leitsätze 4 und 5. Vgl. zur territorialen Bedeutung des Wiedervereinigungsgebots Eckart Klein, Die territoriale Reichweite des Wiedervereinigungsgebotes, 2., überarb. Aufl., Bonn 1984;Google Scholar
  14. 9a.
    Willi Geiger, Zur Rechtslage Deutschlands, in: Neue Juristische Wochenschrift, 36 (1983), S. 2302–2304.Google Scholar
  15. 10.
    So das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 21. Oktober 1987. Text in: Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, Bd. 77, Tübingen 1988, S. 137–170, hier S. 149 unter Hinweis auf seine bisherige Rechtsprechung. Hervorhebung im Text.Google Scholar
  16. 11.
    Vgl. dazu beispielsweise A. Bleckmann (Anm.7), S.238; Th. Schweisfurth (Anm.7), S. 860–865; D. Murswiek (Anm. 8); K. Doehring (Anm. 1); Wilfried Fiedler, Europäische Integration und deutschlandpolitische Optionen — eine Alternative?, in: Jens Hacker/ Siegfried Mampel (Hrsg.), Europäische Integration und deutsche Frage, Berlin 1989, S. 115–131;Google Scholar
  17. 11a.
    Hans-Jörg Bücking, Wiedervereinigung Deutschlands und die Einigung Europas — ein Widerspruch?, in: Jens Hacker/ Siegfried Mampel (Hrsg.), Europäische Integration und deutsche Frage, Berlin 1989 S. 65–113.Google Scholar
  18. 12.
    Vgl. dazu D. Murswiek (Anm. 8), S. 113–116 mit weiteren Nachweisen; Th. Schweisfurth (Anm. 7), S. 860–865.Google Scholar
  19. 13.
    So Dietrich Murswiek, Wiedervereinigung Deutschlands und Europäische Integration. Das Verhältnis zweier Verfassungsziele zueinander, in: Dieter Blumenwitz (Hrsg.) Europäische Aspekte der deutschen Frage, Bonn 1985, S. 28–30; ders. (Anm. 8); K. Doehring, Die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration (Anm. 1); ebenso entschieden K. H. Schneider (Anm. 4), S. 17f.Google Scholar
  20. 14.
    Verhandlungen des Deutschen Bundestages. 2. Wahlperiode 1953, Drucksache 3660, Bonn 1957, S. 11. Vgl. dazu Bernhard Jansen, EWG und DDR nach Abschluß des Grundlagenvertrages, Baden-Baden 1977, S.49f.; Eberhard Grabitz/Armin von Bogdandy, Deutsche Einheit und europäische Integration, in: Neue Juristische Wochenschrift, 43 (1990), S. 1073–1079.Google Scholar
  21. 15.
    Ebd. Hervorhebung im Text. Vgl. dazu den Bericht Besorgnis über einen »deutschen Sonderweg« — EG-Kommission zur Debatte über Wiedervereinigung und Politische Union, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. Februar 1989.Google Scholar
  22. 16.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Anm. 2), S. 17.Google Scholar
  23. 17.
    Gemeinsame Erklärung über die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe, in: Europa-Archiv, 43 (1988), S.D 576f. Vgl. dazu Jens Hacker, Die Berlin-Politik der UdSSR unter Gorbatschow, in: Außenpolitik, 40 (1989), S. 243–260, besonders S. 255–258.Google Scholar
  24. 18.
    Ausführlich dargestellt von Roland Bieber, Verfassungsentwicklung in der Europäischen Gemeinschaft. Formen und Verfahren, in: Jürgen Schwarze/Roland Bieber (Hrsg.), Eine Verfassung für Europa. Von der Europäischen Gemeinschaft zur Europäischen Union, Baden-Baden 1984, S. 49–89, Zitat auf S. 81.Google Scholar
  25. 19.
    Vgl. dazu die detaillierte Darstellung bei R. Bieber (Anm. 18), S. 81–89.Google Scholar
  26. 20.
    So Art. 1. Text der Einheitlichen Europäischen Akte in: Europa-Archiv, 41 (1986), S.D 163–182.Google Scholar
  27. 21.
    So D. Murswiek (Anm. 13), S.29; ders. (Anm.8), S. 114; Th. Schweisfurth (Anm.7), S.864f., 871–877; ders., KSZE und Deutsche Frage, in: Deutschland Archiv, 10 (1977), S. 936–948; Eckart Klein, Wie Europa und deutsche Einheit zum Einklang finden, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. Juni 1989;Google Scholar
  28. 21a.
    Gerhard Hoffmann, Wiedervereinigung und Westintegration, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Januar 1989.Google Scholar
  29. 22.
    Vgl. dazu auch Dietrich Murswiek, Das Staatsziel der Einheit Deutschlands nach 40 Jahren Grundgesetz, hrsg. von Heinrich Meier, München 1989, S. 33–36.Google Scholar
  30. 23.
    Vgl. dazu Rudolf Geiger, Das Grundgesetz und die Vollendung der Einheit Deutschlands aus völkerrechtlicher Sicht, in: Dieter Blumenwitz/Gottfried Zieger (Hrsg.), 40 Jahre Bundesrepublik Deutschland. Verantwortung für Deutschland, Köln 1989, S. 17–26. »Der Beitritt der Bundesrepublik zu einem westeuropäischen Bundesstaat würde zum völkerrechtlichen Untergang der Bundesrepublik und damit des gesamtdeutschen Staates führen, denn die Bundesrepublik würde selbst Bestandteil eines anderen, neuen Staats. Völkerrechtliche Kautelen zugunsten der Wiedervereinigung — etwa in Form eines Vorbehalts zum Beitrittsvertrag — wären aus der Sicht des Völkerrechts wertlos, weil sie nichts am völkerrechtlichen Untergang des beitretenden Staats ändern könnten. Der Inhalt der Vorbehalte hätte nach dem Beitritt keinen völkerrechtlichen Charakter mehr. Die Vorbehaltsregelung selbst verwandelt sich in einen Bestandteil des neuen bundesstaatlichen Verfassungsrechts und wäre damit der Verfügungsbefugnis des neuen Verfassungsgebers unterworfen.« Ebd., S. 24. Vgl. dazu auch D. Murswiek (Anm. 8), S. 115f.Google Scholar
  31. 24.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Anm. 2), S. 28. Hervorhebungen im Text.Google Scholar
  32. 25.
    So Dieter Blumenwitz, Deutschland und Europa. Deutschlandpolitische und deutschlandrechtliche Aspekte des Vertragsentwurfs des Europäischen Parlaments zur Gründung einer Europäischen Union, in: Politik und Kultur, 14 (1987) 2, S. 36–45, hier S.42f.; Text des Entwurfs eines Vertrages zur Gründung der Europäischen Union (Europäisches Parlament) vom 14. Februar 1984 in: J. Schwarze/R. Bieber (Anm. 18), S. 317–357, besonders S. 327.Google Scholar
  33. 26.
    So D. Blumenwitz (Anm. 25), S. 43f.Google Scholar
  34. 27.
    Vgl. D. Murswiek (Anm. 8), S. 116f.; Th. Schweisfurth (Anm.7), S. 871–880 mit jeweils weiteren Nachweisen.Google Scholar
  35. 28.
    G. Ress (Anm. 1), S. 285–288, besonders S.286, Anm. 64. Vgl. dazu auch die in jüngster Zeit erschienenen Beiträge von Eckart Klein, Deutschlandrechtliche Grenzen einer Integration der Bundesrepublik Deutschland in die Europäischen Gemeinschaften, in: Die Öffentliche Verwaltung 42 (1989), S. 957–962;Google Scholar
  36. 28a.
    Dietrich Rauschning, Das Verhältnis Bundesrepublik Deutschland — Deutsche Demokratische Republik im Blick auf die europäische Integration, in: Die Öffentliche Verwaltung 42 (1989), S. 963–969;Google Scholar
  37. 28b.
    Dieter Blumenwitz, Europäische Integration und deutsche Wiedervereinigung. Aktuelle Fragen nach dem Zehn-Punkte-Programm und dem Straßburger Gipfel, in: Zeitschrift für Politik, 37 (1990), S. 1–19.Google Scholar
  38. 29.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Anm. 10), S. 150f. u. S. 138.Google Scholar
  39. 30.
    Vgl. dazu Wilfried Fiedler, Die Staats- und völkerrechtliche Stellung der Bundesrepublik Deutschland, in: Juristen-Zeitung, 43 (1988), S. 132–138, besonders S.136f. Manche bundesdeutsche Autoren pflegen gern zu übersehen, daß das Bundesverfassungsgericht in seiner ständigen Rechtsprechung zur »deutschen Frage« mit dem Begriff des »deutschen Staatsvolkes« und nicht dem der »deutschen Nation« argumentiert hat. Alle wichtigen völkerrechtlichen Dokumente — vor allem die 1976 in Kraft getretenen und rechtsverbindlichen UNO-Menschenrechtspakte — bezeichnen als Subjekte des Selbstbestimmungsrechts die Völker und nicht die Nationen. Auch in der »deutschen Frage« besteht keine Veranlassung, von den Begriffen »Volk« und »Staatsvolk« abzugehen und mit dem Begriff der »Nation« zu operieren, was beispielsweise Karl Doehring und Dietrich Murswiek tun.Google Scholar
  40. 30a.
    Vgl. zur Problematik des Subjekts des Selbstbestimmungsrechts Helmut Rumpf, Die Nation in rechtlicher Sicht, in: Nation und Selbstbestimmung in Politik und Recht, hrsg. vom Göttinger Arbeitskreis, Berlin 1984, S.7–22;Google Scholar
  41. 30b.
    Dietrich Murswiek, Offensives und defensives Selbstbestimmungsrecht. Zum Subjekt des Selbstbestimmungsrechts der Völker, in: Der Staat, 23 (1984), S. 523–548;Google Scholar
  42. 30c.
    Jens Hacker, Das Selbstbestimmungsrecht der Völker aus der Sicht der DDR, in: Gottfried Zieger/Boris Meissner/Dieter Blumenwitz (Hrsg.), Deutschland als Ganzes. Rechtliche und historische Überlegungen, Köln 1985, S. 133–157.Google Scholar
  43. 31.
    Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Anm. 10), S. 150.Google Scholar
  44. 32.
    So Michael Stürmer, Abschied von falschen Illusionen. Deutschlandpolitik heute — Teil 2, in: Rheinischer Merkur/Christ und Welt vom 24. August 1985.Google Scholar
  45. 33.
    So Michael Stürmer, Abschied von falschen Illusionen. Deutschlandpolitik heute — Teil 2, in: Rheinischer Merkur/Christ und Welt vom 24. August 1985.Google Scholar
  46. 34.
    Vgl. W. Fiedler (Anm. 11), S. 125.Google Scholar
  47. 35.
    D. Murswiek (Anm. 22), S. 30.Google Scholar
  48. 36.
    So die Bundestags-Abgeordnete Jutta Oesterle-Schwerin am 28. November 1989 im Bundestag; Text in: Deutscher Bundestag. Stenographischer Bericht, 177. Sitzung vom 28. November 1989, S. 13492. Weitere Hinweise zur Position der GRÜNEN in der »deutschen Frage« bei Theodor Schweisfurth, Die deutsche Frage aus der Sicht der Grünen, in: Dieter Blumenwitz/Gottfried Zieger (Hrsg.), Die deutsche Frage im Spiegel der Parteien, Köln 1989, S. 109–120; Lothar Probst, Deutschlandpolitik und die deutsche Frage aus der Sicht der Grünen, in: ebd., S. 121–124; Antje Vollmer, Die Träume der alten Männer, in: Neues Deutschland vom 677. Januar 1990.Google Scholar
  49. 37.
    Text der Rede Willy Brandts vom 18. November 1984 in München, in: Reden über das eigene Land: Deutschland, München 1984, hier S. 63 und S. 67.Google Scholar
  50. 38.
    Vgl. dazu die Nachweise bei Jens Hacker, Die deutsche Frage aus der Sicht der SPD, in: D. Blumenwitz/G. Zieger (Anm. 36), S. 39–65, besonders S. 59–61.Google Scholar
  51. 39.
    Rede Willy Brandts vom 14. September 1988 in: Frankfurter Rundschau vom 15. September 1988.Google Scholar
  52. 40.
    Rede Egon Bahrs vom 27. November 1988 in München in: Reden über das eigene Land: Deutschland, München 19892, S. 96–121, hier S. 108.Google Scholar
  53. 41.
    So Horst Ehmke am 19. Januar 1989 im Bundestag, Text in: Deutscher Bundestag. Stenographischer Bericht, 119. Sitzung vom 19. Januar 1989, S. 8711.Google Scholar
  54. 42.
    Egon Bahr in seiner Rede vom 27. November 1988 in München (Anm. 40), S. 105; weitere Nachweise bei J. Hacker (Anm. 38), S. 59–65.Google Scholar
  55. 43.
    Text des gemeinsamen Papiers von SED und SPD in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. August 1987; Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste, Das SPD/SED-Papier. Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit, Freiburg 1988; dort werden zahlreiche Kommentare unterschiedlicher Position wiedergegeben.Google Scholar
  56. 44.
    Vgl. dazu vor allem Dieter Haack, Kritische Anmerkungen zum »Ideologie-Papier«, in: Deutschland Archiv, 21 (1988), S. 40–47;Google Scholar
  57. 44a.
    Gesine Schwan, Ein Januskopf — Gefahren und Chancen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. September 1987;Google Scholar
  58. 44b.
    Egon Bahr, Chancen und Gefahren — Unsere Zeit als Januskopf, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Oktober 1987.Google Scholar
  59. 45.
    Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, das der Parteitag am 20. Dezember 1989 in Berlin angenommen hat, hrsg. vom SPD-Parteivorstand, Bonn 1989, S. 6. Vgl. dazu auch Ulla Plener/Horst Dietzel, Das Grundsatzprogramm der SPD: Was ist neu, und was bleibt offen?, in: Neues Deutschland vom 6/7. Januar 1990.Google Scholar
  60. 46.
    So D. Murswiek (Anm. 22), S. 30. Hervorhebung im Text.Google Scholar
  61. 47.
    So die Fassung der vom 36. Bundesparteitag der CDU angenommenen Perspektiven »Unsere Verantwortung in der Welt«, in: CDU-Dokumentation 19/1988. Vgl. dazu auch den Diskussionsentwurf der vom Bundesvorstand eingesetzten Kommission, in: CDU-Dokumentation 6/1988.Google Scholar
  62. 48.
    Der Brief zur deutschen Einheit ist in zahlreichen Dokumentationen wiedergegeben. Vgl. z. B. Dietrich Rauschnings Dokumentation »Rechtsstellung Deutschlands. Völkerrechtliche Verträge und andere rechtsgestaltende Akte«, München 1985, S. 123.Google Scholar
  63. 49.
    Vgl. beispielsweise die »Thesen der F.D.P. zur Deutschland- und Berlin-Politik«, die der Bundeshauptausschuß der F.D.P. am 19. November 1988 in Berlin diskutiert hat. Text in: Freie Demokratische Korrespondenz vom 14. November 1988. Vgl. dazu auch D. Murswiek (Anm. 22), S. 30–33.Google Scholar
  64. 50.
    Vgl. dazu Günter Wetzel, Die deutsche Nation braucht ihren Staat, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Dezember 1989.Google Scholar
  65. 51.
    Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas, in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 134 vom 29. November 1989. Vgl. auch die Gemeinsame Erklärung über die Gespräche des Bundeskanzlers mit dem Ministerpräsidenten der DDR, Hans Modrow, am 19./20. Dezember 1989 in Dresden, in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 148 vom 20. Dezember 1989.Google Scholar
  66. 52.
    Text in: Deutscher Bundestag. Stenographischer Bericht. 177. Sitzung vom 28. November 1989, S. 13514; Text der Ausführungen Vogels ebd., S. 13479–13488. Vgl. zu den Differenzen in der SPD-Führung vor dem Parteitag in Berlin den Bericht »Vogel sucht die SPD in der Deutschlandpolitik zu einen«, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 1989. Um den neuesten Entwicklungen gerecht zu werden, verabschiedete der Parteitag neben dem Grundsatzprogramm am 18. Dezember 1989 auch eine »Berliner Erklärung«, in der die Haltung der Partei zur Deutschlandpolitik präzisiert worden ist. Darin heißt es, mit der demokratischen Revolution in der DDR rücke die Erfüllung eines sozialdemokratischen Traumes näher, jetzt wachse zusammen, was zusammen gehöre, in Deutschland und in Europa. Vgl. dazu den Bericht »Die SPD formuliert ihre Deutschlandpolitik«, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. Dezember 1989; Berliner Erklärung, in: Frankfurter Rundschau vom 12. Dezember 1989.Google Scholar
  67. 53.
    Johannes Gross, Mißtrauen gegen die Freiheit. Was die deutsche Vereinigung bedeutet, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. Januar 1990.Google Scholar
  68. 54.
    Vgl. dazu mit Nachweisen Jens Hacker, Michail Gorbatschow und die engere »sozialistische Gemeinschaft«, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 19–20/90, S. 30–39.Google Scholar
  69. 55.
    Vgl. dazu ausführlicher Jens Hacker, Lange wurde in Moskau die Existenz einer Deutschen Frage geleugnet. Gorbatschows deutschlandpolitische Wenden, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Mai 1990, S. 8–9.Google Scholar
  70. 56.
    Den Text der Stellungnahme Gorbatschows verbreitete die DDR-Nachrichtenagentur ADN am 31. Januar 1990.Google Scholar
  71. 57.
    Vgl. dazu »Kohl erzielt Durchbruch in Moskau: Der Weg zur Einheit ist jetzt frei«, in: Die Welt vom 12. Februar 1990; Die Moskauer Erklärungen im Wortlaut, in: ebd.; Gorbatschow gibt den Weg zur Einheit frei, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. Februar 1990.Google Scholar
  72. 58.
    Text in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 27 vom 20. Februar 1990, S. 215.Google Scholar
  73. 59.
    Text der Grundsätze der Koalitions-Vereinbarung zwischen den Fraktionen der CDU, der DSU, dem DA, den Liberalen, DFP, BFD, FDP und SPD vom 12. April 1990, in: Beilage zu »Informationen«, Nr. 8/1990, hrsg. vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen in Zusammenarbeit mit dem Gesamtdeutschen Institut — Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben.Google Scholar
  74. 60.
    Text des Vertrags über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit Anlagen in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 63 vom 18. Mai 1990.Google Scholar
  75. 61.
    Ebd. Vgl. zur verfassungsrechtlichen Problematik Ulrich Everling, Der Weg nach Deutschland ist langwierig. Zum Streit über Artikel 23 oder 146/Die Europäische Gemeinschaft, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. März 1990;Google Scholar
  76. 61a.
    Hans A. Engelhard, »Alles spricht für einen Beitritt der DDR«. Das Grundgesetz wäre eine gute gesamtdeutsche Verfassung, in: Süddeutsche Zeitung vom 10./ll.März 1990. Auch Justizminister Engelhard betonte, die Mitgliedschaft eines vereinten Deutschland in der Europäischen Gemeinschaft wäre problemlos gegeben, da im Falle des Beitritts (gemäß Art. 23 GG) die Bundesrepublik Deutschland als Völkerrechtssubjekt und damit als identischer Vertragspartner der Römischen Verträge erhalten bliebe.Google Scholar
  77. 61b.
    Vgl. dazu auch Kay Hailbronner, Deutsche Wiedervereinigung und Europäische Gemeinschaft. Rechts-, ordnungs- und sachpolitische Fragen, in: Neue Zürcher Zeitung, Fernausgabe Nr. 97 vom 28. April 1990.Google Scholar
  78. 62.
    Vgl. dazu »Die SPD will den Staatsvertrag passieren lassen«, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Juni 1990.Google Scholar

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  • Jens Hacker

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