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Kernphysik pp 109-145 | Cite as

Elastische Streuung

  • Theo Mayer-Kuckuk

Zusammenfassung

Wir sprechen von elastischer Streuung, wenn bei einem Stoßprozeß keine inneren Freiheitsgrade der beteiligten Partner angeregt werden und die Summe der kinetischen Energien konstant bleibt. Die bereits in Abschn. 1.3 besprochene Rutherford-Streuung ist ein Beispiel dafür. Die Rutherfordsche Streuformel gilt natürlich nur, solange die Streuung durch ein reines Coulomb-Feld verursacht wird. Wenn der Abstand zwischen den Streupartnern so klein wird, daß Kernkräfte ins Spiel kommen, müssen Abweichungen auftreten. Durch das Studium elastischer Streuprozesse gewinnt man folglich Aufschluß über das von den Kernkräften herrührende Potential zwischen Projektil und Targetkern. Das allgemeine Prinzip, wie man aus der gemessenen Winkelverteilung auf das wirksame Potential schließt, wurde schon im Zusammenhang mit Fig. 5 erläutert. Die Untersuchung elastischer Streuprozesse ist daher von fundamentaler Bedeutung in der Kernphysik und Teilchenphysik. Wir werden außerdem sehen, daß elastische Streuung ein unvermeidlicher Begleiter jeder Kernreaktion ist. In diesem Kapitel sollen die einfachsten quantenmechanischen Methoden zur Beschreibung der elastischen Streuung besprochen werden. Das ist insbesondere nötig, bevor wir uns mit den Kernkräften und Kernreaktionen beschäftigen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Theo Mayer-Kuckuk
    • 1
  1. 1.Universität BonnBonnDeutschland

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