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Zukunftstendenzen

  • Frank Grätz
  • Kurt Mennecke

Zusammenfassung

Es ist nun zu überlegen, welche konkreten Tendenzen in Zukunft die Struktur der betrieblichen Zusatzleistungen beeinflussen werden. Wir glauben, daß es in der gegenwärtigen, auch sozialpolitisch so bewegten Zeit, nur sehr begrenzt möglich ist, feste, unumstößliche Prognosen abzugeben. Für die betriebliche Entscheidungsfindung ist es aber schon von Wert, wenn wahrscheinliche Tendenzen mit zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Eine dieser Wahrscheinlichkeiten ist sicher, daß die Entwicklung in Richtung größerer Sicherheit der Sozialleistungen gehen wird. Diese Sicherheitstendenz tür den Arbeitnehmer ist bereits jetzt aus verschiedenen Richtungen sehr deutlich bemerkbar. Zum ersten werden aus freiwilligen, widerrufbaren Leistungen durch Betriebsvereinbarungen oder Tarife abgesicherte Vorteile, oder tarifliche Leistungen werden zum Gesetz und erlangen dadurch eine andere Qualität und einen im Normalfall nicht wieder rückgängig zu machenden Allgemeinheitsanspruch. Daraus ergibt sich folgerichtig, daß der Anteil der „wirklich“ freiwilligen Leistungen im Vergleich zu den (meist von Kräften außerhalb des Unternehmens) fixierten Zusatzleistungen sinkt. Wir glauben aber nicht, daß dadurch der Spielraum freier Entscheidungen des Unternehmens wegfällt. Seit Beginn der Bismarckschen Sozialgesetzgebung gibt es diese Befürchtung. Sie hat sich nie erfüllt; im Gegenteil, über Jahrzehnte hinweg sind in den Unternehmen immer weitere freiwillige Sozialleistungen eingeführt worden, und die Bedeutung dieser Leistungen hat sogar — zumindest in absoluten Aufwendungen gesehen — zugenommen.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler KG, Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • Frank Grätz
  • Kurt Mennecke

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