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Programm

  • Jürgen Dittberner

Zusammenfassung

Wie das gesamte Parteiensystem der Bundesrepublik gegenüber dem der Weimarer Zeit auf weniger Organisationen konzentriert ist, so ist es auch bei den Liberalen. Bis 1933 ist die Geschichte des Liberalismus in Deutschland durch permanente Spaltungen und Abspaltungen gekennzeichnet. Insofern stellt es etwas Neues dar, daß in der Bundesrepublik mit der FDP das liberale Schisma zwischen Links- und Rechtsliberalen, zwischen Demokraten und Nationalliberalen, zwischen Großbürgertum und Mittelstand, zwischen norddeutschen und süddeutschen Liberalen in eine einzige Parteiorganisation projiziert wurde. Unmittelbar nach 1945 war es noch die traumatische Erfahrung mit dem Nationalsozialismus und seiner bedingungslosen Niederlage gewesen, die es den liberalen Zirkeln und Gruppierungen landauf, landab nahelegte, die alten Streitigkeiten nicht wieder aufleben zu lassen. Auch in den folgenden Jahrzehnten hat dieser innere Zusammenhalt, diese Kohärenz, nur vorübergehend in den Krisen an Kraft eingebüßt, ist aber im übrigen wirksam geblieben. Zurückzuführen ist das auf die immer wieder sich aufdrängende Erkenntnis, daß die Partei sich in einer permanenten Grenzlage zwischen Etabliertsein und Gefährdung durch die Fünfprozentgrenze befindet.

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Jürgen Dittberner

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