Advertisement

Organisation und Selbstthematisierung. Die Nutzung von Subjektivität in Transformationsprozessen der Organisation

  • Jürgen Schreiber
Chapter

Zusammenfassung

An die alten Stellen werden Innovation, flexible Strukturen, Selbstorganisation, unternehmerisches Handeln reklamiert. Am besten, man könnte mit „modernen“ Arbeitsmenschen auf der grünen Wirtschaftswiese neu anfangen. Die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Alles kann ganz anders gemacht werden. Hipe und vorläufiger Zusammenbruch der New Economy zeigen aber auch, daß eben nicht alles ganz anders gemacht werden sollte, jedenfalls nicht bewußtlos. Die Wertvernichtung an den Börsen, der sich Unternehmen ausgesetzt sehen, entspricht in dieser Lesart dem Wert der entledigten Erfahrung. Mit den „alten“ Mitarbeitern verläßt ein Teil des kollektiven Arbeitsgedächtnisses die Organisation. Interessanter vielleicht noch: es gehen damit Fähigkeiten seither funktionaler Selbstorganisation verloren.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bachmann, R.: Die Koordination und Steuerung interorganisationaler Netzwerkbeziehungen über Vertrauen und Macht. In: Sy Dow, J./Windeler, A. (Hg.): Steuerung von Netzwerken. Konzepte und Praktiken, Opladen/Wiesbaden 2000, S. 107–125Google Scholar
  2. Baethge, M.: Arbeit und Identität. In: Beck, U. Beck-Gernsheim, E. (Hg.): Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften, Frankfurt/Main 1994, S. 245–261Google Scholar
  3. Bauman, Z.: Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit, Hamburg 1992Google Scholar
  4. Beck, U.: Die Erfindung des Politischen, Frankfurt/Main 1993Google Scholar
  5. Bridges, W.: Ich &Co. Wie man sich auf dem neuen Arbeitsmarkt behauptet, Hamburg 1996Google Scholar
  6. Brockling, U.: Totale Mobilmachung. Menschenführung im Qualitäts- und Selbstmanagement. In: Bröckling, U./Krasmann, S./Lemke, Th. (Hg.): Gouvernementalität der Gegenwart, Frankfurt/Main 2000, S. 131–167Google Scholar
  7. Drucker, P.: Die Kunst, sich selbst zu managen. In: Harvard Businessmanager, 5 (1999), S. 9–19Google Scholar
  8. Foucault, M.: Die Ordnung der Dinge, Frankfurt/Main 1971Google Scholar
  9. Foucault, M.: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, Frankfurt/Main 1976Google Scholar
  10. Foucault, M.: Von der Freundschaft, Berlin 1984Google Scholar
  11. Foucault, M.: Technologien des Selbst. In: Martin, L.H. u.a.(Hg.): Technologien des Selbst, Frankfurt/M. 1993, S. 24–62Google Scholar
  12. Foucault, M.: Die Gouvernementalität. In: Brockling, U./Krasmann, S./Lemke, Th. (Hg.): Gouvernementalität der Gegenwart, Frankfurt/M. 2000, S. 41–67Google Scholar
  13. Frevert, U.: Vertrauen. Historische Annäherung an eine Gefühlshaltung. In: Benthien, C. u.a. (Hg.): Emotionalität. Zur Geschichte der Gefühle, Köln 2000Google Scholar
  14. Gamm, G.: Die Vertiefung des Selbst oder das Ende der Dialektik. In: Barkhaus, A. u.a. (Hg.): Identität, Leiblichkeit, Normativität. Neue Horizonte anthropologischen Denkens, Frankfurt/M. 1996, S. 341–356Google Scholar
  15. Greco, M.: Homo Vacuus. Alexithymie und das neolinerale Gebot des Selbstseins. In: Brockling, U./Krasmann, S./Lemke, Th. (Hg.): Gouvernementalität der Gegenwart, Frankfurt/Main 2000, S. 265–285Google Scholar
  16. Giddens, A.: Konsequenzen der Moderne, Frankfurt/Main 1995Google Scholar
  17. Hahn, A.: Identität und Biographie. In: Wohlreb-Sahr, U. (Hg.): Biographie und Religion: zwischen Ritual und Selbstsuche, Frankfurt/M. u. New York 1995Google Scholar
  18. Heisig, U.: Vertrauensbeziehungen in der Arbeitsorganisation. In: Schweer, M. (Hg.): Inter-personales Vertrauen. Theorien und empirische Befunde, Opladen/Wiesbaden 1997, S. 121–153Google Scholar
  19. Horn, K.P./Brick, R.: Das verborgene Netzwerk der Macht. Systemische Aufstellungen in Unternehmen und Organisationen, Offenbach 2001Google Scholar
  20. Hutton, P.H.: Foucault, Freud und die Technologien des Selbst. In: Martin, L.H. u.a.(Hg.): Technologien des Selbst. Frankfurt/Main 1993, S. 144–167Google Scholar
  21. Keupp, H.: Bedrohte und befreite Identitäten in der Risikogesellschaft. In: Barkhaus, A. u.a. (Hg.): Identität, Leiblichkeit, Normativität. Neue Horizonte anthropologischen Denkens, Frankfurt/M. 1996, S. 380–403Google Scholar
  22. Kohli, M.: Institutionalisierung und Individualisierung der Erwerbsbiographie. In: Beck, U./Beck-Gernsheim, E. (Hg.): Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften, Frankfurt/M. 1994, S. 219–244Google Scholar
  23. Kühl, St.: Krise, Renaissance oder Umbau von Hierarchien in Unternehmen? Anmerkungen zur aktuellen Managementdiskussion. In: Berliner Debatte Initial, (1999) Heft 3, S. 3–17 (hier Webfassung)Google Scholar
  24. Kühl, St.: Das Regenmacher-Phänomen. Widersprüche und Aberglaube im Konzept der lernenden Organisation, Frankfurt/M. 2000Google Scholar
  25. Kühl, St.: Markt. Die Mythen um unternehmerisch handelnde Mitarbeiter. In: ders.: Sisyphos im Management. Die vergebliche Suche nach der optimalen Organisationsstruktur. Weinheim 2002, S. 41–62Google Scholar
  26. Lemke, Th./Krasmann,S./Bröckling, U.: Gouvernementalität, Neoliberalismus und Selbsttechnologien. In: Bröckling, U./Krasmann, S./Lemke, Th. (Hg.): Gouvernementalität der Gegenwart, Frankfurt/M. 2000, S. 7–40Google Scholar
  27. Luhmann, N.: Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität, Stuttgart 1989’Google Scholar
  28. Luhmann: N.: Copierte Existenz und Karriere. Zur Herstellung von Individualität. In: Beck, U./Beck-Gernsheim, E.: Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften, Frankfurt/M. 1994, S. 191–200Google Scholar
  29. Neubauer, W.: Vertrauen als Management-Aufgabe in Organisationen. In: Schweer, M. (Hg.): Interpersonales Vertrauen. Theorien und empirische Befunde, Opladen/Wiesbaden 1997, S. 105–120CrossRefGoogle Scholar
  30. Neuberger, O.: Das 360-Grad-Feedback. Alles fragen? Alles sehen? Alles sagen? München und Mering 2000Google Scholar
  31. Nigsch, O.: Management-ein Weg zur gesellschaftlichen Generalsanierung? In: Soziale Welt, 48(1997), S. 417–430Google Scholar
  32. Ruke, R.P:C.: Cancer and the developement of will. In: Theoretical Medicine, Vol. 6, 1995, S. 133–142Google Scholar
  33. Rose, N.: Inventiviness in Politics, Economy and Society, Vol. 28, No. 3, 1999, S. 467–493CrossRefGoogle Scholar
  34. Rose, N.: Tod des Sozialen? Eine Neubestimmung der Grenzen des Regierens. In: Bröckling, U./Krasmann, S./Lemke, Th. (Hg.): Gouvernementalität der Gegenwart, Frankfurt/M. 2000, S. 72–109Google Scholar
  35. Schulz von thun, F.: Miteinander Reden. Das „innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation, Reinbek 1998Google Scholar
  36. schuizf, G.: Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt/M. 1992Google Scholar
  37. Simon, F.B.: Die Organisation der selbstorganisation. Thesen zum systemischen Management. In: Schmitz, Ch. u.a. (Hg.): Managerie. Systemisches Denken und Handeln im Management, ( 4. Jahrbuch ), Heidelberg 1997, S. 112–128Google Scholar
  38. Sprenger, R.K.: Vertrauen führt, Frankfurt/M. 2002Google Scholar
  39. Vogelauer, W. (Hg.): Coaching in der Praxis. Führungskräfte professionell begleiten, beraten, unterstützen, Neuwied, Kriftel 2000Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2003

Authors and Affiliations

  • Jürgen Schreiber

There are no affiliations available

Personalised recommendations