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  • Thomas Mirbach
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Part of the Kieler Beiträge zur Politik und Sozialwissenschaft book series (KBZPUS, volume 6)

Zusammenfassung

Die Fülle der in der Debatte über Lösungsmöglichkeiten der Beschäftigungskrise entwickelten Strategien läßt sich mittlerweile kaum noch überschauen; die Konzepte unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des jeweils vorgeschlagenen Lösungsweges, höchst unterschiedlich ist auch die Art der Vorschläge — sie reichen von Forderungen großvolumig ausgelegter Beschäftigungsprogramme (etwa seitens der Gewerkschaften) über das Bemühen, das Spektrum kleinteiliger, zielgruppenbezogener Maßnahmen im Rahmen bestehender Instrumente weiter auszudifferenzieren (etwa eine regional bzw. kommunal spezifizierte Nutzung des AFG) bis hin zu eher moral-ökonomischen Appellen, die eine größere individuelle Flexibilität mobilisieren wollen (eher seitens der Arbeitgeber-Vertreter). Überdies unterliegen die Thematisierungen eigenwilligen Konjunkturen: je enger der fiskalische Spielraum, desto rigider werden vordergründig-moralische Erwartungen ausgesprochen1. Unabhängig von der Substanz der Vorschläge — die natürlich beträchtlich variiert: harte interessenpolitisch motivierte und entsprechend beschränkte Einlassungen sind hier ebenso anzutreffen wie advokatorisch für eine Allgemeinheit eintretende Initiativen — vermag allein schon die Fülle der angebotenen Therapien den Eindruck zu erwecken, hier gehe es (auch) um ein »Ersatzhandeln«. Die Kluft zwischen Handlungsaufforderungen und Realität — also der hartnäckigen Unterbeschäftigung — kann je nach Optik durch Entlarvung (»gewollte Arbeitslosigkeit«) oder Resignation (»Arbeitslosigkeit als inhärentes Merkmal des kapitalistischer Wirtschaftssysteme«) geschlossen werden.2 Zur Beschreibung dieser Situation greifen Beobachter, die das Arbeitsmarktgeschehen wie die einschlägigen Debatten gleichermaßen im Blick haben, dann leicht zu Prädikaten, die das Paradoxe der Lage betonen: »Wenig Arbeit, aber viel zu tun«3.

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Literatur

  1. 2.
    Die »Entlarvung« kann sich sowohl auf die Seite des Kapitals wie auf die der Arbeit beziehen: vgl. als Beispiel der ersten Zuschreibung: Axel Bust-Bartels (1990): Skandal Massenarbeitslosigkeit. Zwischen passivem Staat und alternativer Arbeitsmarktpolitik, Opladen, far die zweite Variante Elisabeth Noelle-Neumann/Peter Gillies (1987): Arbeitslos. Report Ober eine Tabu-zone, Ffm.Google Scholar
  2. 3.
    So etwa der Titel des Sammelbandes von Meinolf Dierkes/BOrkhard Strümpel (Hg.) (1985): Wenig Arbeit, aber viel zu tun. Neue Wege der Arbeitsmarktpolitik, Opladen.Google Scholar
  3. 4.
    Steuerungstechnisch gesehen stellt die anhaltende Massenarbeitslosigkeit eine Überlagerung von Entwicklungs-und Verteilungsproblemen dar, eine Konstellation, der sich die Mehrheit der modernen Wohlfahrtsstaaten seit den 70er Jahren gegenubersieht. VgL die international vergleichende Studie von Joachim Jens Hesse/Arthur Benz: Die Modernisierung der Staatsorganisation, Baden-Baden 1990, S. 40 ff.. Zur Massenarbeitslosigkeit als Krise des Wohlfahrtsstaates vgl. die pointierten Thesen bei Guy Standing (1989): Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und Flexibilität in Europa — “News from Somewhere”, in: Vobruba (Hg.): Der wirtschaftliche Wert der Sozialpolitik, Berlin, S. 76 ff..Google Scholar
  4. 5.
    Vgl. Thomas Mirbach (1990): Überholte Legitimität? Oder: Auf dem Weg zu einem neuen Politrlrbegriff, Darmstadt, S. 119 ff.Google Scholar
  5. 6.
    Vgl. Ulrich K. PreuB (1990): Revolution, Fortschritt und Verfassung, BerlinGoogle Scholar
  6. 7.
    Vgl. zur ideenpolitischen Typologie: Jürgen Habermas (1981): Die Moderne — ein unvollendetes Projekt, in: ders.: Kleine Politische Schriften (I-IV), Frankfurt/M., S. 462 if; Helmut Dubiel (1985): Was ist Neokonservatismus?, Frankfurt/M..Google Scholar
  7. 8.
    Tine Regierung. die auf dem Prinzip des Wohlwollens gegen das Volk als eines Vaters gegen seine Kinder errichtet wäre, d.i. eine väterliche Regierung […], wo also die Untertanen als unmündige Kinder, die nicht unterscheiden können, was ihnen wahrhaftig nützlich oder schädlich ist, sich bloß passiv zu verhalten genötigt sind […], ist der denkbar größte Despotismus.“ Kant: Über den Gemeinspruch, in: ders.: Politische Schriften, Köln 1965, S. 80.Google Scholar
  8. 9.
    Peter Koslowski (1983a): Versuch zu einer philosophischen Kritik des gegenwärtigen Sozialstaats, in: Chancen und Grenzen des Sozialstaats. Staatstheorie — Politische Ökonomie — Politic, hrsg. von Peter Koslowski/Philipp Kreuzer/Reinhard Löw, [Band 4 der Civitas Resultate], Tübingen, S. 10.Google Scholar
  9. 10.
    Koslowski 1983a, S. 10.Google Scholar
  10. 11.
    Sehr prononciert hat Luhmann dies in: Politische Theorie im Wohlfahrtsstaat (München 1981) entwickelt; vgl. ders. (1979): Die Organisationsmittel des Wohlfahrtsstaates und ihre Grenzen, in: Heiner Geissler (Hg.): Der verwaltete Bürger, Ffm.; ders.: (1987a) Soziologische Aufklärung 4, Beitrage zur funktionalen Differenzierung der Gesellschaft, OpladenGoogle Scholar
  11. 12.
    Luhmann (1981), S. 22, dagegen: Michael Th. Greven (1982): Vom Wohlfahrtsstaat zum autoritären Staat der ‘reinen’ Politik? Eine zugespitzte Frage bezüglich der politischen Konsequenzen von Niklas Luhmann ’Politischer Theorie im Wohlfahrtsstaat’, in: PVS-Lit 2/82, S. 143–152..Google Scholar
  12. 13.
    Jürgen Habermas (1985): Die neue Unübersichtlichkeit. Kleine Politische Schriften V, Frankfurt/M., S. 141 ff.Google Scholar
  13. 14.
    Habermas 1985, S. 152.Google Scholar
  14. 15.
    Habermas 1985, S. 157.Google Scholar
  15. 16.
    Vgl. Habermas 1985, S. 157.Google Scholar
  16. 17.
    Habermas 1985, S. 157.Google Scholar
  17. 18.
    Vgl. Habermas 1985, S. 158 ff.Google Scholar
  18. 19.
    Habermas 1985, S. 160, vgl. hierzu Claus Offe (1987): Die Staatstheorie auf der Suche nach ihrem Gegenstand, in: Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft Bd. 1, S. 309 ff.Google Scholar
  19. 20.
    Vgl. Renate Mayntz (1987): Politische Steuerung und gesellschaftliche Steuerungsprobleme -Anmerkungen zu einem theoretischen Paradigma, in: Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft Band 1/1987, S. 89–110. Der Sinn dieser engen, an den alltäglichen Sprachgebrauch anschließenden Begriffsbestimmmung besteht darin, den Steuerungsproze8 und mögliche Diagnosen eines Steuerungsversagens von der weiter gefaßten Frage nach generellen Typen von Handlungskoordination zu unterscheiden.21 Natürlich hängen die Umsetzungsprozesse auch von den Spezifika des jeweiligen Politll Feldes ab; vgl. zu inhaltlichen wie methodischen Aspekten die beiden Bände: Renate Mayntz (Hg) (1980): Implementation politischer Programme. Empirische Forschungsberichte, Kanigstein/Ts., dies. (Hg.) (1983): Implementation politischer Programme I I. Ansätze zur Theoriebildung, Opladen.Google Scholar
  20. 22.
    Vgl. dazu die ausführliche Studie von Erhard Treutner (1982): Planende Verwaltung zwischen Recht und Bürgern. Zur Interdependenz von Bürger-und Verwaltungshandeln, Ffm. Unter dem Titel »Regulative Politik in der Krise« hat Renate Mayntz die Verselbständigungstendenzen auf seiten der Adressaten von Politik und Verwaltung in die Staatsdiskussion eingeführt (in: J. Matthes (Hg.): Sozialer Wandel in Westeuropa, Frankfurt/M. 1979 ).Google Scholar
  21. 23.
    Renate Mayntz 1987, S. 98.Google Scholar
  22. 24.
    Vgl. Heiner Keupp/Bernd R6hrle (Hg.) (1987): Soziale Netzwerke, Frankfurt/M.; Renate Mayntz/Bernd Marin (Hg.) ( 1991 ): Policy Networks. Empirical Evidence and Theoretical Considerations, Frankfurt/M..Google Scholar
  23. 25.
    Wolfgang Streeck (1987): Überlegungen zur Rolle von intermediären Organisationen in sich ändernden Umwelten, in: KZfSS 39. Jg. H. 3, S. 471–495 (483 — Hervorhebung von mir).Google Scholar
  24. 26.
    Vgl. Streeck 1987, S. 483 ff.; diese Phänomene lassen sich natürlich nicht nur an den Problemen wohlfahrtsstaatlicher Politik i.e.S. demonstrieren, gerade auch die ökologische Herausforderung bietet eine Rille von Illustrationen zu dieser These — vgl. die suggestive Schilderung bei: Niklas Luhmann (1988): Ökologische Kommunikation. Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen? Opladen: Westdeutscher 2. Auflage.Google Scholar
  25. 27.
    Streeck 1987, S. 473.Google Scholar
  26. 28.
    Vgl. Manfred Glagow/Uwe Schimank (1984): Gesellschaftssteuerung durch korporatistische Verhandlungssysteme. Zur begrifflichen Klärung, in: J. Falter/Chr.Fenner/M.Th. Greven (Hg.): Politische Willensbildung und Interessenvermittlung, Opladen; Gerhard Lehmbruch (1985): Sozialpartnerschaft in der vergleichenden Politforschung, in: JfS 25 Jg., H. 3, S. 285–304; Gunther Teubner (1979): Neo-korporatistische Strategien rechtlicher Organisationssteuerung: Staatliche Strukturvorgaben für die gesellschaftliche Vearbeitung politischer Konfhkte, in: ZfParl H. 4, 487–502.Google Scholar
  27. 29.
    Vgl. etwa Claus Offe (1984): Korporatismus als System nichtstaatlicher Makrosteuerung? Notizen über seine Voraussetzung und demokratischen Gehalte, in: Geschiche und Gesellschaft 10, S. 234–256; Dieter Grimm (1991): Die Zukunft der Verfassung, Ffm., S. 241 ff.32 Günther Schmid (1984): Krise des Wohlfahrtsstaates: Alternativen zur staatlichen Finanzierung und Bereitstellung kollektiver Güter, in: PVS 25. Jg., IL 1, S. 6–30 (26).Google Scholar
  28. 33.
    Vgl. Schmid 1984, S. 26.Google Scholar
  29. 34.
    VgL hierzu Wolfgang Streeck/Philippe C. Schmitter (1985): Gemeinschaft, Markt und Staat–und die Verbände? Der m6gliche Beitrag von Interessenregierungen zur sozialen Ordnung, in: JfS 25 Jg., H. 2, S. 133–158; Franz-Xaver Kaufmann (1983): Steuerungsprobleme im Wohlfahrtsstaat, in: Joachim Matthes (11g.): Krise der Arbeitsgesellschaft? Frankfurt/M., S. 474–490.Google Scholar
  30. 35.
    Claus Offe und Rolf G. Heinze (1986): “Am Arbeitsmarkt vorbei?” Überlegungen zur Neubestimmung haushaltlicher Wohlfahrtsproduktion in ihrem Verhältnis zu Markt und Staat, in: Leviathan 14. Jg. H. 4, S. 471–495.36 Ich lasse hier die komplizierte Frage beiseite, aus welchen Motiven — folgeorientierter Kalkulation oder normativer Übereinstimmung — die Mitglieder des politischen Verbandes den Rechtsnormen Folge leisten.Google Scholar
  31. 37.
    Vgl. Kaufmann 1983, S. 482.39 Vgl, Affe/Heinze 1986, S. 488; auch diese Behauptung ist eine übermaBige Vereinfachung, insofern die Modernisierungsdynamik — wie alle »großen« Gesellschaftstheorien immer wieder diagnostiziert haben — »Markt« und »Staat« gegenüber der »Gemeinschaft« begünstigt.Google Scholar
  32. 40.
    Streeck/Schmitter 1985, S. 145 [Hervorhebung von mir); vgl. neuerdings explizit unter Steuerungsgesichtspunkten Arthur Benz/Fritz W. Scharpf/Reinhard Zintl (1992): Horizontale Politikverflechtung. Zur Theorie von Verhandlungssystemen, Frankfurt/M..41 Fritz W. Scharpf (1991): Die Handlungsfähigkeit des Staates am Ende des zwanzigstens Jahrhunderts, in: PVS 32. Jg., H. 4, S. 621–634 (629); ders. (1988b): Verhandlungssysteme, Verteilungskonfl kte und Pathologien der politischen Steuerung, in: PVS 29.Jg. SH 19, S. 61–87..Google Scholar
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  34. 47.
    Offe/Berger 1984, S. 111.Google Scholar
  35. 48.
    Offe/Berger 1984, S. 113 f.Google Scholar
  36. 49.
    Auf diese modellimmanenten Risiken beziehen sich dann Bedenken wie von Scharpf, es handele sich hier um eine schlechte Utopie: “Die praktische Folge aller dualwirtschaftlichen Konzepte, ob von rechts oder von links propagiert, kann deshalb nur die ‘schlechte Dualisierung’ unserer Gesellschaft sein, mit einer Mehrheit der Arbeitsplatzbesitzer mit gutem bis ausreichendem Einkommen und einer wachsenden Minderheit von Arbeitslosen, Frührentnern, Gele-genheitsarbeitern und Mitgliedern von Alternativprojekten, die am Rande des Existenzmini-mus leben — immer bedroht von polizeilicher Repression und bürgerlicher Diskriminierung. Eine solche Entwicklung liegt ohnehin auf der Linie der gegenwärtigen Politik. Man sollte ihr nicht noch durch anti-bürgerlichen Idealismus und romantisch-verklärende Ideologie zu politischer Respektabilität verhelfen.”[Scharpf (1985): Neue Arbeitsmarktpolitik in einem wirtschaftspolitischen Gesamtkonzept, in: Dierkes/Burkhard Striimpet (Hg.), S. 182.)Google Scholar
  37. 50.
    Vgl. Scharpf 1987, S. 20 ff.51 Scharpf 1987, S. 306.Google Scholar
  38. 52.
    Vgl. oben 1.2.1Google Scholar
  39. 53.
    Namentlich die Positionen von Bundesbank einerseits und FDP (in der sozialliberalen Koalition) andererseits.54 Diese programmatische Fixierung an »Besitzständen« hat — wie Scharpf einräumt [1987, S. 331] ihre Vorgeschichte: “Wenn Sozialdemokraten und Gewerkschaften für die Veränderung der Vermögensverteilung ebenso hartnäckig gekämpft hätten wie fin die Erhöhung der Arbeitnehmereinkommen und der Staatsquote, dann wären wir heute eher in der Lage, die Deskriptoren »Kapital« und »Arbeit« statt als Klassenbezeichnung als verteilungspolitisch neutrale analytisch-funktionale Kategorien zu verwenden. In einer Ökonomie, in der im Prinzip jeder sowohl Arbeitnehmer als auch Kapitalist wäre, jeder sein Aktienpaket und jeder sein Lohnkonto hätte, wäre beim Wechsel zwischen Nachfrage-und Angebotspolitik auch nur über graduelle Verschiebungen zwischen zwei verschiedenen Arten von Haushaltseinkommen zu reden — und nicht über strategische Gewinne und Verluste im Klassenkampf. Aber das sind Träumereien am Schreibtisch.”Google Scholar
  40. 55.
    Scharpf 1987, S. 311 [Hervorhebung von mir]Google Scholar
  41. 56.
    Scharpf 1987, S. 334 [Hervorhebung von mir].Google Scholar
  42. 57.
    Vgl. zu Priimissen dieser »individualistischen Sozialwissenschaft« Berndt Keller (1983): Individualistische Sozialwissenschaft. Zur Relevanz einer Theoriediskussion, in: KZfSS 35. Jg., S. 41–58; Helmut Wiesenthal (1987a): Rational Choice. Ein Überblick fiber Grundlinien, Theoriefelder und neuere Themenakquisition eines sozialwissenschaftlichen Paradigmas, in: ZfS 16. Jg. H. 6, S. 434–449..Google Scholar
  43. 58.
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  44. 59.
    Vgl. Gangmann 1989, S. 58 ff.60 Gangmann 1989, S. 65.Google Scholar
  45. 61.
    Rolf G. Heinze, Karl Hinrichs, Claus Offe, Thomas Olk (1981): Einheitsprobleme der Einheits-gewerkschaft, in: SW 32. Jg., H.1, S. 19–38; Christoph Deutschmann (1981): Gewerkschaften und Arbeitsmarktsegmentierung. Replik auf Rolf G. Heinze, Karl Hinrichs, Claus Offe, Thomas Olk: “Einheitsprobleme der Einheitsgewerkschaft”, in: SW 32. Jg., H. 4, S. 512–517; Helmut Wiesenthal/Claus Offe/Karl Hinrichs/Uwe Engfer (1984): ArbeitszeitfleaNlisierung und gewerkschaftliche Interessenvertretung. Regelungsprobleme und Risiken individualisierter Arbeitszeiten, in: Claus Offe: “Arbeitsgesellschaft”: Strukturprobleme und Zukunftsperspektiven, Ffm. 1984; Helmut Wiesenthal (1987): Strategie und Illusion. Rationalitätsgrenzen kollektiver Akteure am Beispiel der Arbeitszeitpolitl 1980–1985, Ffm.; Fritz W. Scharpf (1988): Inflation und Arbeitslosigkeit in Westeuropa. Eine spieltheoretische Interpretation, in: PVS 29. Jg., H. 1, S. 6–41.Google Scholar
  46. 62.
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  47. 63.
    Hinrichs/Wiesenthal 1986, S. 282.64 Die seinerzeit nach sechswöchigem Arbeitskampf erreichte Reduzierung auf 38.5 Stunden hat die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses arbeitsmarktpolitische Instrument weitgehend absorbiert; spätestens mit dem im Frühjahr 1990 von IG Metall und IG Medien ausgehandelten Stufenplan einer Einführung der 35-Stundenwoche bis 1995 orientiert sich auch die gewerkschaftliche Arbeitszeitpolit künftig primàr an Flexibilisierung, nicht mehr am Ziel genereller VerkürzungGoogle Scholar
  48. 64.
    vgl. Karl Hinrichs (1992): Zur Zukunft der Arbeitszeitflexibilisierung. Arbeitnehmerpräferenzen, betriebliche Interesse und Beschäftigungswirkungen, in: SW 43. Jg. (1992), H. 3, S. 313–330.65 Hinricbs/Wiesenthal 1986, S. 285; die hier ins Spiel gebrachte Auflösung sozialer Milieus und die damit verbundenen Differenzierung der Interessenlage von Arbeitnmehmem ist oben (1.3) berührt worden. Überdies erinnern Hinricbs/Wiesenthal an das historische Faktum, daB Gewerkschaften bisher Arbeitszeitverkürzungen größeren Umfangs nur in Phasen der Vollbeschäftigung durchgesetzt haben und dann waren die “dabei induzierten Beschäftigungseffekte L..] ein unintendiertes ‘by-product’ der auf andere Ziele gerichteten Tarifpolitik.” (S.286)Google Scholar
  49. 66.
    Iiinrichs/Wiesenthal 1986, S. 286.69 Claus Offe (1989): Fessel und Bremse. Moralische und institutionelle Aspekte ‘intelligenter Selbstbeschränkung’, in: Axel Honneth u.a. ( Hg. ): Zwischenbetrachtungen, Ffm., S. 759.Google Scholar
  50. 70.
    Vgl. Offe 1989, S. 758.71 Michael Opielka/Georg Vobruba (Hg.) (1986): Das garantierte Grundeinkommen. Entwicklung Perspektiven einer Forderung. Ffm.; Thomas Schmid (Hg.) (1986): Befreiung von falscher Arbeit. Thesen zum garantierten Mindesteinkommen. Berlin, zweite, erheblich veränderte Auflage; Ulrike Kress (1987): Arbeitslosigkeit und soziale Sicherung. Zum Stand der Debatte um ein garantiertes Mindesteinkommen, in: MittAB 20. Jg., H. 3, S. 335–350Google Scholar
  51. 71.
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  52. 72.
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  53. 73.
    Stephan Leibfried/Eckhard Hansen/Michael Heisig (1985): Vom Ende einer bedarfsfundierten Armenpolitik? in: Leibfried/Tennstedt (Hg.), S. 125 ff.; Vgl. Vobruba 1990, S. 26 ff.; Karl Hinrichs (1989): Irregulâre Beschaftigungsverhâltnisse und soziale Sicherheit. Facetten der “Erosion” des Normalarbeitstages in der Bundesrepublk, in: Prokla 19. Jg., H. 77, S. 7–32.Google Scholar
  54. 74.
    Mit geringen Modifizierungen aus: Sylke Nissen 1990, S. 294.Google Scholar
  55. 75.
    Zu Einzelheiten vgl. Klaus-Uwe Gerhardt/Arnd Weber (1990): Garantiertes Mindesteinkommen. Für einen libertaren Umgang mit der Krise, in: Schmid (Hg), S. 18 ff.Google Scholar
  56. 76.
    Vgl. Wolf 1991, S. 393; Nissen 1990, S. 245 ff.; Ralf Dahrendorf (1990): Ein garantiertes Mindesteinkommen als konstitutionelles Anrecht, in: Schmid (Hg.), S. 131 ff.77 Wolf 1991, S. 394Google Scholar
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    Vgl. Herwig Bichele (1986): Auf dem Weg zu einer gastfreundlichen Gesellschaft. Zur linken Kritik am Mindesteinkommen, in: Schmid (Hg.), S. 71 ff.Google Scholar
  59. 80.
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    Vgl. Diether Döring (1990): Konzeption des sozialen Sicherungssystems und das Armutsproblem, in: Döring/Hanesch/Huster (Hg.), S. 302 ff.Google Scholar
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  63. 84.
    S. dazu Standing 1989, S. 77: Wahrscheinlich ist die Behauptung nicht übertrieben, daß die soziale Sicherung ausgerechnet die Schwächsten in der Gesellschaft am schlechtesten schützt.“85 Vgl. Wegner 1985, S. 107; Kress 1987, S. 346 f..Google Scholar
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    So Michaele Schreyer: Mindesteinkommen — Stolper-oder Meilenstein für eine grüne Zukunft? In: Opielka/Vobruba (Hg.) 1986, S. 158; Vgl. Kress 1987, S. 348.Google Scholar
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    Vgl. Claus Offe (1990): Akzeptanz und Legitimität strategischer Optionen in der Sozialpolitik, in: Christoph SachBe/H. Tristram Engelhardt (Hg.): Sicherheit und Freiheit. Zur Ethik des Wohlfahrtsstaates, Ffm., S. 191.Google Scholar
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    VgL Wolf 1991, S. 405 f.; zu den mit der EG-Integration zusammenhangenden Aspekten vgl. neuerdings Stephan LeIfried (1992): Europâische Integration zwischen Marktbinger und Marktfreiheit, in: Frankfurter Rundschau Nr. 178 (3.8.92), S. 7 und Nr. 179 (4.8.92), S. 7.Google Scholar
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    Wolf 1991, S. 391 (Hervorhebung von mir); vgl. Standing (1989), S. 81 ff..Google Scholar
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    Ralf Dahrendorf: Fragmente eines neuen Liberalismus, Stuttgart 1987, S. 151 (Hervorhebung von mir).92 Dahrendorf 1987, S. 157; vgl. zu dem Argument der »Staatsbürgerqualifikation« Ulrich K. Preuß (1990): Verfassungstheoretische Überlegungen zur normativen Begründung des Wohlfahrtsstaates, in: Sachße/Engelhardt (Hg.): S. 124 ff..Google Scholar
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    Harry F. Dahms (1992): Die gesellschaftliche Rationalisierung der Ökonomie. Vom garantierten Mindesteinkommen als konstitutionellem Anrecht, in: SW 43. Jg., H. 2, S. 141–167Google Scholar
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    Die Armut an sich macht keinen zum Pöbel“ [§ 244, Zusatz].Google Scholar
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    Vgl. Dahms 1992, S. 143; freilich ist Hegel hier nicht ganz eindeutig, insofern das Gefühl der Ehre nicht nur auf die Statusgleichheit zu beziehen ware, sondern auf die »ethische« Dimension der Selbsterhaltung durch Arbeit — (vgl. § 244) dann aber ware die Forderung nicht: jeder Mensch maßte Eigentum (a 49, Zusatz), sondern eben: Arbeit haben.97 Vgl. Bernd Schulte: Politik der Armut. Internationale Perspektiven. In: Leibfried/Tennstedt (Hg.)1985, S. 383 ff.Google Scholar
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    Vgl. die pointierte These von Jürgen Habermas: “Komplexe Gesellschaften können sich nicht reproduzieren, wenn sie nicht die Logik der Selbststeuerung einer Ober Märkte regulierten Wirtschaft intakt lassen” [Die nachholende Revolution. 1990, S. 157.]Google Scholar
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    Dahms 1992, S. 162.106 P. Grottian/Marlene Kück (1983): Modell Berlin: 10 000 neue Arbeitsplätze im Selbsthilfe-und Alternativbereich, in: Michael Bolle/P. Grottian (Hg.): Arbeit schaffen — jetzt, Reinbek; W. Beywl/H. Brombach/M. Engelbert (1984): Alternative Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Bestandsaufnahme und Beschreibung von alternativ-ökonomischen Projekten in NRW, Düsseldorf; Johannes Berger/Volker Domeyer/Maria Funder/Lore Voigt-Weber (1985): Alternativen zur Lohnarbeit? Selbstverwaltete Betriebe zwischen Anspruch und Realität, Bielefeld; C. Persson/O. Tiefenthal (1986): Bedingungen und Strukturen Alternativer Ökonomie. Empirische Analyse Hamburger Alternativprojekte, Nürnberg; Henrik Kreutz/Gerhard Fröhlich/Heinz Dieter Maly ( 1985 ): Eine Alternative zur Industriegesellschaft? Alternative Projekte in der Bewährungsprobe des Alltags, Nürnberg; Herbert Effinger/Jürgen Sosna/SilviaGoogle Scholar
  81. 106.
    Schlake (1988): Vom Ausstieg zum Umbau. Forschungsbericht: Arbeit und Leistung in lokalen Beschäftigungsinitiativen in der Region Bremen, Bremen: Hochschule für Öffentliche Verwaltung.Google Scholar
  82. 107.
    Vgl. zu den unterschiedlichen Diskussionsschwerpunkte Frank Benseler u.a. (Hg.) (1982): Zukunft der Arbeit. Hamburg; Joseph Huber (1984): Die zwei Gesichter der Arbeit. Ungenutzte Möglichkeiten der Dualwirtschaft. Ffm.; Peter de Gijsel/Hans-Günther Seifert-Vogt (Hg.) (1984): Schattenwirtschaft und alternative Ökonomie. Eine Herausforderung für die Politische Ökonomie? Regensburg; Rolf Schwendtner (Hg) (1986): Die Mühen der Berge. Grundlegungen zur alternativen Ökonomie. Teil 1 und 2, München; Roland Roth/Dieter Rucht (Hg.) (1987): Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/M.; Volker Teichen (Hg.) (1988): Alternativen zur Erwerbsarbeit? Entwicklungstendenzen informeller und alternativer Ökonomie, Opladen; Annette Zimmer/Martina Scholz (1992): Ökonomische und politologische Theorieansätze. Der Dritte Sektor zwischen Markt und Staat, in: Forschungsjournal NSB 4/92, S. 21–39..Google Scholar
  83. 108.
    Wohl nicht zuletzt in Reaktion auf die Aufmerksamkeit, die der informelle Sektor im Kontext arbeitsmarktsoziologischer Fragestellungen gefunden hat, wird damit die enge fiskalische Sichtweise aufgegeben, die unter Schattenwirtschaft allein jene Wertschöpfungen verstand, die — sei es aus erhebungstechnischen Gründen, sei es aufgrund von Verheimlichung — in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht erscheinen, obschon sie per definitionem dazu gehören, vgl. Egon Tuchtfeldt (1984): Wirtschaftspolitische Konsequenzen der Schattenwirtschaft, In: Wolf Schäfer (Hg.): Schattenökonomie. Theoretische Grundlagen und wissenschaftspolitische Konsequenzen, Göttingen, S. 264 f.Google Scholar
  84. 109.
    Also auf der einen Seite alle Formen der “Schwarzarbeit” (Halblegalität), auf der anderen Seite die zunehmend an Bedeutung gewinnende organisierte Kriminalität (Illegalität).110 Vgl Horst Schrage (1984): Schattenwirtschaft: Abgrenzung. Definition und Methoden der quantitativen Erfassung, in: Schäfer (Hg.) 1984, S. 18.Google Scholar
  85. 111.
    Nach D. Cassel (1982): Schattenwirtschaft — eine Wachstumsbranche? in: List-Forum Bd. 11, S. 343–363, entnommen aus: Egon Tuchtfeldt 1984, S. 264112 So Rupert Windisch (1984): Irreguläre Ökonomie und Wirtschaftsordnung aus evolutionärer Sicht, in: Schafer (Hg.), S. 234; wie sehr bei diesen Schätzungen der jeweils gewählte makroôkonomische Ansatz der Wertschöpfungsbestimmung durchschlagt, zeigt eine bei Schrage aufgefithrte Übersicht (1984, S. 32 f. Tab.1), derzufolge die Schattenwirtschaft 1980 einen Anteil am offiziellen BSP der Bundesrepublik von 12,6% (Bargeldnachfrageansatz) bzw. 27,5% (Transaktionsansatz) bzw. 35% (Arbeitsmarktansatz) ausmachte.Google Scholar
  86. 113.
    So die Behauptung von Tuchtfeldt ( 1984, S. 272), es gäbe wahrscheinlich kein Rentenproblem, wenn alle Sozialabgaben ordnungsgemib entrichtet wurden“.Google Scholar
  87. 114.
    Windisch 1984, S. 234 f.Google Scholar
  88. 115.
    Vgl. Tuchtfeldt 1984, S. 268 ff..116 Johannes Berger: Zur Zukunft der Dualwirtschaft (unter Mitarbeit von Lore Voigt) (1982), in: F. Benseler u.a. (Hg.):, S. 101.Google Scholar
  89. 117.
    J. Robertson: Die lebenswerte Alternative. Wegweiser flu eine andere Zukunft. Ffm. 1979.Google Scholar
  90. 118.
    Berger 1982, S. 102; vgl. dem.: An den Grenzen der Lohnarbeit. Ist der gesellschaftliche Fortschritt an Beschaftigungsverhiiltnisse gebunden? In: Thomas Schmid (Hg.) (1985): Das pfeifende Schwein, Berlin, S. 33 ff.Google Scholar
  91. 119.
    Berger 1982, S. 102.Google Scholar
  92. 120.
    Lohnarbeit“ soll dabei hbder das Merkmal des Kontrakteinkommens hinaus heißen, daß die Arbeit in formalen Organisationen erfolgt — also solchen, die strikt zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern unterscheiden — und daß sie durch Befehl und Gehorsamsregeln strukturiert ist.Google Scholar
  93. 121.
    Vgl. Berger 1982, S. 103; dagegen Volker Teichert (1988): Die informelle und alternative Ökonomie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, in: dem. (Hg.), S. 17 ff.122 Volker Ronge (1988): Theorie und Empirie des “Dritten Sektors”, in: Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft Band 2/1988, 113–148; Adalbert Evers (1990): Im intermediären Bereich — Soziale Träger und Projekte zwischen Haushalt, Staat und Markt, in: JfS 30 Jg., H. 2, 189–210; ders. (1992): Soziale Bewegung und soziale Ordnung im Konzept des Wohlfahrtsmix, in: Forschungsjournal NSB 4/92, S. 49–48. Einen anderen Gesichtspunkt verfolgen Claus Offe/Rolf G. Heinze (1990) in ihrer jüngsten Untersuchung über die Möglichkeiten von haushaltsnahen und nicht geldvermittelten Bedarfsdeckungssystemen: Organisierte Eigenarbeit. Das Modell Kooperationsring. Frankfurt/M.Google Scholar
  94. 123.
    Interaktionen bilden weitgehend situationsabhängige, durch Anwesenheit (der Interaktionsteilnehmer) konstitutierte »Systeme«, Organisationen hingegen beruhen auf formal geregelter Mitgliedschaft und sind unabhängig von spezifischen Motivlagen (der Mitglieder), die Grenzen der Gesellschaft — ein viel abstrakterer Systemtypus als die beiden anderen — werden in dieser Perspektive von den Grenzen des Kommunizierbaren gezogen; vgL Niklas Luhmann: Soziologische Aufklärung 2. Aufsätze zur Theorie der Gesellschaft, Opladen 1982, S. 9 ff.Google Scholar
  95. 124.
    Vgl. Ronge 1988, S.142 f; er illlustriert seine Überlegungen plausrbl am Beispiel kultureller Aktivitäten.Google Scholar
  96. 125.
    Ronge 1988, S. 143.Google Scholar
  97. 126.
    Vgl. Adalbert Evers/Ilona Ostner/Helmut Wiesenthal (1989): Arbeit und Engagement im intermediären Bereich. Zum Verhältnis von Beschäftigung und Selbstorganisation in der lokalen Sozialpolitik, Augsburg [Beiträge zur Sozialpolit-Forschung Bd. 4 )Google Scholar
  98. 129.
    Vgl. Hem Kreutz/Gerhard Fröhlich (1986): Von der alternativen Bewegung zum selbstverwalteten Projekt. Ergebnisse einer empirischen Unetrsuchung über die Entwicklung “alternativer Projekte” im Zeitraum von drei Jahren, in: MittAB 4 /86, S. 553–564.Google Scholar
  99. 130.
    Vgl. Herbert Effinger (1990): Individualisierung und neue Formen der Kooperation. Bedingungen und Wandel alternativer Arbeits-und Angebotsformen, Opladen.CrossRefGoogle Scholar
  100. 131.
    So argumentieren gegen einen »Mythos« der informellen Ökonomie Johann Jessen/Wolfgang Siebel/Christa Siebel-Rebell/Uwe-Jens Walther/Irmgard Weyrather (1988): Arbeit nach der Arbeit. Schattenwirtschaft, Wertewandel und Industriearbeit, Opladen, S. 278 ff..Google Scholar
  101. 132.
    Vgl. Dieter Grirhn (1986): Der informelle Sektor als Sozialstaatsersatz? in: Konsens und Konflikt. 35 Jahre Grundgesetz, hrsg. von Albrecht Randelzhofer und Werner Siüß, Berlin.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Thomas Mirbach

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