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Informationstechnik im privaten Alltag — eine feministische Perspektive

  • Barbara Böttger
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Zusammenfassung

Diese Kontroverse zweier kompetenter Informatiker beschreibt das Spannungsverhältnis bei der Beurteilung des Einsatzes der sogenannten Informations- und Kommnikationstechniken (im folgenden IuK-Techniken)* im privaten Alltag, wie sie gegenwärtig in der öffentlichen Diskussion zu beobachten ist, äußerst plastisch. Während sich die einen auf der individuellen Ebene eine fast grenzenlose maschinengestützte Steigerung menschlicher Produktivität und Wohlfahrt erhoffen, warnen die anderen vor Erfahrungsverlust, Sinnentleerung, ja dem verstärkten Erscheinen eines “maschinellen Charakters” (Pfüger/ Schurz 1987), einem “synthetischen”, aber zugleich “realen Individuum, das zum Mikroprozessor geworden ist, indem es durch Psychotraining und bio-feedback höchste Anpassungsleistungen erbringt” (Pflüger 1988, S. 8). Auf der gesellschaftlichen Ebene beschwören die Hersteller und die Bundesregierung euphorisch das Zukunftsbild einer hochintegrierten und leistungsfähigen “Informationgesellschaft” (Der Bundesminister für Forschung und Technologie, Informationstechnik, 1984, Späth 1985, Haefner 1984, kritisch dazu: Kubicek 1988, S. 56–61), während die Kritiker schon heute eine Informationsüberlastung (Kroeber-Riel 1987) konstatieren und für die Zukunft eine Kommunikationszerstörung (Mettler-Meiborn 1989) und “Innenweltverschmutzung” (Kubicek, Rolf 1985, S. 270) und damit den Verlust der letzten intimen Zufluchtsstätte des Menschen befOrchten.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1990

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  • Barbara Böttger

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