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Die ökonomische Agency-Theorie

  • Werner Neus
Chapter
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 65)

Zusammenfassung

Ross war der erste, der die Agency-Beziehung in allgemeiner Form entscheidungstheoretisch formalisiert hat1. Dabei verweist er auf verwandte Arbeiten von Borch (1962), Wilson (1968) und Berhold (1971)2.

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Literatur

  1. 2.
    Ahnliche Untersuchungen wie Ross stellte ebenfalls schon Laux, 1972, vorher an; siehe Abschnitt 4.1.3.Google Scholar
  2. 4.
    In der Literatur wird vielfach betont, daß die Annahme homogener Erwartungen sehr restriktiv ist, weil viele Agency-Beziehungen gerade eingegangen werden, um die überlegene Information des Agenten ausnutzen zu können, vgl. z.B. Rees, 1985a, S. 5.Google Scholar
  3. 5.
    Ross macht diese Annahme so nicht. Denkt man aber z.B. an den Einzahlungsüberschuß als Ergebnis, so mag das Aktivitätsniveau in Arbeitszeit des Agenten gemessen werden. Das ist natürlich eine grobe Vereinfachung; für eine ausführliche Diskussion dessen, was sich alles hinter diesem Aktivitätsniveau verbergen kann vgl. Stiglitz, 1974a, S. 242.Google Scholar
  4. 6.
    Der Agent hat dabei die “Alles oder Nichts”-Wahl, so Crawford/Guasch, 1983, S. 373, die Verteilungsregel zu akzeptieren oder aus der Agency-Beziehung auszuscheiden.Google Scholar
  5. 8.
    Vgl. Mossin, 1977, S. 10. Bei einer Pareto-optimalen Allokation kann kein Individuum bessergestellt werden, ohne daß ein anderes einen Wohlfahrtsverlust erleidet.Google Scholar
  6. 10.
    Vgl. Borch, 1962, S. 427, und Mossin, 1977, S. 12.Google Scholar
  7. 12.
    Vgl. Abschnitt 3.2.3.; es muß gelten RT=a+bx, hier müssen zusätzlich die Parameter b für Prinzipal und Agent übereinstimmen, vgl. Ross, 1974, S. 223f.Google Scholar
  8. 13.
    Ebenda, S. 221. Raiffa, 1970, S. 242ff, zeigt, daß dies bei exponentiellen Nutzenfunktionen bereits aus der Effizienzbedingung folgt; vgl. auch Rees, 1985a, S. 9.Google Scholar
  9. 15.
    In Anlehnung an Mirrlees, 1974, S. 246.Google Scholar
  10. 16.
    Vgl. z.B. Hadar/Russell, 1974, S. 366.Google Scholar
  11. 17.
    Jeder Erwartungsnutzenmaximierer mit einer monoton steigenden Nutzenfunktion zieht eine stochastisch dominante Wahrscheinlichkeitsverteilung vor, vgl. Lippman/McCall, 1981, S. 215f.Google Scholar
  12. 20.
    In der Literatur findet sich der Begriff “reservation utility”, vgl. z.B. Rees, 1985a, S. 6.Google Scholar
  13. 24.
    Zum Beweis vgl. Holmström, 1979, S. 90 resp. S. 78.Google Scholar
  14. 25.
    Gegenbeispiele, die sich konstruieren lassen, verstoßen gegen die Voraussetzungen für die Variationsrechnung; z.B. ist die Dichtefunktion der stetigen Gleichverteilung nicht stetig differenzier-bar. Vgl. Anhang A und Holmström, 1979, S. 78, Fn. 13.Google Scholar
  15. 26.
    Zur Interpretation der Lagrange-Multiplikatoren vgl. z.B. Intriligator, 1971, S.36ff.Google Scholar
  16. 27.
    Zum Begriff des “first best” und des “second best” vgl. Henderson/ Quandt, 1980, S. 332ff, und im vorliegenden Zusammenhang Spremann, 1987, S. 6 und S. B.Google Scholar
  17. 29.
    Häufig findet man Formulierungen wie s=s-für*, wobei s- “sufficiently unattractive” sein soll, vgl. z.B. Rees, 1985a, S. 10. Y9 Z.B. von Barnea/Haugen/Senbet, 1985, S. 82f.Google Scholar
  18. 32.
    Vgl. Shavell, 1979, 5.59 und S.64. Die Beweise sollen hier nicht näher betrachtet werden, da unten im Abschnitt 4.2. ausführlich die Herleitung und Interpretation der Ergebnisse behandelt werden. Die Beweisidee bei Shavell ist, daß sich anderenfalls jeweils zulässige Anreizverträge konstruieren lassen, die Prinzipal und Agent dominant besser stellen.Google Scholar
  19. 41.
    Es ist im Auge zu behalten, daß es hier um die Beobachtbarkeit von a geht. Der Schluß auf a über die Rationalität des Agenten — die zweite Nebenbedingung der Optimierungsaufgabe — kommt hier also nicht in Betracht.Google Scholar
  20. 47.
    Vgl. die Ausführungen zu dem ersten Ergebnis von Shavell. 49 Harris/Raviv, 1979, S. 248.Google Scholar
  21. 52.
    Für eine exakte Beschreibung der Bedingungen, die tatsächlich notwendig und hinreichend sind, siehe Clarke/Darrough, 1980.Google Scholar
  22. 57.
    Es gibt in der Literatur zwei Ansätze, dieses Problem anzugehen: Es wird angenommen, daß nur eine Aktion die BeO erfüllt (z.B. Shavell, 1979, S. 59) oder daß der Agent bei mehreren Lösungen der Be0 diejenige Lösung wählt, die für den Prinzipal am günstigsten ist (z.B. Holmström, 1979, S. 77f, Fn. 10).Google Scholar
  23. 60.
    Beachte aber die Annahme, daß SF/SaSO, also der stochastischen Dominanz von Verteilungen mit größerer Aktivität; vgl. oben Abschnitt 4.1.1.(ba).Google Scholar
  24. 63.
    Vgl. im folgenden Grossman/Hart, 1983, S. 10–18.Google Scholar
  25. 64.
    Einige technische Einzelheiten werden hier allerdings weggelassen; siehe dafür Grossman/Hart, 1983, S. 10f und S. 14.Google Scholar
  26. 69.
    Ausnahmen sind z.B. Ballwieser, 1985, S. 32, Fn. 32, und Horst/ Schmidt/Terberger, 1982. Das mag vielleicht daran liegen, daß es bisher kaum deutschsprachige Literatur zu den vorliegenden Problemen gibt.Google Scholar
  27. 79.
    Eine Ausnahme hierzu ist der Hinweis auf den Beitrag von Stiglitz, 1975; vgl. Laux, 1979, S. 287.Google Scholar
  28. 81.
    Der Anpassungseffekt besteht in der Möglichkeit, andere Strategien als die zunächst vom Agent geplanten durchzusetzen. Der Verhü- tungseffekt führt dazu, daß der Agent wegen der Möglichkeit der Ergebniskontrolle von vorneherein eine Strategie wählt, die den Interessen des Prinzipals entspricht; vgl. Laux, 1979, S. 270.Google Scholar
  29. 87.
    Einzahlungsüberschuß abzüglich der Abschreibungen und der kalkulatorischen Zinsen auf den Restbuchwert, vgl. Laux, 1975a, S. 606.Google Scholar
  30. 93.
    Ross, 1973 und 1974; vgl. oben Abschnitt 4.1.1.(a).Google Scholar
  31. 96.
    Dieser Mangel wird von Laux später revidiert; vgl. Laux, 1979, S. 297, und 1987a, S. 9ff.Google Scholar
  32. 6.
    Vgl. zu dieser speziellen Formulierung Grossman/Hart, 1983, S. 11.Google Scholar
  33. 9.
    Die Kombination von linearem Anreizvertrag, exponentieller Nutzenfunktion und normalverteilten Zufallsvariablen wird von Spremann kurz als LEN-Modell bezeichnet, vgl. Spremann, 1987, S. 17ff.Google Scholar
  34. 10.
    Mit einer ähnlichen Argumentation plädiert auch Weitzman, 1980, S. 719, für die Verwendung linearer Anreizverträge bei einer Modellbildung. Außerdem werde die übertragbarkeit in die Realität erleichtert. Dem zweiten Argument sollte aber aus methodischen Gründen nicht zuviel Gewicht beigemessen werden.Google Scholar
  35. 16.
    Vgl. dazu die Kommentierung des Ergebnisse nach Shavell, Abschnitte 4.1.1.(b) und 4.1.1.(c).Google Scholar
  36. 17.
    Ober den “Verhütungseffekt” der Kontrolle, vgl. Laux, 1979, S. 270, und oben Abschnitt 4.1.3.(a).Google Scholar
  37. 19.
    Tatsächlich ist dies auch keine Einschränkung der Allgemeinheit. Insbesondere wird bei den sonst hier gegebenen Annahmen die Wahl des Aktivitätsniveaus nicht durch die Höhe des Mindestnutzens beeinflußt, vgl. Spremann, 1987, S. 19.Google Scholar
  38. 32.
    Vgl. oben Abschnitt 4.1.1.(b); Proposition 2 bei Shavell, 1979, S. 59.Google Scholar
  39. 37.
    Vgl. zu dieser Deutung der Multiplikatoren Intriligator, 1971, S. 36ff.Google Scholar
  40. 41.
    Das hat Ross, 1979a, S. 308f, schon für den Fall nachgewiesen, daß der Agent kein Arbeitsleid empfindet.Google Scholar
  41. 44.
    Für den marginalen Anteil des Outputs, der an den Agenten fließt, gilt im Falle des Referenzmodells allgemein s’(x)=dr/(dn+dp), wobei die d; das Pratt-Arrow-Maß darstellen, vgl. Mirrlees, 1976, S. 124. Da die exponentielle Nutzenfunktion eine konstante Risikoaversion impliziert, ist die Linearität hier keine Einschränkung der Allgemeinheit, vgl. auch Raiffa, 1970, S. 242ff.Google Scholar
  42. 48.
    Zwischenüberschrift in Schneider, 1987b, S. 483.Google Scholar
  43. 49.
    Bei Schneider heißt das “entscheidungslogisch nicht handhabbare Unsicherheit”, vgl. Schneider, 1985, S. 1249.Google Scholar
  44. 66.
    Vgl. Shavell, 1979, S. 64, oben Abschnitt 4.1.1.(ba).Google Scholar
  45. 59.
    Auch bei Grossman/Hart, 1983, S. 39–41, zeigt sich dieses Resultat.Google Scholar
  46. 61.
    Rein technisch gesehen liegt das daran, daß bei derartigen effizienten Verteilung gelten muß: lim a(s,m)=0, vgl. Shavell, 1979, S. 67.Google Scholar
  47. 73.
    Vgl. Shavell, 1979, S. 64, oben Abschnitt 4.1.1.(c).Google Scholar
  48. 75.
    Fama, 1980, S. 298ff. Der von Fama gewählte Ansatz entspricht allerdings nicht dem der ökonomischen Agency-Theorie, was der Vergleichbarkeit der Ergebnisse jedoch keinen Abbruch tut.Google Scholar
  49. 79.
    Vgl. noch einmal Shavell, 1979, S. 59, hier Abschnitt 4.1.1.(ba).Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Werner Neus

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