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Zur Einrichtung des Kostenstellen- und Bezugsgrößensystems

  • Volker Kube
Part of the Betriebswirtschaftliche Forschung zur Unternehmensfhrung book series (BFU, volume 6)

Zusammenfassung

Als wichtigste Erkenntnisse aus den obigen theoretischen Erörterungen hat sich für die Einrichtung eines Kostenstellen- und Bezugsgrößensystems folgendes ergeben

Die Kostenstelle wird als ein Kostenvolumen verstanden, dessen verschiedene Einzelbeträge eine gemeinsame Funktion erfüllen. Den zum Teil einander entgegenlaufenden Forderungen an die Urzelle des Kostenrechnungssystems, die aus ihren Aufgaben — Ermöglichung einer aussagekräftigen Kosten- und Leistungskontrolle, Bildung exakter Kalkulationssätze und Datenbereitstellungsfunktion — resultieren, kann sie nicht gerecht werden. Diesem Dilemma begegnet die Grenzplankostenrechnung damit, den Kostenstellenbereich über die Ermittlung (gemäß den wirkenden Kosteneinflußgrößen) differenzierter Kalkulationssätze nicht mehr als simultane Kalkulations- und Kontrolleinheit zu betrachten. Additiv verknüpfte, alternative wie simultane, beliebig funktional verbundene Bezugsgrößen berücksichtigen die effektiven zeitlich horizontalen wie zeitlich vertikalen Interdependenzen zwischen Produktionsvorgängen in einem Unternehmen und decken damit nicht nur Leistungszustand (aktuelles Fertigungsprogramm) bzw. -potential (mögliches Fertigungsprogramm), sondern auch kombinatorische Übergänge ab. Die Bezugsgrößen genügen der Forderung nach differenzierter Erfassung von lokal wie funktional unterscheidbaren Verrichtungen im betrieblichen Produktionsprozeß. Für die einzelne Bezugsgröße gilt entweder das Postulat der Homogenität3) — die horizontale Konzentration zerstört unter den genannten Prämissen nicht die homogene Kostenstruktur- oder das der Heterogenität, wenn die einzelnen über eine vertikale oder auch funktionale Konzentration verbundenen Faktorkombinationen organisatorisch fest verknüpft sind. Bezüglich ihrer Handhabung stellt sich an eine Bezugsgröße weiterhin die Anforderung der Wirtschaftlichkeit und der Praktikabilität:
  1. (1)

    Planung und Abrechnung einer Bezugsgröße müssen gerechtfertigt sein durch einen entsprechend unterschiedlichen Kostensatz;

     
  2. (2)

    sie muß wirtschaftlich, d. h. sicher und leicht erfaßbar sein.

     

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1974

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  • Volker Kube

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