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Programmiersprachliche Konzepte für Datenstrukturen

  • Ralf Hartmut Güting
  • Stefan Dieker
Part of the Leitfäden der Informatik book series (XLINF)

Zusammenfassung

Im ersten Kapitel haben wir gesagt, daß wir unter einer Datenstruktur die Implementierung eines Datentyps auf algorithmischer Ebene verstehen wollen. Die Implementierung stützt sich letztendlich ab auf Primitive, die von einer Programmiersprache zur Verfügung gestellt werden. Diese Primitive sind wiederum Datentypen, eben die Typen der Programmiersprache. Man beachte die etwas andere Bedeutung dieses Typ-Begriffs im Vergleich zum allgemeinen Begriff des Datentyps aus Kapitel 1. Dort geht man von der Anwendungssicht aus, um einen Typ, also eine Objektmenge mit zugehörigen Operationen festzulegen, und bemüht sich dann um eine effiziente Implementierung. Es kann durchaus verschiedene Implementierungen geben. Beim Entwurf der Typen einer Programmiersprache überlegt man, was einigermaßen einfach und effizient zu realisieren ist und andererseits interessante Objektstrukturen und Operationen zur Verfügung stellt. Die Implementierung solcher Typen ist durch den Compiler festgelegt, also bekannt. Die Effizienzüberlegungen haben z.B. zur Folge, daß viele Compiler für jeden Wert eines Typs eine Repräsentation in einem zusammenhängenden Speicherblock festlegen, also jeden Wert auf eine Bytefolge abbilden. Im Gegensatz dazu liegt beim allgemeinen Begriff des Datentyps für dessen Werte eine Repräsentation zunächst überhaupt nicht fest; sie muß auch keineswegs in einem zusammenhängenden Speicherbereich erfolgen.

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Copyright information

© B. G. Teubner GmbH, Stuttgart/Leipzig/Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Ralf Hartmut Güting
    • 1
  • Stefan Dieker
    • 1
  1. 1.HagenDeutschland

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