Advertisement

Grundlagen der Agency-Theorie

  • Werner Neus
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 65)

Zusammenfassung

Wegen der Vielfalt der Agency-Beziehungen gibt es auch eine große Menge von Zugängen zu diesem Thema. Da in der vorliegenden Arbeit die Beziehung zwischen der Unternehmungsleitung und den Eigentümern oder allgemeiner: den Inhabern der Finanzierungstitel einer Unternehmung zum Untersuchungsgegenstand gemacht werden soll, erscheint es zweckmäßig, den Beitrag der Agency-Theorie zu der Theorie der Unternehmung als Ausgangspunkt der Abhandlung zu nehmen. Die Einordnung der Agency-Theorie in diesen Rahmen erfolgt anhand der verschiedenen Weiterentwicklungen der traditionellen, “marginalistischen”1 Unternehmungstheorie.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 5.
    Der gesamte Zweig der “behavioral theory of the firm” kommt damit allerdings zu kurz. Vgl. dazu die Standardbeiträge von Cyert/ March, 1963, sowie Simon, 1957 und 1972.Google Scholar
  2. 14.
    Verträge müssen deshalb so spezifiert werden, daß sie auch eingehalten werden können. Ein Kreditvertrag in diesem Sinne z.B. führt nicht zu einem Anspruch auf eine bestimmte, sichere Zahlung. Ein Kreditgeber hat vielmehr den Anspruch auf diese Zahlung nur dann, wenn das Ergebnis (inklusive etwaiger Haftungserweiterungen) zur Deckung von Zins und Tilgung ausreicht. Anderenfalls beschränkt sich der Anspruch auf das gesamte Ergebnis: Ultra posse nemo obligatur. Vgl. hierzu auch Barnea/Haugen/Senbet, 1985, S. 28.Google Scholar
  3. 16.
    Dieser Aspekt wird besonders deutlich in dem Beitrag von Grossman/ Hart, 1983; vgl. dazu hier Abschnitt 4.1.2.Google Scholar
  4. 16.
    Vgl. Baiman, 1982, S. 256ff; Jensen, 1983, S. 334ff; Arrow, 1985;Google Scholar
  5. Barnea/Haugen/Senbet, 1985, S. 25ff; Jensen/Smith, 1985, S. 96ff; Rees, 1985a und 1985b; Spremann, 1987, S. 3–11.Google Scholar
  6. 17.
    Jensen verwendet allerdings - etwas inkonsequent - die Etiketten “positive theory of agency” und “principal-agent-literature” für diese Zweige; vgl. Jensen, 1983, S. 334.Google Scholar
  7. 19.
    Dies wird sich auch in der vorliegenden Arbeit zeigen. Ausdrücklich ist das jedoch nicht das vorrangige Ziel der normativen Agency-Theorie.Google Scholar
  8. 19.
    Jensen/Smith, 1985, S. 335. Die mangelnde Integration der Prinzipal-Agenten-Beziehung in Marktzusammenhänge beklagt auch Krahnen, 1985, S. 105. Wie oben schon angesprochen zieht die vorliegende Arbeit aus diesem Mangel einen Teil ihrer Berechtigung.Google Scholar
  9. 21.
    Typisch für diesen Ansatz sind die bedeutenden Beiträge von Fama, 1980, und Fama/Jensen, 1983a und 1983b.Google Scholar
  10. 21.
    Dies ist präziser als das häufig verwendete Schlagwort von der Trennung des Eigentums von der Kontrolle, so auch Jensen/Smith, 1985, S. 101. Z.B. kann so auch das völlig analoge Problem in einer arbeitsgeleiteten Unternehmung erfaßt werden; vgl. Hax, 1985b, S. 130.Google Scholar
  11. Y3 Dies wurde schon von Williamson, 1963, S. 1033ff, zum Gegenstand eines Modells zur Erklärung des Unternehmungsverhaltens gemacht.Google Scholar
  12. 24.
    Den unumgänglichen Zusammenhang zwischen den Vorteilen und Nachteilen der AG beschreibt Spremann mit der griffigen Kapitelüber schrift: Diversifikation impliziert Delegation, vgl. Spremann, 1985, S. 39ff.Google Scholar
  13. 25.
    Vgl. Fama/Jensen, 1983a, S. 303f.Google Scholar
  14. 46.
    Vgl. dazu sehr ausführlich Ridder-Aab, 1980, S. 70ff; zur Einordnung und Beurteilung dieser Sicht vgl. aber auch Schmidt, 1983, S. 749ff. Skeptisch äußert sich schon früh Moxter zu der Wirksamkeit der Kontrollmechanismen, vgl. Moxter, 1964, S. 6f.Google Scholar
  15. 27.
    Vgl. dazu die Übersicht bei Kaulmann, 1987, S. 453.Google Scholar
  16. 28.
    Einen der ersten Ansätze für eine empirische Untersuchung zu der Agency-Theorie nach Ross bringen Swoboda/ Walland, 1987. Eines der Ergebnisse ist (für Osterreich), daß die Erkenntnisse der normativen Theorie zuwenig Berücksichtigung finden.Google Scholar
  17. 33.
    Mangelnde Arbeitsleistung ist von der ökonomischen Bedeutung her gleichbedeutend mit überhöhtem Genuß nicht-pekuniärer Vorteile am Arbeitsplatz (perquisites), was seit dem Beitrag von Jensen/Meckling, 1976, ein vielzitiertes Argument ist.Google Scholar
  18. 36.
    Insbesondere also Jensen/Meckling, 1976, und Myers, 1977.Google Scholar
  19. 48.
    Vgl. den für diesen ganzen Theoriezweig grundlegenden Beitrag von Spence, 1973.Google Scholar
  20. 44.
    Vgl. dazu und zur Bestimmung der Eignung eines Signals ausführlich Hartmann-Wendels, 1986a, S. 84ff.Google Scholar
  21. 46.
    Für einen kurzen Überblick hierzu vgl. Hellwig, 1986, S. 31ff. 46 Vgl. Rothschild/Stiglitz, 1976.Google Scholar
  22. 47.
    Z.B. Berhold, 1971, und in ganz anderer Weise Haugen/Senbet, 1981.Google Scholar
  23. 48.
    Ballwieser, 1987.Google Scholar
  24. 48.
    Z.B. Stiglitz/Weiss, 1981, und Bester/Hellwig, 1987, die einenGoogle Scholar
  25. Oberblick über den gesamten Zweig der Kreditrationierung im Licht der Agency-Beziehung geben.Google Scholar
  26. 50.
    Swoboda, 1987. Ohne direkt Bezug auf die Agency-Literatur zu nehmen, gehen schon Hax/Marschdorf, 1983, S. 126, auf dieses Problem ein.Google Scholar
  27. 53.
    Z.B. Borch, 1962, und Spence/Zeckhauser, 1971.Google Scholar
  28. 83.
    Z.B. Stiglitz, 1974a, und Braverman/Stiglitz, 1982.Google Scholar
  29. 54.
    Z.B. Mirrlees, 1974, und Schneider, 1987a.Google Scholar
  30. 56.
    Z.B. Rückle/Terhart, 1986. Ruckle/Terhart beziehen sich allerdingsGoogle Scholar
  31. 98.
    Z.B. Stiglitz, 1975, und Mirrlees, 1976. Vgl. auch die BeiträgeGoogle Scholar
  32. ausgelegt werden. Da würde eher “Mandat” passen, vgl. Schanze, 1987, S. 462.Google Scholar
  33. 66.
    Vgl. Beckmann, 1987, für einen Ansatz, wo gleichzeitig die Rolle des Agenten als Arbeitgeber, also als Prinzipal modelliert wird.Google Scholar
  34. 69.
    Vgl. Jensen/Meckling, 1976, Ballwieser/Schmidt, 1981, Haugen/Google Scholar
  35. Senbet, 1981, Grossman/Hart, 1982, und Myers/ Majluf, 1984.Google Scholar
  36. 71.
    Vgl. Swoboda, 1981, S. 169. Zechner umgeht dieses Problem durch Hinzufügen eines Arbeitsmarktes für Manager, vgl. Zechner, 1982, S. 189ff.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Werner Neus

There are no affiliations available

Personalised recommendations